Thieser will Kunstwerke aus Museum verkaufen

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Um den maroden städtischen Haushalt zu sanieren, hat Haspes Bezirksbürgermeister Dietmar Thieser einen Verkauf von Kunstwerken aus dem Karl-Ernst-Osthaus-Museum ins Spiel gebracht. Darüber müsse man angesichts des Spardrucks und der von den Sportvereinen geforderten Hallennutzungsgebühr diskutieren: „Es darf keine Tabus geben.“ (…)

Thieser, der lange Vorsitzender des Stadtsportbundes war und ein erklärter Gegner der Sportstättennutzungsgebühr ist, verwies darauf, dass die Stadt 2014 lediglich 7,8 Millionen Euro in die Sportförderung gesteckt habe, Kultur und Wissenschaft jedoch mit 28,7 Millionen Euro unterstütze. (…)

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Hier wird schlicht die Tatsache unterschlagen, dass den genannten Aufwendungen auch Erträge gegenüberstehen. Die belaufen sich für den Kultur- und Wissenschaftsbereich auf ca. 19 Prozent der Ausgaben, für den Sportbereich auf lediglich 11 Prozent. Letzteres aber nur, weil es zweckgebundene Landesmittel, die sogenannte „Sportpauschale“ gibt und zusätzlich noch Mittel aus der „Bildungspauschale“ für den Sport abgezwackt werden.

Wesentlich deutlicher wird die Diskrepanz bei den „privatrechtlichen Leistungsentgelten“, also den Beträgen, die hauptsächlich durch Eintrittsgelder, aber auch Vermietungen der jeweiligen Räumlichkeiten u.ä. erzielt werden. Die betragen im Kultur- und Wissenschaftsbereich durchschnittlich 8,3 Prozent des Ordentlichen Ergebnisses, im Sportsegment dagegen gerade einmal 0,5 Prozent. Da ist also – im Unterschied zu Thiesers Erzählungen – noch viel Luft drin.

Dass die Hagener Unlinke auf diesen Hasper Kirmesumzug aufspringt, spricht für sich. Durch fundierte Positionen im Bereich der Kulturpolitik ist die Truppe – genauso wie Thieser – bisher nicht aufgefallen. Da findet wohl zusammen, was zusammen gehört.

2 Antworten to “Thieser will Kunstwerke aus Museum verkaufen”

  1. A. Quatermain Says:

    Macht doch aus den Museen und Theater eine Disko oder Pferdestall !

    Was, so etwas gab es schon mal ?

    Das hat aber zum Glück keine 1000 Jahre gehalten.

    12 Jahr, dann war der Spuk vorbei.

    Ich bin auch immer am Wettern über die Zuschüsse an die Kultur.
    Oder das gegen Rechnen.
    Aber so einen ollen Meister, zu verhökern,
    das geht schon mal gar nicht.

    Verkleinert den Rat und die BV.
    Schickt das überzählige Personal aus dem Rathaus in die Wüste.
    Trennt euch von ein paar Dezernentenstellen.

    Legt mehr Wert auf Fachwissen als Parteiproporz.
    Dann könnte die Stadt sparen.

    Was den Knaller der Unlinken aus Hohenlimburg angeht,
    auf Euch kann man verzichten!
    Dann würde der Bürger in Hagen viel Geld einsparen.
    Ihr haltet das ganze Jahr eure Klappe,
    dann schweigt auch dieses mal.

    Was dem Sonnenkönig aus Haspe angeht,
    wer bezahlt den Umbau, bzw. Neubau,
    der Kanustrecke in Hohenlimburg?

    Auch eine Sportstätte für ein paar Wenige.
    Aber Finanziert bestimmt vom Steuerzahler.

    Auch das Geld der Sportförderung kommt vom Steuermichel!

  2. Umleitung: Wahlen in Thüringen, Widerliches von den Altparteien, Bloggen und Journalismus, Streiken, die Jagdsteuer und mehr. | zoom Says:

    […] Hagen: Thieser will Kunstwerke aus Museum verkaufen … doppelwacholder […]

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