Kapitulation

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Jahrelang hat uns das verlustreiche Zinswetten-Desaster der Stadt beschäftigt. Wir haben aufgeklärt. Wir haben komplexe Derivatgeschäfte zu erläutern versucht. Wir haben – ohne Wirkung – die Frage nach den Verantwortlichen gestellt. Und wir haben eine teure und erfolglose Juristerei begleitet.

Jetzt kapitulieren wir. Auch vor jenen Politikern aus Reihen der großen Parteien, die lange Jahre ein ernsthaftes Interesse an Aufarbeitung vermissen ließen und sich letztlich durchgesetzt haben. (…)

Und jetzt hat auch die Staatsanwaltschaft mitgeteilt, dass keine Anhaltspunkte für Ermittlungen gegen Mitarbeiter der Deutschen Bank wegen einer abgesprochenen Falschaussage im Prozess gegen die Stadt vorliegen. (…)

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Es bewahrheitet sich der alte Spruch „Die Kleinen hängt man, die Großen läßt man laufen“. Schäden von ein Euro fuffzig werden verfolgt, 42 Millionen spielen keine Rolle.

Eine Antwort to “Kapitulation”

  1. A. Quatermain Says:

    Ach was waren damals die Oberen der Stadt Hagen, nebst ihrer Verwaltung froh, das sie ihren Braunen Hals, pardon Gierigen Hals und ihren Arsch durch einen Vergleich mit ein paar Milliönchen Euro retten konnten.

    Angefangen bei Opa H, seines Zeichen damaliger OB,
    über das entfleuchte Katrinchen, G. von der CDU,
    die Roten in Gestalt von T. über D. bis zu dem Dicken aus Haspe.
    (Man verzeihe mir Namen in Gestalt der Anfangsbuchstaben.
    Aber jeder Informierte weiß, wer gemeint ist.)

    Das Geld ging zwar für Rechtsanwälte auf, aber die Hagener Politik und Verwaltung war glücklich.
    Sie mussten sich zwar vom Gericht bestätigen lassen, das Sie alle keine Ahnung von Derivat-Geschäfte hatten und haben,
    aber was soll es.

    War ja nicht ihre Knete.

    Erstaunt waren sie nur, das mehrere Gerichte,
    den Gemeinden und Städte, die auch mit dieser Bank Derivat-Geschäfte machten, denen ihren Verlust voll per Urteil, ersetzte.

    Da wollte die Stadt Hagen auch mitspielen.
    Also wurden für viel Geld wieder Rechtsanwälte in Stellung gebracht. Pech nur für die Hagener Seite.

    Da ein Vergleich abgeschlossen wurde, gibt es im nach hinein,
    keine Möglichkeit zu einer (Anschluss-) Klage.

    So wurde noch ein weiteres mal das Geld der Steuerzahler aus Hagen verbrannt.

    Ns. Es gab mal in Rheinland Pfalz einen Finanzminister.
    Der hatte mit seinen Chef Kurt B. als MP, mal eben 380 Millionen Euro Steuergeld in den Umbau des Nürburg-Ringes gesteckt.

    „Das Geld bekommen wir wieder, keinen Verlust für den Steuerzahler“,

    tönten alle beide in Presse, Funk und Fernsehen.
    Sogar einen nichtsnutzigen Jüngling einer Hotel-Sippe wurde Geld in den Rachen geworfen. Man munkelt hier von 35 Millionen.
    Pech für beide, das der Nürburg-Ring Insolvent anmelden musste.
    Der Neu-Investor soll ja auch sehr klamm sein, laut Insolventverwalter. Der kann noch nicht einmal die Anzahlung bedienen. Auch nur heiße Luft.

    Jedenfalls der Ex-Finanzminister hätte es sich nicht träumen lassen, das er jetzt für mehrere Jahre,
    gesiebte Luft ein atmen darf.

    Und was macht der Ex-Landesvater Kurt B.?
    Der ist jetzt Lobbyist bei einer Pharmabude.

    Der benötigt jetzt Kopfschmerztabletten en Mass.
    Weil er wartet darauf, ob sich ein Staatsanwalt traut, gegen ihn Anklage für zig Vergehen, zum Schaden des Landes Rheinland Pfalz, seinen Bürgerinnen und seinen Bürger, ein zu leiten.

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