Klatsche für Grünhagen

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OB Schulz stellt klar: Zukunft der Wasserversorgung in Hagen nicht entschieden!

Erst maßlose Forderungen nach Gehaltserhöhung, jetzt ein offenbar nicht abgestimmter Plan, das Wasserwerk Hengstey aufzugeben: Ivo Grünhagen hat den Bogen überspannt. Die Reaktion erfolgte prompt: Die Stadt Hagen hat die Haltung des Vorstandssprechers der Enervie AG zur Zukunft der Wasserversorgung in Hagen lediglich „zur Kenntnis genommen“. Und nicht nur das.

Oberbürgermeister Erik O. Schulz stellt in diesem Zusammenhang ausdrücklich klar, dass diese möglicherweise konkreten Absichten das Wasserwerk Hengstey zu schließen, keine Vorwegnahme des Votums der zuständigen politischen Gremien bedeuten können. Zumal der OB besonders wert darauf legt, dass die politischen Gremien, wie von ihm zugesagt, möglichst weitgehend in den Prozess der Entscheidungsfindung eingebunden werden.

Fragen dieser Tragweite würden, so Schulz weiter, erst nach intensiver Beratung der Gesellschafter und politischen Gremien entschieden. Zum jetzigen Zeitpunkt seien weder über die Zukunft des Wasserwerkes Hengstey, noch über die grundsätzliche künftige Ausrichtung der Wasserversorgung in Hagen Entscheidungen gefallen.

Ferner wies der OB darauf hin, dass der Vorstandssprecher der Enervie AG die Gelegenheit erhalten werde, seine „Überlegungen“ am kommenden Donnerstag, 18. September, im nicht-öffentlichen Teil der Ratssitzung ausführlich darzulegen.

Die schnelle und deutliche Reaktion des neuen Hagener Oberbürgermeisters kann als eine Rückkehr zum Primat der Politik im sogenannten „Konzern Stadt“ gedeutet werden. Wenn Erik O. Schulz diese Linie konsequent durchhält und er die nötige Rückendeckung aus dem Stadtrat bekommt, wäre das ein Dämpfer für allzu selbstherrlich agierende Geschäftsführer städtischer Gesellschaften.

Die durften jahrelang eigenmächtig vor sich hin werkeln und glauben, sie seien CEO („Chief Executive Officer“) in einem Profit Shop und nicht Leitende Angestellte in Bereichen der kommunalen Daseinsvorsorge. Dazu garniert mit einem Einkommen, das durchaus – wie im Fall Grünhagen – über dem der Bundeskanzlerin liegen kann.

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