„Wir sind nicht rechts, aber …“

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Ursache und Struktur der Proteste von „Pegida“

Dienstag, 20. Januar 2015, 19:00 Uhr
Kulturzentrum Pelmke, Pelmkestr. 14, 58089 Hagen
Referent: Mark Haarfeldt

Tausende Menschen versammelten sich in den vergangenen Wochen regelmäßig in Dresden, um gegen eine vermeintliche „Islamisierung des Abendlandes“ zu protestieren. In Dresden nennen sie sich pathetisch „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ („Pegida“). Mittlerweile existieren mehrere Ableger in anderen Städten.

Unter den Demonstrierenden befinden sich Rechtsextreme und Rechtspopulisten – aber auch andere Menschen schließen sich den „Spaziergängen“ an. Was sind die Ursachen und welche Forderungen werden formuliert?

In vielen Städten demonstrieren demokratische Kräfte gegen diese fremdenfeindlichen Aktionen und organisieren solidarischen Protest. Was können und wollen wir in Hagen tun?

Der Referent Mark Haarfeldt ist in Dresden geboren und hat an der TU Dresden und der Ruhr-Uni Bochum Geschichte und Philosophie studiert. Er beschäftigt sich bereits seit längerer Zeit mit Hintergründen und Ausrichtungen.

In der Informationsveranstaltung wird er seine Erfahrungen darstellen und Möglichkeiten zurAuseinandersetzungen aufzeigen. Wie können demokratische Kräfte Gegenwehr organisieren,zur Aufklärung beitragen und Widerstand gegen Fremdenfeindlichkeit leisten?

Eine Veranstaltung von DGB, VHS und „Arbeit und Leben“ in der Reihe „Gegen den Strom“

2 Antworten to “„Wir sind nicht rechts, aber …“”

  1. Umleitung: vom Kölner Strippenzieher über die Glaubwürdigkeit der Medien zu Charlie Hebdo und Guess Who. | zoom Says:

    […] „Wir sind nicht rechts, aber …”: Ursache und Struktur der Proteste von „Pegida“ … doppelwacholder […]

  2. A. Quatermain Says:

    „Ich habe auf der Bühne schon vor Jahren erklärt, dass man als Künstler bei uns im Westen zum ersten Mal seit 1945 ein Thema meiden muss, wenn man keine Gewalt erleiden will.
    Dafür musste ich mir von Kabarettkollegen anhören, das sei gequirlte Scheiße.
    Da fehlte den Herren wohl ein wenig der Blick für die Realitäten.
    Aber das ist im Kabarett ja nicht selten, wenn die Ideologie das Blickfeld versperrt.
    Fakt ist:
    Man kann über alles Witze machen, über Nazis, den Papst, über Heilsidelogien und Religionen,
    nur beim Islam hört es auf.“

    Dieter Nuhr, Kabarettist in der FAZ vom 12. Januar 2015
    —————————————————————————

    Ein Bundesminister (…) ist die personifizierte Gewähr, dass diese
    Regierung die Verfassung achtet und allen Bürgern unvoreingenommen gegen übertritt. auf dem Boden von Recht und Ordnung.
    An diese Ordnung legt Heiko Maas die Axt, wenn er Bürger dezidiert auffordert, zu Hause zu bleiben.
    Denn ein Grundrecht, das nicht immer gilt, ist bereits kein Grundrecht mehr.“

    Alexander Kissler, Ressortleiter des Cicero, vom 13.Januar 2015
    ———————————————————————————

    Trotzig erklang die Marseillaise.
    Sie sangen nichts anderes.
    Und an manchen Stellen ertönten die Stimmen kräftiger.
    Zum Beispiel in der ersten Strophe:

    „Sie kommen, um euren Söhnen, euren Gefährtinnen die Kehle durch zu schneiden“,

    und im Refrain:

    „Zu den Waffen, Bürger! Formiert eure Bataillone!
    Marchons, marchons!“

    Das war in Angers, in Lyon, in Marseille, Bordeaux und in anderen Städten der Provinzen Frankreichs.
    Insgesamt kamen in der Provinz am vorletzten Sonntag mehr als zweieinhalb Millionen Menschen zusammen.
    In Paris waren es noch einmal mehr als eine Million.
    Frankreich stand auf.

    Und so wie die Revolutionstruppen voll Inbrust 1792 das Kriegslied des Joseph Rouger de Lisle auf dem langen Marsch von Marseille an die Grenzen, – daher Marseillaise- sangen,
    und sich für Freiheit und Vaterland in den Kampf warfen,
    so erwarten die Franzosen heute,
    dass die Regierung angemessen auf die Kriegserklärung der Islamisten antwortet und die Freiheit verteidigt.

    Aber es war auch eine merkwürdig gespaltene Stimmung zu beobachten. In der Provinz die Marseillaise und „Viva la France!“- Rufe, in Paris ein Marsch des Schweigens.
    In Paris trauerte man um die Opfer des Satiremagazins Charlie Hebdo, in der Provinz ging man über diese Solidarität hinaus.

    „Tous Charli“ und „Je suis Charlie“ – das war das Plakat, das alle einte. Es ist das Prinzip der Freiheit, verdichtet in der Pressefreiheit.
    Aber in der Provinz waren auch T-Shirt zu sehen mit dem Slogan:
    „Je suis Charlie Martell“-
    in Anlehnung Karl Martell, der 732 bei Tours und Poitiers den Ansturm der Heere und Horden Mohammeds gestoppt
    und Europa vor der Islamisierung bewahrt hat.

    Es ist der Beginn einer großen gesellschaftlichen Debatte.
    Bei ihr geht es nicht nur um die Freiheit.
    Frankreich und Deutschland ist ein laizistischer Staat
    und der Islam eine politische Religion.

    Diese zwei diametral entgegengesetzten Staatsauffassungen sind aufeinander geprallt, wenn man so will ein „clash of civilizations“,
    der die Welt erschüttert und auch die künftige Debatte in Deutschland bestimmen dürfte.
    Es muss eine Debatte über den islamischen Fundamentalismus und eine entsprechende Neuorientierung der Politik geben.

    Zu dieser Neuorientierung gehören nicht nur Maßnahmen gegen den islaministischen Terror,
    Dazu gehört auch eine Neupositionierung gegenüber dem Islam.

    Natürlich ergeht sich die Linke und ein paar Grüne noch in Beschwichtigungsformeln wie:
    „Der Islam hat mit dem Islamismus nichts zu tun.“

    Aber was in der Mehrheit der Bevölkerung in beiden Staaten schon zum Bewusstsein gehört, muss das politisch-mediale Establishment erst noch lernen.

    Die geistige Blutspur, die die Taliban, die Terrormiliz IS, die Hamas, Boko Haram und auch die Mörder von Paris hinter sich lassen,
    hat eine Quelle, auf die sich auch friedliebende Muslime berufen:
    den Koran.
    Und dieses Buch gibt die mörderischen Interpretationen auch her.

    Man kann das bedauern und beteuern,
    die meisten Moslems in Europa lebten doch friedlich mit ihren nicht moslemischen Nachbarn zusammen.
    Das stimmt.
    Aber es geht nicht um die friedlichen Moslems in Europa,
    sondern um die Quelle des Hasses.
    In den Wassern des Korans fließt eben auch Blut.
    Das Buch ist ambivalent.

    Wer die zur Gewalt aufrufenden Suren historisch einordnet und interpretiert (entstanden im Feldzug Mohammeds gegen die Mekkaner), der wird die Mordbefehle nach dem Prinzip „Unterwerfung oder Tod“ der Vergangenheit an heimgeben.

    Aber nach gängiger Überzeugung der meisten Rechtsschulen im Islam ist der Koran unmittelbares Wort Allahs,
    nicht interpretierbar,
    nicht relativierbar.

    Und da es außer dem keine Autorität gibt,
    die für alle Moslems repräsentativ ist und eine
    verbindliche Interpretation vorlegen könnte,
    kann jeder aus dem Koran herauslesen,
    was er will.

    Die meisten mögen die friedlichen Suren.
    Aber die Zahl der gewaltbereiten Moslems steigt.

    Man kann bei der Ursachenforschung die Fehler in der Orientpolitik des Westen suchen und wird nicht wenige finden. Man kann auch die werte verzichtende Politik der politischen Klasse in Europa und Amerika beklagen.
    Die Hauptursache ist allerdings islamisch hausgemacht.

    Die demographische Explosion in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts im islamischen Krisenbogen von
    Casablanca bis Taschkent wurde bildungspolitisch nicht auf gefangen.
    Es ist noch politisch unkorrekt zu sagen, dass die Abschaffung der Schul- und Bildungssysteme im Zuge der Entkolonialisierung ein Vakuum hinterlassen hat, das von den Islamisten gefüllt wurde.

    Tatsache aber ist, das viele Millionen Kinder eben nicht in die Schule, sondern in die Koranschulen gingen und den dumpfen Parolen fanatischer Imame ausgeliefert waren.
    Diese Saat ist aufgegangen.

    Viel wäre gewonnen, wenn die Muslime in Europa in einer Art Synode darüber verständigen, den Koran als Produkt seiner Zeit zu betrachten und den Gewaltsuren abschwören.
    Es wäre der erste Schritt zur Aufklärung.

    Tun sie es nicht, wird der Islam an seinen inneren Widersprüchen und am erwachten Widerstand der Charlie Martells zerschellen. .

    Oder sich ganz auf Deutschland konzentrieren, wozu er nach Meinung der Kanzlerin gehört, ganz gleich um welchen Islam es sich handelt und mit welcher übergeordneten Lehrautorität
    („Mutti aller Muslime“?)
    auch immer sie das behauptet.

    Ein Teil von Jürgen Liminski in der jf vom 16. Januar 2015,
    Der Rest von mir!
    ———————————————————————————–
    In 48 (achtundvierzig) Staaten Weltweit,
    hat die Scharia die Gesetzgebung abgelöst.

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