Deerth ist der falsche Standort

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Landschaftsbeirat: Genügend Freiflächen vorhanden

Der Landschaftsbeirat hat das Vorhaben einer Klinikerweiterung am Deerth einstimmig abgelehnt. Begründung laut Sitzungsprotokoll:

Der Landschaftsbeirat hält es für erforderlich, dass die Umwandlung des Waldes sowie dessen Ersatz bereits auf Ebene des FNP-Verfahrens (Anm. DW: FNP = Flächennutzungsplan) geregelt werden muss und nicht erst im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens.

Aus Sicht des Landschaftsbeirates wird die Biodiversität durch das Vorhaben gefährdet.

Erfahrungsgemäß ist durch das Vorhaben eine Inanspruchnahme weiterer Waldflächen, die außerhalb des Plangebietes liegen, zu erwarten.

Die städtebauliche Sinnhaftigkeit und die Eingriffsvermeidung des Projektes wurden nicht geprüft.

Die Prüfung von alternativen Standorten ist auch zum Wohl der Einrichtung unumgänglich. Mit Hinblick auf die qualitativ hochwertige Arbeit, die von der Vorhabensträgerin in Hagen geleistet wird und vor dem Hintergrund der zahlreichen freien Brachflächen, die Hagen zur Verfügung stehen, sollte ein Standort gefunden werden, der mehr Entwicklungspotential birgt.

Die Beanspruchung von 10.000 m² Wald durch ein Bauvorhaben stellt in Hagen einen Präzedenzfall dar, durch den die Ablehnung ähnlich gelagerter Fälle zukünftig schwerer fallen wird.

Hintergrund: Die AWO betreibt die hoch über Wehringhausen mitten im Hagener Stadtwald gelegene Drogenklinik „Im Deerth“ und beabsichtigt eine Erweiterung der Therapieeinrichtung für ca. 40 – 48 Patienten/-innen im Maßregelvollzug.

Eine Antwort to “Deerth ist der falsche Standort”

  1. A. Quatermain Says:

    10.000 m² Wald sind alleine durch einen ehemaligen BV-Fürsten der Motorsäge zum Opfer gefallen. Richtung Tücking wurde abgeholzt, was das Kettensägeblatt nur so her gab.
    Da wurden Breiten von 25 Meter und mehr, an den Rändern abgetragen.

    Lieber Landschaftsbeirat, wer für einen Puff die Um- Bau-
    Genehmigung in der oberen Pelmke gibt, der darf doch auch ein paar Bäumchen fällen. Oder seid ihr auf einen Auge blind?

    Eventuell sollte die AWO auch einen kompletten Neubau anvisieren. Auf der Grünen Wiese.
    JWD = Janz weit draußen.
    So mit Entzug, Entgiftung, Therapie, Ambulanz, Stationär.

    Und ab und zu ein wenig Methadonabgabe?
    Das ganze gekrönt von einer hohen Mauer!

    Dann können die ab 2025 mit der Grundsteinlegung anfangen.
    Denn bis dahin werden wieder zig Bürgerinitiativen mit spielen wollen. Gibt es nicht dort auch noch eine vom Aussterben betroffene Unkenart? Oder die Fledermäuse, die auf den Rücken fliegen können? Oder der seltene Seidenspinnerwurm?

    Es soll eine „Erweiterung“ der Therapieeinrichtung für ca. 40 – 48 Personen im sogenannten Maßregelvollzug geschaffen werden.
    Wer ist nur auf dieses Wörtchen, Maßregelvollzug gekommen?
    Das gibt es nicht in der Drogentherapie!
    Auch vom Gericht zugewiesene sind Freiwillig dort in der Therapie.
    Die bekommen als Urteil, entweder Therapie oder Knast.
    Oder auch beides. Wobei Therapie immer zu erst sein sollte.
    Aber nach einer Entgiftung oder Entziehung.
    Und die Türen gehen auch von Innen nach Außen auf.
    Das abschließen ist schon Brandschutzmäßig verboten.

    Das Theater zum angedachten Knast einer NRW-Ministerin Müller-Piepenstock in Halden-Herbeck dürfte doch wohl noch in Erinnerung sein?

    Oder eine NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffen hatte mal laut angedacht, eine Forensik in Hagen bauen zu lassen!

    Heerscharen von Bürgerinitiativen mit Plakate zogen ins Feld.

    In Paderborn-Bühren ist der Abschiebeknast von NRW leer.
    Weil normaler Knast und Abschiebe auf einen Gelände,
    das geht schon mal gar nicht.
    Jetzt müssen die Abgeschobenen nach Berlin verbracht werden.
    So lernen die Abgewiesenen jedenfalls auf dieser Fahrt, noch einmal Deutschland kennen. Oder es geht ein paar Tage später wieder von Berlin zurück ins schöne Rheinland oder Sauerland.

    Da diese Reisetätigkeit eingeschränkt werden soll,
    ist angedacht, auf einer „Grünen Wiese“ einen separaten Abschiebeknast für NRW zu bauen.
    Geld dafür scheint vorhanden zu sein.

    Aber da alle angefragten Kommunen dies bezüglich wegen Bau abgelehnt haben, wird es damit die nächsten 10 Jahre nichts.
    Jetzt hofft man auf dieser Schiene, Bau von Flüchtlingsunterkünfte, schneller zum Ergebnis zu kommen.
    In Duisburg ist noch eine Forensik, Neu-Renoviert, Leerstehend,
    im Centrum günstig ab zu geben.

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