Mark-E: Strom- und Gaspreise bleiben konstant – vorerst

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Mark-E hält trotz deutlich steigender Netznutzungsentgelte die Strompreise für seine Privat- und Gewerbekunden in der Grundversorgung über den Jahreswechsel hinaus konstant. Hauptgründe hierfür sind insgesamt gesunkene staatliche Abgaben und Umlagen, z.B. aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), sowie insbesondere verminderte eigene Beschaffungskosten und gefallene Börsenpreise.

Diese Vorteile gibt der Energiedienstleister an seine Kunden weiter und kann somit die aufgrund einer besonderen Netzsituation erheblich steigenden Netzentgelte auffangen. Auch die Gaspreise von Mark-E bleiben in den Grundversorgungs- und Sondertarifen mit Wirkung zum 1. Januar 2015 stabil.

Noch vor vier Wochen hatte die Mark-E-Muttergesellschaft ENERVIE mit „teilweise erheblichen Kostenbelastungen“ für 2015 gedroht. Dass die seit Jahren fallenden Preise an der Leipziger Strombörse an die Kunden weitergegeben werden, war lange überfällig und führt jetzt wenigstens zu keiner weiteren Erhöhung der Tarife.

Die (vorläufige) Kehrtwende in der Preispolitik von Mark-E/ENERVIE dürfte auf den zunehmenden Druck zurückzuführen sein, dem sich der Energieversorger ausgesetzt sieht.

In Hagen hatten sich Vorstandschef Ivo Grünhagen und seine Mit-Stromer zuletzt mit ihrem Plan unbeliebt gemacht, das Wasserwerk Hengstey zu schließen. In Lüdenscheid hätten sie sich gern das Netz der Wasserleitungen unter den Nagel gerissen, was den Lüdenscheidern aber gar nicht gefällt.

In Schwerte, Iserlohn und Hemer will ENERVIE die sogenannten Netzentgelte mehr als verdoppeln. Auch das stößt auf Widerstand. Nach dem Willen der Stadtwerke in Iserlohn, Schwerte und Hemer sollen „im Verbund mit den drei Kommunen nunmehr alle rechtlich möglichen Schritte überprüfen werden, um gegen die Erhöhung vorzugehen, für die es seitens der zuständigen Bundesnetzagentur bisher offensichtlich keine offizielle Genehmigung gebe, sondern nur eine Art Duldung“, wie die örtliche Presse schrieb.

Auch für Hagen bedeutet die aktuelle Ankündigung von Mark-E keineswegs Entwarnung. Stabil bleiben sollen die Strompreise ja nur ab 1. Januar 2015. Was zwei Monate später ist, weiß heute niemand.

Eine Antwort to “Mark-E: Strom- und Gaspreise bleiben konstant – vorerst”

  1. A. Quatermain Says:

    Ehe hier einige das Geld schon für Weihnachtsgeschenke verplanen,

    die EEG-Umlage sinkt pro kw/h um 0,57 Eurocent.

    Oder um 0,0057 Euro pro kw/h !

    Bei einen jährlichen Stromverbrauch von 3000kw/h macht dieses nach

    Adam Ries, 17,10 EURO.

    Das ganze natürlich ohne Märchensteuer.

    Nach zu lesen bei ihrem Strompreis-Verbrauchsportal des Vertrauen. Aber so wie ich unsere Schwester und Brüder in Berlin kenne, lassen die sich doch nicht die gekürzte MwSt. wegnehmen.

    Aber neben der EEG-Umlage und MwSt. sind ja noch genug andere lustige Sachen in der Stromrechnung enthalten.
    Zählermiete und Netzabgabe fallen mir spontan ein.

    Auch das Entsorgen von Schrott- Atommeilern lassen sich die Großen 4 von den Verbrauchern bezahlen.
    Jeden Tag, wo so ein abgeschriebener Meiler weiter läuft,
    wie z.B. Brunsbüttel oder Neckar-Kornwestheim,
    bringt 1 Million Euro mehr für die Aktionäre.

    Die Tage noch ein Bericht im Fernsehen gesehen, von wem und warum wir dieses Kartell der 4 zu ertragen haben.

    Seit den 50er Jahren ist der Kampf/Werbespruch der
    Großen 4 (ehemals 8,) ob damals in Schwarzweiß, oder heute in Farbe:

    „Es geht um unsere Stromsicherheit !!!!!“

    Jedenfalls läuft die Braunkohle die nächsten 35 Jahre noch über die Förderbänder in der Lausitz und Kölner Börde.

    Der Politik sei dank!

    Und ob für Triangel in Lünen oder EON in *Datteln,
    wegen der Steinkohle-Verfeuerung in deren Kraftwerken,

    ganze Bergkuppen in Kolumbien oder China weggesprengt werden, schei.. was drauf.
    Man ahnt es schon:

    „Es geht immer hin um unsere Stromsicherheit !!!!!“

    * In Datteln wurde das Steinkohlekraftwerk, „NUR“ 5 Kilometer an der Falschen Stelle errichtet.
    Man stelle sich nur mal einen Privaten Bauherrn vor, der „NUR“
    50 Zentimeter falsch gebaut hat.

    Abriss wäre die Folge.

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