Grünhagen muss weg

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Enervie braucht einen Neuanfang

Jetzt wird alles auf die Energiewende geschoben. Die Finanzprobleme der Enervie, der Ausfall der Dividendenzahlungen an die beteiligten Kommunen, die im Raume stehenden betriebsbedingten Kündigungen von bis zu 350 Beschäftigten.

Dabei stand die Energiewende seit langem in der Diskussion – nur der Enervie-Vorstand hat sie offenbar nicht zur Kenntnis genommen. Stattdessen wollten die Herren „Big Player“ spielen und haben sich mit diesem Egotrip gewaltig verzockt.

In ihrem Hochmut haben sie auch noch exorbitante Steigerungen ihrer persönlichen Bezüge eingefordert, die ihnen ihr Bruder im Geiste, der ehemalige Hagener Oberbürgermeister Jörg Dehm (CDU), auch noch (teilweise) gewährte. Zur Begründung ihrer dreisten Forderungen wiesen die Vorstände auf ihre vermeintlichen „Erfolge“ hin. Wie sich jetzt herausstellt: alles dummes Zeug.

Die Aufgabe des Vorstands eines überwiegend im öffentlichen Besitz befindlichen Energieversorgers kann nicht sein, Konzern zu spielen. Es ist vielmehr sein Auftrag, Bürger und Unternehmen in seinem Einzugsbereich mit Strom, Gas und Wasser zu beliefern – und zwar zu angemessenen Konditionen. Großmannssucht gehört nicht zum Geschäftsauftrag.

Wenn Aufsichtsgremium und Stadtrat ihre Aufgabe noch ernst nehmen, sollten sie sich schleunigst mit den diversen Behauptungen des Enervie-Sprechers Ivo Grünhagen und seiner Mitvorstände beschäftigen.

So sollte sich der Wasserpreis (geringfügig) erhöhen, wenn das Wasserwerk Hengstey nicht aufgegeben würde. Inzwischen ist sogar ein geringerer Preis im Gespräch – sollte das Wasserwerk beibehalten werden.

Auf einmal soll es – nach Angaben von Enervie – möglich sein, die Insellage des Stromnetzes technisch zu überbrücken. Ein auffällig plötzlicher Wandel, nachdem es von Seiten der Stromer immer geheißen hatte, das sei nicht möglich. Sind bei Enervie keine Ingenieure beschäftigt, die das beurteilen können? Oder durften die das nicht, um den Monopolstatus des Energieversorgers zu sichern?

Auch die Frage, wie es sein kann, dass Enervie die hochdefizitäre Tochter eines niederländischen Stromkonzerns übernimmt, diese nach kurzer Zeit weiterverkauft und angeblich ohne Verluste aus diesem Geschäft gegangen ist, wäre zu überprüfen.

Eins ist so sicher wie das Amen in der Kirche: Mit diesem desaströsen Vorstand ist kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Vor allem nicht mit dessen Sprecher, der sich immer allzu großmäulig aus dem Fenster gelehnt hat.

Ein Neuanfang muss her. Der erste Schritt dazu kann nur heißen: Ivo Grünhagen muss weg!

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