Hagens CDU will neue Partnerstadt in der Türkei

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Hagen soll nach dem Willen der CDU eine neue Partnerstadt bekommen. Man wolle gerne eine Partnerschaft mit einer türkischen Stadt eingehen, erklären die Christdemokraten nach ihrer jüngsten Kreisvorstandssitzung. Angepeilt sei ein Bezirk der Metropole Istanbul. Bei der CDU wird sich Kreisvorstandsmitglied Ali Bülbül, der selbst türkische Wurzeln hat, um die Sache kümmern – in enger Zusammenarbeit mit dem Städtepartnerschaftsverein, unter dessen Dach die sechs bereits existierenden Partnerschaften gebündelt werden. (…)

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Mehr als 53 Jahre nach Abschluss des Anwerbeabkommens mit der Türkei im Oktober 1961 entdeckt die CDU jetzt plötzlich das Wählerpotential der Türkeistämmigen. Trotzdem würde die Partnerschaft mit einer Kommune in einem Land, aus dem in der Vergangenheit viele Menschen nach Hagen eingewandert sind, natürlich Sinn machen (das gilt genauso beispielsweise für Griechenland, Portugal, Italien oder den Bereich des ehemaligen Jugoslawien). Mehr Sinn jedenfalls als andere, vor allem symbolbefrachtete Städtebeziehungen nach Frankreich oder Israel; von Kuriositäten wie Partnerschaften mit Gemeinden in Österreich oder Finnland ganz zu schweigen. Letztere entfiel zwischenzeitlich, da der Ort auf Grund einer kommunalen Neugliederung im hohen Norden gar nicht mehr existiert. Gemerkt hat das so gut wie niemand.

Eine Antwort to “Hagens CDU will neue Partnerstadt in der Türkei”

  1. A. Quatermain Says:

    Weiß den überhaupt noch jemand wie dieses Anwerbeabkommen mit der Türkei zu Stande gekommen ist?

    Kurzer Rückblick. Der Ami wollte die Türkei geostrategisch in der Nato haben. So Ausrichtung nach Osten und Orient.
    Arbeitspolitik wurde Außenpolitik.

    Also wurde der olle Adenauer gefragt, ob er nicht noch ein paar Gastarbeiter brauchte?
    Die damalige Bundesanstalt für Arbeit lehnte strikt ab!
    Sah keinen Bedarf.
    Der Alte entgegnete den Amis, ich habe schon genug Arbeitskräfte aus Italien, Spanien, Portugal, vom Tito aus Jugoslawien und Aussiedler- Familien aus Polen oder Russland.
    Nach weiteren drängen der Amis und dubiose Geschäfte mit den Erwerb von 1000 Stück des Witwenmachers, pardon Starfighters, und ein paar Atombömbchen in Rammstein und anderen Amikasernen, willigte er aber doch ein.

    Das alles sollte als Rotation der türkischen Gastarbeiter geschehen. Türkische Arbeitnehmer sollten ausdrücklich nur 1-2 Jahre bleiben dürfen, sowie des strikten Ausschlusses eines Familiennachzuges.

    Weiterhin wird 1961 durch den Bau der Mauer der Zustrom von Menschen und Arbeitskräfte aus der DDR in die Bundesrepublik unterbrochen.

    1970 war dieses Anwerbeabkommen mit der Türkei aber wieder Makulatur. Die Wirtschaft lief nicht mehr so rund wie unter Erhard.
    Vorbei die Wirtschaftswunderjahre.

    Anstatt, so wie die Jugoslawen wieder nach Tito heim zu fahren, blieben die Türken hier im Land. Die Ehen wurden im Jahresurlaub abgeschlossen. Die Ehefrauen wurden vorab von den Patriachen in der Heimat ausgesucht. Ganze Familien kamen nach.
    Da das Kindergeld in der Türkei lebenden Kinder,
    nur mit 50 Prozent bezahlt wurde, kam die Oma und der Opa zum Kinder aufpassen gleich mit.
    Es hatte nicht jeder einen Draht zum Bürgermeister, der einen
    10 Kinder oder noch mehr bescheinigte.

    Dem späteren Kanzler der Einheit entglitt das ganze.
    Der hatte nicht nur Hunderttausende von Ost-Asylanten zum Beispiel aus Vietnam, oder Tausende von Armeesoldaten aus Russland, die um Asyl baten an die Backe.
    Laut Wiedervereinigungs-Vertrag mit Gorbi sollte dieses nicht passieren, aber Papier ist geduldig.
    Mit Vietnam wurde zum Beispiel ein Vertrag über 5 Jahre zur freiw. Aufnahme von Ost-Vietnamesen abgeschlossen.
    Nur, die hatten keinen Bock auf ihr Heimatland!
    Ebenso baten viele in Ostdeutschland studierenden und arbeiteten Cubaner, Polen, Rumänen, Bulgaren, aus Ungarn etc. um Asyl.

    Der „Fischer-Erlass“ ließ alleine zwischen 2000 bis 2004 Hunderttausende unter Ausschluss geltender Visa-Vorschriften nach Deutschland, und damit in den Schengen-Raum strömen.
    Ein Runderlass des Auswärtigen Amtes an alle deutschen Botschaften weltweit verfügt, das ab sofort nicht mehr jeder Zweifel an der Rückkehrbereitschaft, die Ablehnung eines Besuchsvisums rechtfertigen soll, sondern erst die „hinreichende Wahrscheinlichkeit“ der fehlenden Rückkehrbereitschaft.
    Hielten sich also im Rahmen der Abwägung die Umstände, die für oder gegen ein Besuchsvisum sprechen, die Waage, so gelte „in dubio pro libertate – im Zweifel für die Reisefreiheit.“

    Ob das nach rechtlichen Gesetzen abging, oder nicht, Interessierte das AA mit seinen Chef Joschka Fischer nicht.
    Staatsanwälte in Berlin wollten sich nicht ihre Zukunft verbauen.
    Staatsanwälte in Bonn hatten keine Lust zur Verfolgung.
    Ein Untersuchungsausschuss wurde eingerichtet, der aber auch nur 1 mal tagte.

    Und heute, mal muss man ein Arbeits-Visa vorweisen, mal nicht.
    Und da die Türkei laut Neusprech, seit Jahren EU-Kandidat mal mehr, mal weniger als Aufnahme-Mitglied gilt, gilt auch das Visum mal mehr oder weniger.
    Und mit den 2 Pässen hat sich das ganze sowieso erledigt.
    Obwohl, ich habe noch vor 3 Jahren vor dem Deutschen Honorar-Konsulat in Cide eine Schlange von Menschen stehen gesehen.
    Aber jetzt kann man auch in Deutschen Konsulaten in Istanbul, Ankara, etc. seine Anträge für Germania abgeben.,
    Als Tourist bekomme ich mit Rückflugticket, mein Visum ausgehändigt. Umgekehrt ist es genauso.
    Das ganze, nachzulesen erst jetzt in Regierungsprotokolle der damaligen Regierungen.

    Ein Schöner Satz aus dem Grundgesetz:
    Artikel 5 Absatz 1 Satz 1

    „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten.“

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