Archive for August 2014

Drei Ausstellungen im Osthaus-Museum

20. August 2014

Gleich im Dreierpack präsentiert das Osthaus-Museum bis zum 2. November 2014 in seinen Räumen: Einen Künstler des Friedens, expressionistische Grüße und ein deutsch-ägyptisches Erbe.

Ausstellungseröffnung: Samstag, 23. August, 16:00 Uhr

Bernd Schwarzer: Poesie und Realismus

Anlässlich seines 60. Geburtstages widmet das Osthaus Museum Hagen dem bedeutenden Farbmaler Bernd Schwarzer eine Ausstellung, in dem es ein Konvolut seiner Arbeiten aus den letzten 40 Jahren zeigt.

Der Düsseldorfer Maler, Zeichner und Bildhauer interpretiert auf eine spezifische Art Themen der europäischen Zeitgeschichte in einer mal realistisch, mal abstrakt zu nennenden Weise und dies im Medium unterschiedlicher Formate – je nach motivischer Voraussetzung.

In der Ausstellung „Weltenbrand. Hagen 1914“ zeigte Schwarzer im Osthaus Museum im Frühjahr 2014 bereits einige seiner eindrücklichen kleinformatigen Arbeiten, die 1977 nach einer Reise mit seinem Lehrer Gerhard Hoehme nach Verdun entstanden sind. Der harte Realismus der Landschaft dieses Ortes mit seinen schier unzähligen weißen und schwarzen Kreuzen hat den jungen Maler damals nachhaltig geprägt, so dass er im Laufe der Jahrzehnte eine spezifische Ikonographie für sein Kunstwollen entwickelte.

Daher ist es in einer retrospektiven Schau immer auch von Bedeutung, dass diese Werke präsentiert werden, denn diese sind Voraussetzung für seine späteren farbdominanten Arbeiten. Auch wenn in einem der früheren Arbeiten wie „Verbranntes Deutschland (Europa), (Blau – Gold – Rot – Schwarz)“, die wir auch im Rahmen dieser Schau zeigen, die Farbe als Gestaltungselement bestimmend ist, so entwickelt sich das Bildmotiv hier aus einer Postkartenansicht mit Kreuzen aus Verdun. Das fotografierte und millionenfach aufgelegte Motiv erfährt in diesem Werk eine Höherstufung zu einem künstlerischen Materialbild und war Impulsgeber für viele spätere Werke des Malers.

Ein Bekenntnis zu Russland, einem Land, in dem Bernd Schwarzer mehrmals in bedeutenden Museen – wie dem Russischen Museum in St. Petersburg – ausgestellt hat, offenbart das großformatige Werk „Ich liebe Russland (Europaherz, Gold – Blau)“ aus 2003. Inmitten einer Karte dieses kulturgeprägten Landes hat Schwarzer malerisch ein Herz aufgesetzt, in dem seine Liebe sich in Kyrillisch äußert.

Bernd Schwarzer ist ein Künstler des Friedens, der sich gerne in seiner Kunst mit Weltdingen beschäftigt. Er ist von der Idee der Freiheit durchdrungen, die sich symbolisch in der fahrbaren Skulptur „Amerikanisch – Europäische – Russische Freiheitsstatue (Gold – Blau) aus den Jahren 1994 – 2003 wiederspiegelt.

Kirchner, Schmidt-Rottluff, Heckel und Pechstein lassen grüßen!

Aus der Sammlung des Brücke-Museums in Berlin präsentiert das Osthaus Museum Hagen 50 Künstlerpostkarten der 1905 in Dresden gegründeten expressionistischen Künstlergruppe „Brücke“.

Die Postkarten der „Brücke“-Maler sind nicht nur kulturgeschichtliche Dokumente, sondern auch Kunstwerke im Miniformat – sie sind sozusagen künstlerische wie dokumentarische Zeugnisse besonderer Art. Die Künstlerpostkarten präsentieren ein Panorama der „Brücke“-Kunst sowie ihrer Themen und Motive, ihrer Entwicklungen und ihrer stilistischen Errungenschaften. Die Geschichte der expressionistischen Künstlergruppe lässt sich anhand dieser Arbeiten in all ihren Aspekten nachvollziehen.

Susan Hefuna: Buildings

Die 1962 geborene deutsch-ägyptische Künstlerin Susan Hefuna zeigt 110 Arbeiten auf Papier aus den letzten 20 Jahren sowie eine Wandskulptur aus Bronze.

In ihren sehr vielschichtigen Arbeiten, die man als Bildgedichte nicht treffender bezeichnen kann und deren Prinzip Einfachheit heißt, drückt sich sowohl das deutsche wie auch das ägyptische Erbe der in beiden Ländern lebenden und arbeitenden Künstlerin aus. In ihren Arbeiten benutzt Susan Hefuna kulturübergreifende Codes und bietet so ein breites Spektrum an Reflexionen an, die wiederum intellektuelle und emotionale Brückenschläge ermöglichen.

Ein immer wiederkehrendes Motiv in Susan Hefunas Arbeiten ist ein Fenstergitter – ägyptisch: Mashrabiya – welches in der traditionellen Architektur eine wichtige Rolle spielt. In vielerlei Variationen – und doch immer wieder anders – wiederholt sich in diesen Arbeiten dieses besondere Motiv.

Weitere Informationen: Osthaus-Museum Hagen

Wehringhausen präsentiert versteckte Oasen

19. August 2014

Tag der offenen Hinterhöfe

Hinter hohen Fassaden lockt das kleine Gartenparadies: Der „Tag der offenen Hinterhöfe“ in Hagen-Wehringhausen lädt am Sonntag, 24. August 2014, von 11 bis 19 Uhr ein, die versteckten Alltagsoasen zu entdecken.

Im Rahmen der ehrenamtlich organisierten Aktion können Bürger und Besucher die Hinterhöfe im multikulturell geprägten Stadtteil entdecken. Hausbesitzer und Mieter haben dort zum Beispiel einen asiatischen Garten, einen Kübel-Garten oder ein Schattenreich aus Hortensien angelegt.

Hausgemeinschaften aus dem Stadtteil organisieren ein vielfältiges Programm: Fotoausstellungen, Konzerte und Yoga-Sessions laden in den Hinterhöfen und Gärten zum Mitmachen ein.

Alle Orte und weitere Informationen: http://www.tag-der-offenen-hinterhoefe.de/

Endlich ein Job für Euren Glossenschreiber!

18. August 2014

Hagen-Glosse von Christoph Rösner

„Die interessanteste Stellenausschreibung der Stadt“ – schwadroniert Moritz Padberg vom Festkomitee Hagener Karneval.

Ja das ist doch mal ne Nachricht! Euer Schreiber musste sich mehrmals die Augen reiben, bis er begriff, was er da las. Mike Fiebig wieder, der hat aber auch den (zweit-)interessantesten Job in Hagen. Denn der darf sich mit den wirklich wichtigen Themen beschäftigen und kriegt auch noch Geld dafür.

Anders als beim interessantesten Job in Hagen. Karnevalsprinz!!! Es gibt nur einen kleinen, unwesentlichen Unterschied. Der Prinz muss Kohle mitbringen! 4000 €!

Jetzt hat Euer Glossenschreiber leider keine 4000 übrig, wiewohl er die sofort für diesen Job raushauen würde, aber dann kam ihm eine Idee, die er Euch nicht vorenthalten will. Damit dieser allerwichtigste Job in Hagen auch vergeben werden kann – denn Gott bewahre, was passiert, wenn das nicht passiert! – ruft er ein Startup ins Leben, sprich, startet eine Crowd-Funding-Aktion.

In den USA verkündete kürzlich Zack „Danger“ Brown aus Columbus in Ohio, er liebe Kartoffelsalat, auf dem Crowdfunding-Portal Kickstarter.com. Da er aber selbst noch nie einen zubereitet habe, brauche er zehn Dollar, für die er sich an Kickstarter wendete. Dass Zack Brown innerhalb weniger Stunden 46.000 Dollar zusammen hatte, ist KEIN Witz!

Da sollte es doch mit dem Teufel zugehen, wenn Euer Glossenschreiber für sein hehres Projekt „Karnevalsprinz“ nicht wenigstens die schlappen 4000 € zusammenkriegte, oder? Kartoffelsalat oder Karnevalsprinz? Was ist wichtiger?

Man könnte ganz sicher, der Wichtigkeit angemessen, von einem Erlös von, sagen wir, 120.000 € ausgehen, oder? Also, Euer Schreiber wird jetzt Prinz und verbindet sein Vorgehen mit einem heiligen Versprechen. Alle €s, die über die geforderten 4000 reinkommen, spendet er im Zuge seiner Inthronisierung … nein! Nicht Gerbersmann und Schulz! Die „haben ihre Hausaufgaben ja gemacht.“ Und was ist schon eine drohende Haushaltssperre gegen eine 5. Jahreszeit in der Karnevalshochburg Hagen ohne Prinzen!

Nein, alle überschüssigen €s spendet Euer Schreiber gerecht allen in Hagen (über-)lebenden, freischaffenden Künstlern, wobei er selbst dann auch ein paar davon abkriegen würde. Und als Dank wird er dann in Unterhose, nüchtern und mit Uniformjacke an der Bahnhofshinterfahrung den Verkehr regeln und sich danach gemeinsam mit den Ordnungskräften die Kante geben, auf einen gelungenen Start in die Session 14/15!

Also! Spenden und weiter lächeln! Hagau!

Röspel fordert schnellere Bundes-Hilfe für Hagen

18. August 2014

Der Bericht über die dramatisch einbrechende Gewerbesteuer macht nach Ansicht des Hagener SPD-Bundestagsabgeordneten René Röspel deutlich, „wie dringend notwendig die Entlastung der Städte von Sozial-Leistungen ist, die der Bund ihnen ohne Gegenleistung aufgebürdet hat.“

Im Koalitionsvertrag habe die SPD daher durchgesetzt, dass die Kommunen ab 2015 eine Milliarde Euro pro Jahr zusätzlich aus dem Bundeshaushalt erhalten. 2016 soll dann per Gesetz festgelegt werden, diese Summe auf fünf Milliarden anzuheben. „CDU und CSU meinen nun, dass diese Erhöhung erst 2018, also nach der nächsten Bundestagswahl kommen soll“, kritisiert Röspel: „So lange können Städte wie Hagen nicht warten.“

Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) habe laut Röspel deshalb bei den Haushaltsberatungen im Kabinett deutlich gemacht, dass die SPD-geführten Ministerien darauf bestehen, die Städte bereits 2017 um zusätzliche zwei Milliarden zu entlasten: „Die SPD-Abgeordneten aus dem Ruhrgebiet arbeiten daran, dass sogar die volle Entlastung schon 2017 fließt.“ Für Hagen werde das wohl ein Betrag „im zweistelligen Millionen-Bereich“ sein.

Jetzt gehe es darum, dass sich auch die Bundestagsabgeordneten der anderen Parteien aus dem Ruhrgebiet bei Finanzminister Schäuble für eine frühere Entlastung der Kommunen einsetzen.

Muschelsalat 2014: Evolution! Evolution?

17. August 2014

Begehbare Lichtinstallation von Lichtkünstler Jörg Rost mit Live-Musik und Überraschungen

Mittwoch, 20.08.2014, 21:00 Uhr, Wasserschloss Werdringen

Das Wasserschloss, und vor allem die umliegende Natur, werden zur märchenhaften Bühne. Hierbei wird der Bezug zum Museum für Ur- und Frühgeschichte im Wasserschloss Werdringen hergestellt, das in diesem Jahr sein 10-Jähriges Bestehen feiert.

Hagens spannende urzeitliche Geschichte ist Bestandteil der Gesamtinszenierung sowie der einzelnen Figuren. Beim Rundgang um das Schloss begegnet man archäologischen Grabungsstätten, Waldmenschen, riesenhaften Pilzen und anderen Gestalten, die sich, jeder für sich, in absurden Wiederholungsriten üben. Hierbei verschwimmen die Grenzen zwischen Traum und Realität.

Die Inszenierung thematisiert auf einfühlsame und humoristische Weise die geltenden gesellschaftlichen Normen und setzt diese in Kontrast zur Entwicklung des Individuums. Die Zuschauer driften gemeinsam mit den Protagonisten in eine mythische Anderswelt.

Mit freundlicher Unterstützung der Bezirksvertretung Nord.
Ein Pendelbus wird ab 19 Uhr vom Parkplatz Toys ′r′ us eingesetzt.

30 Millionen fehlen: Hagen droht die Haushaltssperre

16. August 2014

Der Stadt Hagen droht ein ungeplantes Haushaltsloch in Millionenhöhe: Statt geplanter Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 89,6 Millionen Euro sind es zum jetzigen Zeitpunkt nur noch 57,8 Millionen Euro, mit denen Kämmerer Christoph Gerbersmann rechnen kann.

Der Controllingbericht für den Haushalt zum 30. Juni, der seit Anfang August vorliegt, verdeutlicht die Zahlen: Der ursprünglich eingeplante Fehlbetrag des Haushalts liegt bei 21,5 Millionen. Selbst im günstigsten Fall rechnet Gerbersmann zum Jahresende mit einem Fehlbetrag von weiteren 18 Millionen – ab einem Gesamtfehlbetrag von 33,1 Millionen wäre die Stadt zu einem Nachtragshaushalt verpflichtet. Nun droht ab September die Haushaltssperre. (…)

Quelle: Lokalkompass Hagen

In Hagen Einbruch bei Gewerbesteuer

16. August 2014

Hiobsbotschaft für die Hagener Stadtfinanzen: Die Gewerbesteuereinnahmen werden in diesem Jahr deutlich einbrechen. Im Rathaus wird aktuell mit 20 Millionen Euro weniger gerechnet.

Die Stadt hatte für dieses Jahr mit knapp 90 Millionen Euro Einnahmen gerechnet. Bislang sind es aber nur 57,8 Millionen Euro. Und die Kämmerei rechnet auch nicht damit, dass es am Ende des Jahres – im besten Fall – mehr als 70 Millionen Euro sein werden. (…)

Quelle: DerWesten

Appell aus Düsseldorf an Hagens SPD

16. August 2014

Die internen Streitereien der SPD Hagen, nach denen zuletzt auch Peter Mook die Partei verließ, haben jetzt die Landespartei auf den Plan gerufen. Nachdem einige frustrierte Mitglieder Briefe an Ministerpräsidentin Hannelore Kraft geschickt hatten, reagierte der Landesvorstand in Düsseldorf.

Während Parteivorsitzender Timo Schisanowski und Fraktionsvorsitzender Mark Krippner mit einigen Genossen auf Mallorca weilten, bat NRW-Generalsekretär André Stinka am Freitag den Hagener Geschäftsführer Robin Baranski zu einem klärenden Gespräch nach Düsseldorf. Themen waren unter anderem die kritisierten Ausnahmegenehmigungen für die Mitgliedschaften in den Ortsvereinen Altenhagen und Wehringhausen sowie die Rechtmäßigkeit des vorgezogenen Parteitages am 30. August. (…)

Quelle: Lokalkompass Hagen

Das Hengsteybad wieder zum See hin öffnen

16. August 2014

Wünsche, Vorschläge und Konzepte ranken sich seit Jahrzehnten rund um den Hengsteysee. Doch wenn es darum geht, Kreatives konsequent umzusetzen, werden Bombenideen bislang meist schnell zu Rohrkrepierern.

„Damit muss jetzt endlich mal Schluss sein“, will Jörg Meier (SPD), stellvertretender Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschusses und gleichzeitig Chef der neu ins Leben gerufenen SPD-Arbeitsgruppe „Naherholungsgebiet Hengsteysee“, noch einmal einen Versuch wagen, einen roten Faden zu entwickeln.

„Es gibt so viele Vorstöße rund um den See und das Böhfeld, die in den Schubladen schlummern: mal Gewerbenutzung, mal Autohof, mal Fischer-Tangente, mal Dino-Park. Wir wollen für die nächsten 20, 30 Jahre – also die Zeitspanne einer Generation – eine Vision entwickeln, die dann endlich einmal stringent verfolgt wird.“ (…)

Quelle: DerWesten

Da will auch die CDU nicht abseits stehen:

CDU – Cargobeamer und Freizeitnutzung profitieren voneinander

Es bekommt Bewegung in die Zukunftsplanungen für den Hengsteysee. Nicht nur die SPD macht sich in einer Arbeitsgruppe Gedanken, auch die CDU hat einen Arbeitskreis „Freizeitnutzung Hengsteysee“ gegründet und ein Positionspapier entwickelt. (…)

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Leider ist es so wie immer. Kaum wird eine sinnvolle Diskussion angestoßen, betreten stante pede auch wieder die Bedröhnten die öffentliche Bühne. Diesmal mit dem umwerfenden Vorschlag: „Aussichtstürme mit Blick auf den Cargobeamer könnten zur Attraktion werden.“

 

„Hagen ist gespannt“ – Komisch, Euer Autor so gar nicht

15. August 2014

Hagen-Glosse von Christoph Rösner

Nun wird es doch endlich wieder Zeit, dass sich Euer Glossenschreiber mal wieder zu Wort meldet. Er hatte noch so viel Material nach der Hagener Bürgermeisterwahl, aber das ist ja jetzt gegelter Würzburger Schnee von gestern.

Denn „Hagen ist gespannt“, so Mike Fiebig in „Der Westen“ am 13. August. Warum ist laut Fiebig eine ganze Stadt gespannt? Weil die Eröffnung der Rathausgalerie ins sanierungsbedürftige Haus Hagen steht! Ist das nicht toll?!

Weitere 22.000 Quadratmeter und ganze 70 Shops und, und das ist das Beste überhaupt, mindestens 100.000 Besucher zur Eröffnung am 14. Oktober! Das wissen die jetzt schon! Haben die sich alle in einem bisher geheim gehaltenen Rekrutierungsbüro angemeldet? Wie werden die das hinkriegen, so logistisch, denn immerhin muss dann die neue Attraktion pro Stunde bei einer Öffnungszeit von 8 bis 20 Uhr rund 8333 Periode Besucher verkraften. Was, wenn einige von denen länger als eine Stunde bleiben und sich die Auslagen der nagelneuen Handy-, 1€- und Krempelshops angucken wollen.

Fragen über Fragen …also, weil das viel zu viele wichtige Fragen für Euren Glossenschreiber sind, ist er auch nicht gespannt auf den 14. Oktober. Und auch nicht auf die Weihnachtsdeko, die auf keinen Fall „von der Stange“ kommt. Denn das Management hat „für Hagen eigens eine besondere Deko konzipiert“, schwadroniert Center-Manager Christoph Höptner. Wann fangen die endlich an, für die Schrumpfstadt Hagen eigens Identität stiftende und Zukunft sichernde Konzepte zu konzipieren, fragt da Euer Schreiber.

Aber vielleicht wird ja doch noch alles gut, und wir kriegen einen dieser außergewöhnlich warmen Oktober, wie schon in den vergangenen Jahren, und dann werden am Eröffnungstag 100.000 Besucher schwitzend und so gar nicht nach Lebkuchen duftend durch die neue Attraktion flanieren, und alle werden frische Scheine ziehen bei der Märkischen Bank, watend in Bächen klebriger Schokolade und noch klebrigerem Zimtsternbrei, vorbei an den vom Management eigens dekorierten 70 Läden und dem verpassten Sommer im August nachtrauern.

Wird das ein Spaß werden, freut sich schon jetzt Euer Glossenschreiber und setzt sich vorsorglich schon mal ab auf die „Varta-Insel“, denn da soll demnächst ja die Wiege von Hagens neuer Leuchtturmwirkung aufgestellt werden. Ja!

Denn Michael Ellinghaus, Geschäftsführer der für Wirtschaftsförderung zuständigen Hagen-Agentur, hat die Studie der Beratungsgesellschaft PwC aufmerksam studiert, die bis zum Jahr 2030 den Verlust von 16,9 der Erwerbstätigen in Hagen prognostiziert, soviel wie nirgends sonst. Und nach Ellinghaus´ intensivem Studium der Studie kommt er zu dem markanten Schluss: „Das ist keine Tiefen-Analyse der Hagener Situation. Es wird rein mathematisch ein Zusammenhang zwischen Bevölkerungsrückgang und Beschäftigtenzahl errechnet. Das sagt aber nichts darüber aus, wie produktiv die Hagener Unternehmen auch im Jahr 2030 arbeiten werden.“ Wie soll denn solch ein Zusammenhang anders hergestellt werden? Sexuell etwa oder pathologisch?

Aber dann zieht Ellinghaus seinen Trumpf aus dem Ärmel: Die Varta-Insel! DAS neue Alleinstellungsmerkmal! Euer Glossenschreiber kann Euch gar nicht mehr sagen, wie ihm dieses Wort inzwischen auf den Senkel geht! Oder auch der schöne Begriff ´Leuchtturmprojekt´!

Auf der Varta-Insel liegt so unendlich viel Baumaterial herum, da könnten wir doch alle gemeinsam einen richtig großen, rot-weißen Leuchtturm bauen und ihn mitten auf der Insel platzieren. Das wäre mal ein Alleinstellungsmerkmal! Und dann kämen bestimmt auch mehr als 100.000 Leute, um sich den Schwachsinn anzugucken.

Also! Material sammeln und Leuchtturm bauen!

WP: Carsten Menzel zum Douglas-Konzern

15. August 2014

Das Unternehmen Douglas war einmal das, was treffend der Ausdruck Mischkonzern beschreibt: Die Marken unter dem gemeinsamen Konzerndach deckten die Sparten Süßwaren, Mode & Bekleidung, Schmuck, Bücher und Parfümerie ab. An der Spitze stand die Hagener Unternehmerfamilie Kreke. Das war einmal.

Mit dem Einstieg der US-amerikanischen Beteiligungsgesellschaft Advent Ende 2012 begann Schritt für Schritt die Zerschlagung des Konzerns. Eine Strategie, die der Familienpatriarch Jörn Kreke wohl nicht mehr mitgehen mochte: Er zieht sich jetzt als Aufsichtsratschef zurück.

Damit scheint die Frage beantwortet, wie groß der Einfluss der einstigen Inhaberfamilie im Unternehmen noch ist: Er nimmt stetig ab, obwohl Krekes Sohn Henning Vorstandschef ist. Die Richtung gibt allein Advent vor. Das Ziel der Bostoner ist klar: die Rückkehr von Douglas an die Börse. Nicht aus Prestigegründen. Sondern des Geldes wegen.

Dazu muss der Konzern börsentauglich gemacht werden: Unternehmensteile, die nicht den Gewinnerwartungen entsprechen, müssen weg. Um jeden Preis. Dem müssen sich auch Einstellungen unterordnen, die Familienunternehmern wichtig sind.

Insofern ist der Kreke-Abschied nicht eine Zeitenwende, sondern das endgültige Ende einer (Familien-)Ära. Das ist für die einstigen Inhaber schade – und beunruhigend für alle Mitarbeiter.

Douglas-Aufsichtsratschef gibt Posten ab

15. August 2014

Beim Handelskonzern Douglas will Aufsichtsratschef Jörn Kreke seinen Posten abgeben. Der 74-jährige Kreke wolle aus Altersgründen zum 30. September aus dem Amt scheiden, sagte eine Douglas-Sprecherin am Donnerstag und bestätigte damit einen Bericht der „Lebensmittel-Zeitung“. Die Familie Kreke hatte den Konzern mit seinen Parfümerien, Juwelier-Geschäften und Buchhandlungen geprägt, Krekes Sohn Henning ist Vorstandsvorsitzender. (…)

Quelle: Handelsblatt

Denkanstöße in der Stadthalle

15. August 2014

Dritte Kulturkonferenz Ruhr setzt sich mit der Verbindung von Klima und Kultur auseinander

Wie sieht das Klima der Zukunft aus? Wie wird sich unsere Gesellschaft vor diesem Hintergrund verändern? Und wie wollen wir in der Stadt von morgen leben?

Diese Fragen stehen im Fokus der dritten Kulturkonferenz Ruhr am 30. September in der Stadthalle Hagen. Gastgeber sind der Regionalverband Ruhr (RVR) und das NRW-Kulturministerium. Eingebunden ist die Konferenz in die Auftaktwoche des auf acht Jahre angelegten Leitprojekts klimametropole RUHR 2022 des RVR.

Beispielhafte Projekte und Initiativen sollen Denkanstöße für die Diskussion zur Rolle von Kunst und Kultur für die Zukunft der Gesellschaft geben. So stellt das Goethe-Institut Ergebnisse der künstlerischen und wissenschaftlichen Auseinandersetzung zum Thema „Kultur und Klimawandel“ vor. Präsentiert werden auch Projekte wie die Ausstellung Emscherkunst, das Festival n.a.t.u.r. oder der Verein „Die Urbanisten“.

Die Anmeldung für die dritte Kulturkonferenz ist ab dem 19. August online unter www.kulturkonferenz.metropoleruhr.de möglich. Dort auch weitere Infos.

Vom Regen in die Traufe

14. August 2014

Jörg Dehm bleibt im vertrauten Beritt: Vom OB einer Pleite-Kommune zum Partner einer angeschlagenen AG

Der Pressebericht vom Dienstag deutete es nur zart an. Der Hagener Ex-OB Jörg Dehm habe ein neues Betätigungsfeld als „Senior Partner“ des Unternehmens seines „langjährigen Freundes“ Frank Oesterwind, der Mülheimer Enerson AG, gefunden. Dort gebe es allerdings „wirtschaftliche Probleme“.

Was die Hagener Presse nicht berichtete: Die „Probleme“ sind mit Aktenzeichen bestückt: 63 IN 206/13, 63 IN 207/13 und 63 IN 229/13. Darunter werden im Zusammenhang mit der Enerson AG Insolvenzverfahren beim zuständigen Insolvenzgericht Duisburg geführt.

Dabei hatte es wie üblich so gut angefangen. Im Mai 2012 jubelte der Mülheimer Ableger der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ): „Enerson AG bringt Jobmotor nach Saarn“, einen Stadtteil von Mülheim. Die Firma wolle ihre Belegschaft um 100 Mitarbeiter aufstocken. Es habe eine große „Vorstellungsrunde mit Medienvertretern, Wirtschaftsförderung und Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld“ gegeben. „Mittlerweile sind wir schon wer“, stellte Vorstandsvorsitzender Oesterwind fest.

Das vollmundige Versprechen hielt nicht lange, im Oktober 2013 musste für eine Tochtergesellschaft die Insolvenz angemeldet werden. Schuld soll die Energiewende gewesen sein. Die AG als „Dach“ des Unternehmens ging – angeblich aus juristischen Gründen – mit ins Verfahren. Oesterwind führte zur Begründung an: „So konnten wir auch in der Zentrale Kosten reduzieren.“

Die WAZ berichtete im Januar 2014 wohlwollend unter dem Titel „Enerson AG will die Krise überwinden“: „Die kurzzeitige Planinsolvenz mit der vorübergehenden Zahlung von Gehältern durch die Agentur für Arbeit sei ein gutes Verfahren, urteilt Frank Oesterwind. „Das hat viele positive Aspekte. Davor muss man auch keine Angst haben.“ Mit 200 Mitarbeitern in Zentrale und Tochterfirmen war die Enerson AG in Mülheim gestartet, 60 Arbeitsplätze wurden bereits vor dem Antrag auf ein Insolvenzverfahren abgebaut.“ Kritische Nachfragen? Fehlanzeige. Dabei sollten doch eigentlich 100 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.

Am 23. April 2014 wurde laut Angabe des Duisburger Gerichts das Insolvenzverfahren gegen die Enerson Operations GmbH aufgehoben, nachdem die Bestätigung des Insolvenzplans vom 04.03.2014 rechtskräftig geworden war. Aber die Freude währte nicht allzu lange.

Am 9. Juli titelte die Mülheimer Ausgabe der WAZ: „Nach Schutzschirm folgen Entlassungen bei Enerson-Tochter in Mülheim“. Weiter heißt es: „Das neue Konzept für die Tochterfirma der Enerson AG erwies sich als nicht tragfähig. Erst Ende März waren Insolvenzplan und Schutzschirm für das Mülheimer Unternehmen genehmigt worden, jetzt wurden Mitarbeiter der Tochter entlassen. Das übrige Geschäft der Enerson-Gruppe läuft weiter.

Es ist erst wenige Monate her, seit die Mitarbeiter der Enerson Operations GmbH einen Hoffnungsstreif am Horizont gesehen haben. Im März stimmten die Gläubiger dem Insolvenzplan für die Tochterfirma von Enerson zu, man freute sich über den Erhalt der Firma und der Arbeitsplätze. Doch die Hoffnung war vergebens: Die Mitarbeiter haben inzwischen ihre Kündigung erhalten, manche warten noch auf ihren Lohn von Juni.“

Sieben Tage später gab die Enerson AG den Einstieg ihres neuen Partners Jörg Dehm bekannt, garniert mit den szenetypischen Floskeln:

„Jörg Dehm hat im Rahmen seiner 35-jährigen Tätigkeit für drei unterschiedliche Kommunen umfangreiche Erfahrungen in allen Bereichen kommunalen Handelns erworben. Seine Schwerpunkte lagen im Bereich der Haushaltssanierung und der Beteiligungsentwicklung. Als Oberbürgermeister einer Stadt im Stärkungspakt hat er die bereits als Stadtkämmerer erworbenen Sanierungserfahrungen vertiefen können. Erfahrungen bringt er zudem in Fragen von Organisationsoptimierung, Outsourcing und Rekommunalisierung ein wie auch bei den Themen Stadtentwicklung, Öffentliches Bauen oder Schulentwicklung.

Für Jörg Dehm steht im Vordergrund, dass gemeinsam mit dem Kompetenzteam der enerson ein ganzheitliches Beratungsangebot mit größtmöglichem Nutzen für die Kommunen umgesetzt werden kann.

Dazu gehört, neben den strategischen und operativen Fragen im Rahmen von Veränderungsprozessen die beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Fokus zu nehmen. Dehm weiß aus einer Vielzahl von eigenen Projekten, dass die richtigen Konzepte ohne eine gezielte Personalentwicklung und –unterstützung selten erfolgreich umgesetzt werden.

enerson-Vorstand Frank Oesterwind sieht das Geschäftsfeld von enerson kommunal als sinnvolle Ergänzung zu den bisherigen Aufgaben der Gruppe. „In Synergie zu unseren etablierten Geschäftsbereichen können wir mit den Erfahrungen und Kompetenzen von Jörg Dehm können wir den Kommunen ein ganzheitliches Beratungsangebot mit größtmöglichem Nutzen bieten.“, so Frank Oesterwind.“

So wächst zusammen, was zusammen gehört. Na denn: Frohes Gelingen.

Piraten und „Bürger für Hohenlimburg“ verklagen Stadt Hagen

14. August 2014

Thorsten Kiszkenow von der Piratenpartei und Frank Schmidt von den Bürgern für Hohenlimburg haben die Stadt Hagen verklagt. Die hatten den beiden den Status einer gemeinsamen Ratsgruppe versagt. Doch sie verweisen auf gemeinsame Inhalte. Jetzt müssen die Richter entscheiden. (…)

Quelle: DerWesten

Anne Hefer: „…im Weiten unterwegs…“

14. August 2014

HAGENRING

Eröffnung der Ausstellung: Sonntag, 17. Aug. 2014, 11:00 Uhr
Einführung: Ariane Hackstein, Kunsthistorikerin M.A.
Ausstellungsdauer: 17. August 2014 bis 7. September 2014

„Nebulöse, schimärenhafte Visionen steigen auf, ich erlebe fremde Bilder mit vertrautem Gefühl. Es tauchen Erinnerungen an Bilder der Kunstgeschichte auf, ich denke an Seestücke, felsige Küsten, Landschaften, wie sie beispielsweise in der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts…oder in der englischen Malerei des frühen 19. Jahrhunderts zu finden sind. Doch auch dies sind nur Anmutungen, Analogien der Kompositionen, vergleichbare Gliederungen von Flächen und rhythmischen Strukturen… Jeglicher Versuch, die Schimären zu erklären, ist Widerspruch an sich. Das Thema ist reine Malerei, künstlerisches Ringen um Gestaltung im vorbildlichen Raum. Eine Malerei, die scheinbar im Vorstadium, im Prozeß zum gegenständlichen Bild entsteht. Anne Hefer malt keine Landschaften, doch transformiert und assimiliert sie entsprechende bildnerische Traditionen…“
Ariane Hackstein

HAGENRING-Galerie
Öffnungszeiten: Di -Fr 17-19 Uhr, So 11-13 Uhr u. n. Vereinbarung
Wippermann-Passage, Eilper Straße 71-75, 58091 Hagen
Fon: +49(0)2331-28779, info@hagenring.de, www.hagenring.de

Mit „Varta-Insel“ als Vision gegen Beschäftigungs-Absturz

13. August 2014

Eine Studie der Beratungsgesellschaft PwC malt ein düsteres Bild: Keine Ruhrgebiets-Stadt verliert demnach so viele Beschäftigte wie Hagen. Michael Ellinghaus von der Hagen-Agentur sieht Potenzial diese Zahlen zu widerlegen: Etwa mit den neuen Gewerbeflächen auf der „Varta-Insel“ als Leuchtturmprojekt. (…)

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Der Artikel belegt (unfreiwillig) sehr schön, woran es hierzulande hapert: Keine Konzepte, keine Ideen. Dafür als Ersatz reine Abwehrhaltung gegenüber störenden Zahlen, die von Dritten kommen, verbunden mit der gewohnten Phraseologie, die schon in der Vergangenheit eine lange Bremsspur des Scheiterns zum Nachteil der Stadt hinterlassen hat.

Den Hinweis auf die anscheinend erfolgreiche Konversion der Flächen des ehemaligen Phoenix-Stahlwerks in Dortmund-Hörde (vom Autor, WPWR-Lokalchef Michael Koch, überflüssigerweise mit dem Mottenkistenbegriff „Leuchttürme“ geadelt) kontert Michael Ellinghaus von der für Wirtschaftsförderung zuständigen „Hagen-Agentur“ auf eine an Volkverdummung grenzende Art und Weise.

„Wenn mit dem weiteren Bau der Bahnhofshinterfahrung das frühere Varta-Gelände neu erschlossen werde, dann biete sich Hagen eine Chance wie in Dortmund mit dem Phoenix-Areal,“ zitiert ihn indirekt die Zeitung. Darauf muss man erst einmal kommen.

Die betreffende Fläche war 100 Jahre verkehrstechnisch erschlossen, sowohl von der Straße als auch von der Schiene her. Letzteres jetzt nicht mehr – dank Bahnhofshinterfahrung. Die Erschließung hat sich also nicht verbessert, sondern verschlechtert.

Aber Ellinghaus weiß noch mehr (Vorsicht – Phrase Nummer 2): „Das ist ein Alleinstellungsmerkmal.“ Natürlich erst, „wenn die Bahnhofshinterfahrung fertig ist.“ So ganz „allein“ kann dieses „Merkmal“ aber nicht stehen, gibt es doch in unmittelbarer Nachbarschaft weitere Industriebrachen, auf die eine solche Beschreibung ebenfalls zutrifft: Das Areal des ehemaligen Schlachthofs (für kleines Geld an einen obskuren Investor verscherbelt und seit Jahren vor sich hin gammelnd), das Gelände der ehemaligen Schraubenfabrik Bauer & Schaurte (zum großen Teil abgerissen und genauso langjährig brachliegend) und die Fläche der Mark-E, die wohl dem gleichen Schicksal anheim fallen dürfte. Ob mit oder ohne Bahnhofshinterfahrung.

Ex-OB Jörg Dehm jetzt Partner von Beratungsgesellschaft

13. August 2014

Seit knapp zwei Monaten ist Jörg Dehm nicht mehr im Amt. Jetzt ist klar, was er künftig beruflich tun wird. Der frühere Oberbürgermeister von Hagen ist neuer „Senior Partner“ der Mülheimer Beratungsgesellschaft Enerson. (…)

Quelle: DerWesten

Stadtteilfest Wehringhausen

12. August 2014

Samstag, 16. 08. 2014, ab 15:00 Uhr, Wilhelmsplatz

Die Pelmke geht aus und lädt Gruppen, Initiativen und natürlich alle Menschen aus Wehringhausen und Hagen zum Fest auf den Wilhelmsplatz ein. Bunt, fröhlich, schräg und gediegen wird es zugehen.

Auf dem Platz und auf der Bühne werden sich Musiker und Kleinkünstler die Ehre geben, für Kinder gibt es was zu tun und das leibliche Wohl wird bei Speis und Trank auch nicht zu kurz kommen. Sehen und gesehen werden, alte und neue Freunde treffen, einfach quatschen und sich wohlfühlen.

Collectif Malunés – Sens Dessus Dessous

11. August 2014

Muschelsalat 2014: Flämische Akrobatik in Perfektion

Mittwoch, 13.08.2014, 20:00 Uhr, Stadtgarten

Collectif Malunés, eine junge, flämische Truppe, hat einen explosiven und charmanten Cocktail aus einer Wippe, einem fliegenden Trapez und einer Schaukel gemixt: Ein roter Wohnwagen, eine bunte Wäscheleine, eine junge Frau. Sie turnt auf dem Dach des Wohnwagens herum und weiß nicht was sie anziehen soll. Plötzlich purzeln drei junge Männer aus dem Wohnwagen und wirbeln auf Wippe, Rhönrad und Trapez – Akrobatik in Perfektion!

Die jungen Künstler von Collectif Malunés verführen das Publikum mit ihrem verrückten Upside-Down-Universum. »Sens Dessus Dessous« (was so viel heißt, wie ohne Unterwäsche) ist viel mehr als eine Aneinanderreihung von artistischen und akrobatischen Leistungen – eine wilde und verrückte Story! Und letztendlich stehen sie bei einem Striptease am Trapez tatsächlich (fast) ohne Unterwäsche da – köstlich und aufreibend zugleich!

Hagen verliert erheblich an Beschäftigung

10. August 2014

„Die Attraktivität der Stadt muss besser werden“

Das Ruhrgebiet wird laut einer Studie bis 2030 erheblich an Beschäftigung verlieren. Den größten Verlust mit fast 17 Prozent der Erwerbstätigen wird Hagen zu verkraften haben, berichtet die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ, Samstagausgabe).

Aber auch Herne muss sich auf ein Minus von 11,5 Prozent einstellen. Allein Dortmund und der Kreis Unna können mit leichten Zuwächsen rechnen, haben die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC und das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut ermittelt.

Grund für den Rückgang der Beschäftigung ist nach Erkenntnissen der Experten der demografische Wandel: Das Revier hat deutlich an Einwohnern verloren und wird weiter schrumpfen.

„Das Ruhrgebiet steht im Wettkampf der Regionen. Hochschulabgänger gehen lieber nach Berlin, Hamburg, Stuttgart und in den Neckarraum. Hochqualifizierte sorgen aber für den Wohlstand in einer Region“, sagte Lutz Granderath, PwC-Niederlassungsleiter in Essen, der WAZ. „Wenn die Politik jetzt keine Gegenmaßnahmen ergreift und nur auf Zuwanderung setzt, ist der Schrumpfungsprozess bei der Beschäftigung nicht aufzuhalten“, warnt Granderath.

Nach Angaben von DerWesten appelliert der Unternehmensberater an die Städte, in Zeiten leerer Kassen enger zusammenzuarbeiten, um Spielraum für Investitionen zu bekommen, die die Lebensbedingungen in der Region verbessern. „Die Attraktivität der Städte muss besser werden, um qualifizierte Menschen hier zu halten“, so Granderath. Sonst drohe den hiesigen Unternehmen in absehbarer Zeit ein Fachkräftemangel, der durch zugewanderte Arbeitnehmer nicht ausgeglichen werden könne.

Gebäude der Gebrüder Ludwigs

9. August 2014

Hagener Architektenbrüder im Visier

Zwischen 1909 und 1938 realisierten die Gebrüder Ludwigs eine ganze Reihe unterschiedlicher Bauten im Hagener Stadtraum.

Dabei setzten sie sich intensiv mit dem „Neuen Stil“, wie ihn Karl Ernst Osthaus zum Teil in Hagen etablieren konnte, auseinander. Einflüsse des Jugendstils und der ästhetischen Erneuerungsversuche innerhalb der Reformbewegung nach 1900 sind bis heute im Hagener Stadtbild zu entdecken.

Am Mittwoch, 13. August bietet Dr. Elisabeth May ab 16 Uhr eine kulturgeschichtliche Führung an. Teilnahmegebühr: 4 €, Anmeldung erforderlich unter 0 23 31/207 – 2740 oder 207 – 3138. Die Führung findet ab zehn teilnehmenden Personen statt, Treffpunkt ist an der Haßleyer Straße 14, 58093 Hagen.

René Röspel für Transparenz

8. August 2014

Der Hagener Bundestagsabgeordnete René Röspel (SPD) setzt sich dafür ein, Nebeneinkünfte der Parlamentarier auf Euro und Cent genau offenzulegen. Das ergibt sich aus einer Befragung von abgeordnetenwatch.de, bei der sich insgesamt 233 der 631 gewählten Volksvertreter für diese Form von Transparenz ausgesprochen hatten.

Die für die Hagener CDU angetretene, aber nur mit Hilfe des christdemokratischen Landeschefs Armin Laschet über die Landesliste in den Bundestag gerutschte Cemile Giuosouf findet sich dagegen nicht auf der Liste der Transparenzfreunde.

Mehr zum Thema bei abgeordnetenwatch.de:

Diese 223 Abgeordneten fordern Komplettveröffentlichung von Nebeneinkünften auf Euro und Cent

Alle Nebeneinkünfte auf den Tisch – das fordert in einem Transparenzcheck von abgeordnetenwatch.de mehr als jeder Dritte Bundestagsabgeordnete. (…)

Vergangene Woche hatte abgeordnetenwatch.de die Mindesteinkünfte aller Bundestagsabgeordneten veröffentlicht und damit eine öffentliche Diskussion angestoßen. Das Problem an der unbekannten Höhe von Einkünften: Je höher die Beträge, die ein Parlamentarier nebenbei kassiert, desto größer ist die Gefahr von Interessenkonflikten. Allein der Rechtsanwalt und CSU-Politiker Peter Gauweiler hat seit Beginn der Legislaturperiode von zwei Mandanten jeweils mehr als 250.000 Euro kassiert; ob es um 250.001 Euro ging oder um mehrere Millionen, wird wegen der intransparenten Veröffentlichungsregeln nicht öffentlich.

Genau das wollen viele Bundestagsabgeordnete ändern, wie eine Auswertung von abgeordnetenwatch.de zeigt. Im Vorfeld der Bundestagswahl im vergangenen September hatten wir allen Kandidatinnen und Kandidaten einen „Transparenzcheck“ vorgelegt. Abgefragt wurde darin u.a., ob sie sich im Falle ihrer Wahl für die komplette Offenlegung aller Nebeneinkünfte einsetzen werden. Ergebnis: 223 der 631 gewählten Bundestagsabgeordneten sagten den Wählerinnen und Wählern zu, in dieser Wahlperiode für volle Transparenz bei der Höhe der Nebeneinkünfte einzutreten. (…)

Quelle: abgeordnetenwatch.de

Die Gegelten proben den Durchmarsch

7. August 2014

Parteitag der Hagener SPD am 30. August

Schisanowski, Krippner & Co scheinen sich ihrer Sache sicher zu sein: Der Vorstand der Hagener SPD hat für den 30. August einen Parteitag des Unterbezirks einberufen. Wichtigster Programmpunkt ist die vorgezogene Neuwahl des Vorstands.

Offenbar fühlen sich die Protagonisten der Karrierefraktion innerhalb der Partei nach den für sie positiven Erfahrungen im Vorfeld der Kommunalwahlen sicher, zum jetzigen Zeitpunkt den Durchmarsch wagen zu können. Schließlich hatten sie die Erfahrung machen dürfen, dass die Mehrheit der Delegierten ihnen in bedingungsloser Solidarität die Treue hält, komme was da wolle.

Ein ehemaliger SPD-Oberbürgermeister verlässt die Partei? Kein Problem. Eine populäre Bürgermeisterin wird ins Aus geschossen? Egal. Delegiertenwahlen müssen wegen Manipulationen wiederholt werden? Ja und? Wir wollen doch nicht kleinlich sein.

So ist es sehr gut möglich, dass die Gegelten am 30. August einen weiteren Erfolg einfahren können. Trotz haushoch verlorener Oberbürgermeisterwahl (gegen den Ex-Genossen Erik O. Schulz) und zahlreicher Austritte in den vergangenen Monaten, wie zuletzt Peter Moog.

Wie es momentan aussieht, scheint diese Spezialdemokraten nichts aufhalten zu können. Was auch etwas mit der Schwäche ihrer politischen Gegner zu tun hat, die sich für eingefleischte SPD-Anhänger kaum als Alternative anbieten.

Die CDU hat außer Gerbersmann (der dankend abgelehnt hat) personell nichts im Angebot und noch nicht einmal das angekündigte Wahlprogramm auf die Reihe gebracht. Der FDP hat der parteieigene neoliberale Rausch auf Bundes- und Landesebene das Genick gebrochen. Die GRÜNEN haben sicherlich das qualifizierteste Wahlprogramm erstellt, aber die Kooperation mit CDU und FDP bei der OB-Kandidatur wurde von den Wählern nicht hinreichend goutiert, was zum Verlust von einem Drittel der Stimmen führte.

Da wendet sich der altgediente Sozialdemokrat mit Grausen ab und nimmt dann doch lieber jene in Kauf, die auf dem Parteiticket ihre persönlichen Erfolgsstories zu verwirklichen suchen. Umso mehr, als es auch bei den selbsternannten „Linken“, die theoretisch eine Alternative sein könnten, nicht besser aussieht. Die „linke“ Hagener Mischung aus Programm- und Positionslosigkeit und Legasthenie ist eben nicht gerade attraktiv.

Die spezialdemokratischen Führungskräfte scheint dieser Gesamtrahmen zu bestätigen. Sie fühlen sich sicher im Sattel. Das belegt auch der vor (nicht zu rechtfertigendem) Selbstbewußtsein strotzende „Sommerbrief des Fraktionsvorsitzenden Mark Krippner“ an die Mitglieder der Hagener SPD.

Darin schwadroniert er: „Wir waren die einzige Partei in Hagen, die Themen gesetzt und damit beim Wähler gepunktet hat. Wir sind die Partei, die sich in den Stadtteilen um die großen und kleinen Probleme kümmert, sie anpackt und gemeinsam mit den Bürgern löst. (…) Das sollten wir nicht vergessen, auch wenn ein einzelner, und meiner Meinung nach verirrter und verwirrter Ex-Genosse, diesen Erfolg wieder geschmälert hat.“

Mit dem „verwirrten Ex-Genossen“ ist wohl Michael Grzeschista gemeint, langjähriges Ratsmitglied und ehemaliger Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Eilpe. Der war aber bei weitem nicht ein „einzelner“ (siehe weiter oben).

Wenn beim Parteitag Ende August die jetzigen Wortführer in ihren Vorstandsämtern bestätigt werden sollten, ist auch der Weg frei zu den eigentlichen Zielen der Gegelten. Es geht bei diesen ganzen Pöstchenrochaden strategisch nicht darum, etwas für diese Stadt zu erreichen. Es geht nicht um die Durchsetzung der Interessen Hagens. Es geht nicht um „die großen und kleinen Probleme“ im Stadtteil, wie suggeriert wird.

Die Fleischtöpfe sind das Ziel, die lukrativen Mandate in Landtag und Bundestag. Wolfgang Jörg und René Röspel dürfen sich dann möglicherweise woanders betätigen.

Finissage der Ausstellung „Weltenbrand – Hagen 1914“

7. August 2014

Das Osthaus Museum Hagen lädt am Samstag, 9. August, um 17 Uhr zur Finissage ins Auditorium des Kunstquartiers ein.

Zum Abschluss der Ausstellung „Weltenbrand – Hagen 1914“ diskutieren Professor Dr. Gerd Krumeich von der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf und Professor Dr. Jörn Leonhard von der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg über den Beginn, die Entwicklung und die Folgen des Ersten Weltkriegs. Die beiden Historiker öffnen dabei einen neuen Blick auf den im August 1914 ausgebrochenen „Weltenbrand“, seinen Verlauf und die Auswirkungen des Weltkriegs.

Gerd Krumeich hat zahlreiche wichtige Bücher über den Ersten Weltkrieg und seinen Auswirkungen bis in die Gegenwart veröffentlicht. So war er auch an der umfangreichen Enzyklopädie des Ersten Weltkriegs als Mitherausgeber beteiligt. Im Frühjahr 2014 erschien Jörn Leonhards Buch „Die Büchse der Pandora“, das zu den bedeutendsten Werken zur Geschichte des Ersten Weltkriegs zählt.

Die bis zum 10. August laufende Ausstellung „Weltenbrand – Hagen 1914“ widmet sich zum ersten Mal in Hagen dem Ersten Weltkrieg, seiner Vorgeschichte und seinen Auswirkungen und Folgen. Auf rund 1500 Quadratmetern werden etwa 700 Exponate gezeigt. Sie stammen größtenteils aus dem Eigenbesitz des Stadtmuseums, Osthaus Museums und Stadtarchivs.

Die Präsentation und Konzeption der Ausstellung fand nicht nur in Hagen, sondern auch überregional ein positives Echo. Der gleichnamige Begleitband, erschienen im Klartext-Verlag Essen, legte erstmalig für Hagen die Geschichte des Ersten Weltkriegs in der Stadt vor.

Die Finissage wird unterstützt durch den Düsseldorfer Künstler Bernd Schwarzer, dessen eindrucksvolle Kunstwerke eine große Bereicherung der Ausstellung sind, sowie vom Karl-Ernst-Osthaus Bund e.V. und den Freunden des Osthaus Museums Hagen e.V.

Die Geschichte vom Soldaten

6. August 2014

Zum Ende der Ausstellung Weltenbrand laden das Osthaus Museum Hagen und das Kulturbüro der Stadt Hagen am Freitag, 8. August, um 18 Uhr zu „Die Geschichte vom Soldaten“ von Igor Strawinski und Charles-Ferdinand Ramuz ein.

Die halbszenische, durch Textrezitationen ergänzte Suite aus dem Wandertheater von 1917 entstand als Kooperation des NRW KULTURsekretariats mit dem 1. Deutschen Stromorchester und wurde bereits in Mönchengladbach und Recklinghausen aufgeführt.

Die Geschichte vom Soldaten ist eigentlich überall dieselbe: früh aufstehen, entschlossen marschieren, tapfer schießen, elend erschossen werden. Je nach nationaler Gesinnung, örtlicher und/oder zeitlicher Bewertung, ist er Held, Mörder, Befreier, Feind, Trauma-Patient oder Krüppel. Am Ende wird er mit allerlei Orden, Denkmälern und Geschichtsbüchern überhäuft – tot oder lebendig. Dann, wenn die Politik ihn wankelmütig verlässt oder die öffentliche Meinung ihn in Verbitterung stürzt, ist und bleibt er doch das, was er immer war: ein gutes Geschäft. In alten wie in neuen Zeiten. Und so ist die Erfolgsgeschichte des Soldaten noch lange nicht zu Ende.

Der Eintritt ist frei.

Städte für mehr Elektromobilität – aber nicht auf Busspuren

6. August 2014

Der Deutsche Städtetag äußert Bedenken gegen freie Fahrt für Elektroautos auf Busspuren, die in einem Gesetzentwurf von Bundesverkehrs- und Bundesumweltministerium als Option für die Städte vorgeschlagen wird.

Hauptgeschäftsführer Dr. Stephan Articus sagte der Neuen Osnabrücker Zeitung (Dienstagausgabe vom 5. August 2014): „Die Städte wollen eine nachhaltige und ressourcenschonende Mobilität voranbringen. Sie unterstützen deshalb die Bemühungen der Bundesregierung, die Zahl der Elektrofahrzeuge zu erhöhen. Die Freigabe von Busspuren ist dabei allerdings keine geeignete Maßnahme.“

Busspuren müssten weiterhin Bussen, Taxen und Krankentransporten vorbehalten bleiben, um für diese einen schnelleren Verkehrsfluss zu ermöglichen. „Weitere Fahrzeuge auf diesen Spuren zuzulassen, würde den Öffentlichen Nahverkehr verlangsamen und damit viele Menschen betreffen“, so Articus.

Grünes Licht für Altena

6. August 2014

Fortschreibung 2014 des Haushaltssanierungsplans genehmigt – Grundsteuerhebesatz steigt auf 910 Punkte

Die Kommunalaufsicht der Bezirksregierung Arnsberg hat die Fortschreibung 2014 des Haushaltssanierungsplans der Stadt Altena genehmigt. Seit der Fortschreibung des Haushaltssanierungsplans für das Jahr 2013 befand sich die pflichtig am Stärkungspakt teilnehmende Stadt Altena in der vorläufigen Haushaltsführung.

Ein genehmigungsfähiger Haushaltssanierungsplan wurde trotz mehrfacher Aufforderung nicht vorgelegt. Die Voraussetzungen für die Auszahlung der Konsolidierungshilfe im Jahr 2013 in Höhe rd. 2,1 Millionen Euro waren somit auch nicht gegeben.

Mit Verfügung vom 25.03.2014 wurde nach Ablaufen der Nachfrist und Anhörung der Stadt durch das Ministerium für Inneres und Kommunales gem. § 8 Abs. 1 Stärkungspaktgesetz ein Beauftragter für die Stadt Altena bestellt. Die Sitzung des „Sparkommissars“ mit sich selbst anstelle des Rates fand am 28.05.2014 statt. Das Diktat des Beauftragten beinhaltet u. a. stufenweise Steuererhöhungen ab dem Haushaltsjahr 2015, welche zu den erforderlichen Haushaltsausgleichen ab dem Jahr 2016 führen sollen.

Die Grundbesitzabgaben in Altena werden in den nächsten zwei Jahren um über 80 Prozent steigen. Von jetzt 500 Punkten klettert die Grundsteuer B im kommenden Jahr auf 766 Punkte. 2016 wird sie dann auf 910 Punkte angehoben.

Mit Schreiben vom 13.06.2014 hat die Stadt Altena die überarbeitete Fortschreibung 2014 des Haushaltssanierungsplans vorgelegt, die nun ab dem Jahr 2016 ausgeglichene städtische Haushalte vorsieht. Daher konnte die Bezirksregierung die Fortschreibung 2014 des Haushaltssanierungsplans genehmigen. Hiermit sind dann auch die Voraussetzungen zur Auszahlung der Konsolidierungshilfe für das Jahr 2013 erfüllt.

Gleichzeitig wurde die Bestellung des Beauftragten aufgehoben. Der Mann kam, erhöhte massiv die Steuern und ging wieder.

Trotzdem werde die Stadt Altena auch in den nächsten Jahren weiterhin vor enormen Kraftanstrengungen stehen, die zur nachhaltigen Sanierung des Haushaltes erforderlich seien, ließ die Bezirksregierung in Arnsberg verlauten. Während des gesamten Konsolidierungszeitraums bis 2021 werde die Kommunalaufsicht die Stadt bei der Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen „begleiten“.

Eins scheint jetzt schon festzustehen: Diese Art von „Begleitung“ löst die Finanzprobleme der Kommunen jedenfalls nicht.

Hagener Bauunternehmen „Bamberger Bau“ hat Insolvenz angemeldet

5. August 2014

Das größte Hagener Bauunternehmen steckt in Schwierigkeiten: Die Bamberger-Bau GmbH hat Insolvenz angemeldet. 109 Beschäftigte sind von dem Schritt betroffen, sie warten teilweise schon drei Monate auf ihren Lohn. Auch bei der Beschaffung von Baumaterial hat der Konzern Schwierigkeiten. (…)

Quelle: DerWesten

Dazu:

Bamberger bot Gewerkschaft die Firma zum Kauf an

Mit einem ungewöhnlichen Schritt hat die Bamberger Bau GmbH versucht, die letztlich doch notwendig gewordene Insolvenz-Anmeldung in letzter Minute zu verhindern: 51 Prozent der Anteile wurden der Gewerkschaft IG Bau zum Kauf angeboten – für 750.000 Euro. (…)

Quelle: DerWesten

Hagen führt Steuer für Wettbüros ein

5. August 2014

Als erste Kommune in NRW erhebt Hagen ab sofort eine Wettbürosteuer. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Rat der Stadt vor knapp einem Jahr. Jetzt hat auch das Land den Weg für die neue Steuer frei gemacht. Rund 120.000 Euro zusätzliche Einnahmen jährlich erwartet die Stadt.

Die neue Abgabe müssen Wettbüros zahlen, in denen Sport- und Pferdewetten mitverfolgt werden können. Derzeit gibt es davon 16 in Hagen. Mit der Steuer will die Stadt das Glücksspiel eindämmen und verhindern, dass die Zahl der Wettbüros weiter steigt. Außerdem sollen die Einnahmen zur Haushaltskonsolidierung beitragen.

Andere Städte werden dem Hagener Beispiel wohl bald folgen. Die Dortmunder Verwaltung etwa denkt über die Einführung nach. In der Stadt existieren derzeit 62 Wettbüros. Bis zu 800.000 Euro zusätzlich könnten dann jährlich in die Stadtkasse fließen.

80 Hagener Mitarbeiter verlassen Sinn Leffers

5. August 2014

Der weitgehende Abschied von Sinn Leffers aus Hagen nach der Übernahme durch die Nürnberger Modekette Wöhrl wird immer konkreter. Von den früher mehr als 100 Mitarbeitern in Bathey wechseln nur 25 nach Nürnberg. (…)

Aber Hagen ist nicht nur betroffen, weil sich die Verwaltung de facto verabschiedet: Es wird auch vorerst keine Wiederbelebung eines Sinn-Leffers-Geschäfts in Hagen geben. (…) Sowohl mit der Rathaus-Galerie als auch mit der Volme-Galerie – speziell für den Bereich des alten Horten-Gebäudes, in dem noch wenige Wochen Kaufhof und Saturn beheimatet sind – wurden Gespräche geführt. Beide endeten ergebnislos.

Quelle: DerWesten

Gewerkschaften wollen genaue Zahlen

5. August 2014

Der angedrohte Stellenabbau im Druckzentrum in Hagen ruft die örtlichen Gewerkschaften zur Gegenwehr auf. Für den verantwortlichen Gewerkschaftssekretär Rolf Ellerkamp von ver.di müssen präzise Zahlen auf den Tisch. „Wir wollen und können einen solchen Stellenabbau nicht einfach akzeptieren. Die Verantwortlichen in der Chefetage müssen die genauen Zahlen auf den Tisch legen.“

Der Betriebsrat des Druckzentrums hat sich zur Unterstützung externe anwaltliche Fachkompetenz eingeholt. In den nächsten Tagen sollen die erforderlichen Daten angefordert und ausgewertet werden. Die nächsten Schritte leiten sich für Ellerkamp dann aus den daraus resultierenden Erkenntnissen ab.

Diese Vorgehensweise unterstützt auch der örtliche DGB in Hagen. Jochen Marquardt vom DGB schätzt die aktuelle Lage so ein: „Wir werden einen Arbeitsplatzabbau nicht einfach zur Kenntnis nehmen. Falls er nachweislich nicht zu verhindern ist, wird es darauf ankommen die Bedingungen zu diskutieren und sozialverträglich für die Beschäftigten zu gestalten.“

Für Ver.di und DGB ist die aktuelle Entwicklung ein weiteres Indiz für die schwierigen Bedingungen in der Medienlandschaft, vor allem bei den Printmedien der Region. Nicht nur Arbeitsplätze sind in Gefahr, auch die Qualität der Pressearbeit steht zur Disposition.

Bäume für die Zukunft

5. August 2014

Anlässlich der Diskussion um die Baumfällungen an der Christian-Rohlfs-Straße mahnen Die Grünen ein nachhaltiges Baumkonzept für Hagen an.

Dazu erklärt KV-Sprecher Frank Steinwender:

„Jede Baumfällung schmerzt. Gerade in Hagen mit großen Feinstaubproblemen und insgesamt schlechten Luftwerten brauchen wir dringend viele Bäume in der Innenstadt. Deshalb muss nicht nur bei jedem einzelnen Baum sondern auch stadtplanerisch vorausschauend überlegt werden, ob eine Fällung verhindert werden kann. Dazu gehört, den Baumschutz frühzeitig in alle Planungen einzubeziehen. Baumaßnahmen, die Bäume gefährden, sind fragwürdig. Qualifizierte Baumpflege ist notwendig, um große, alte Bäume lange zu erhalten. Zu einer nachhaltigen Planung gehört auch der Ersatz bzw. der Austausch von überalterten Beständen durch eine angemessene Ersatzbepflanzung. Wir müssen sicherstellen, dass wir auch in zehn, zwanzig und dreißig Jahren genügend und die richtigen Bäume in der Stadt haben. Denn die Belastbarkeit und die Fähigkeit, CO² zu binden, ist bei verschiedenen Bäumen unterschiedlich und nimmt mit zunehmendem Alter der Bäume auch wieder ab. Und die veränderten klimatischen Bedingungen mit zunehmend heftigen Stürmen lassen leider auch die Frage der Standsicherheit wichtiger werden.

Bei aller Trauer um die Bäume in der Christian-Rohlf-Straße zählt für uns die Zusage der Verwaltung, eine 1:1 – Nachpflanzung vorzunehmen, um den Alleecharakter zu erhalten. Wir schließen uns allerdings den ExpertInnen des Landschaftsbeirates an, die eine Nachpflanzung von Felsenbirnen für weniger geeignet halten und bessere Vorschläge gemacht haben.

An vielen Stellen werden in Hagen Bäume gefällt, ohne dass Ersatz vorgesehen wird. Wie wichtig die von uns immer wieder geforderte Baumschutzsatzung ist, wird hierbei deutlich. Eine nachhaltige Pflege des Baumbestandes in der Stadt ist nur mit einer verbindlichen Vorgabe sicher zu stellen.“

Hiroshima mahnt zu atomarer Abrüstung

5. August 2014

Vor 69 Jahren explodierten am 6. und 9. August Atombomben über Hiroshima und Nagasaki und töteten in wenigen Augenblicken Hunderttausende von Menschen. Zum Gedenken wird vom 6. bis 9. August am Hagener Rathaus die Flagge der „Bürgermeister für den Frieden“ wehen und zu weltweiter atomarer Abrüstung mahnen.

Am 8. August werden Mitglieder des Vereins HAGENER FRIEDENSZEICHEN diese Forderung mit einer Mahnwache am Friedenszeichen in der Hohenzollernstraße unterstützen, Beginn der Aktion: 16 Uhr.

Der Verein fordert von der Bundesregierung, sich aktiv für die Abschaffung von Atomwaffen aller Art einzusetzen. Aber in der Koalitionsvereinbarung der großen Koalition ist davon nur sehr allgemein die Rede.

Dort heißt es: „Gemeinsam mit unseren NATO-Partnern haben wir uns auf dem Gipfel von Chicago zum Ziel gesetzt, die Bedingungen für eine Welt ohne Kernwaffen zu schaffen und bis dahin die Rolle von Nuklearwaffen zu reduzieren. Solange Kernwaffen als Instrument der Abschreckung im strategischen Konzept der NATO eine Rolle spielen, hat Deutschland ein Interesse daran, an den strategischen Diskussionen und Planungsprozessen teilzuhaben.“

Bedenklich stimmt, dass von einem Abzug der Atomwaffen, die in Büchel in der Eifel lagern, nicht mehr die Rede ist wie in der Koalitionsvereinbarung der letzten Bundesregierung. Vielmehr sollen sie durch modernere Atomsprengköpfe ersetzt werden.

Der Verein HAGENER FRIEDENSZEICHEN fordert die Bundesregierung auf, sich entschieden für die atomare Abrüstung einzusetzen. Noch immer lagern über 10.000 Atomwaffen weltweit. Der Verein unterstützt die Kampagne „Vision 2020 – für eine atomwaffenfreie Welt“, die 2003 vom Bürgermeister von Hiroshima angeregt wurde.

Nukleare Waffen wurden entwickelt wegen ihrer Kapazität zur Zerstörung der Städte, und bis zum heutigen Tag ist diese Kapazität der Kern der nationalen Sicherheitspolitik der Nuklearwaffenstaaten. Die Städte der Welt haben darum die Losung ausgegeben: „Städte sind keine Zielscheiben“.

DGB: Kein Sommermärchen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt

5. August 2014

Der DGB in Hagen und im EN-Kreis bleiben bei ihrem kritischen Blick angesichts der aktuellen Zahlen auf den Arbeitsmärkten. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Zahl der Betroffenen erhöht und vor allem junge Menschen trifft es am stärksten.

Für die Gewerkschaften eine besondere Herausforderung. Regionsgeschäftsführer Jochen Marquardt: „Eine nicht hinnehmbare Situation. Seit Jahren wird ein so genannter Fachkräftemangel von Unternehmen und Politik beklagt. Gleichzeitig sind im Bezirk der Arbeitsagentur mehr als 2.000 junge Menschen erwerbslos gemeldet. Dieser Zustand ist unverantwortlich. Er muss dringend im Interesse der Jugendlichen überwunden werden.“

Weiterer Grund für Kritik bildet für den DGB die Lage auf dem Ausbildungsmarkt. Auch hier stellen die aktuellen Zahlen für alle Beteiligten große Aufgaben. Nach offiziellen Angaben stehen den fast 4.500 suchenden Bewerbern nicht einmal 3.000 offene Stellen gegenüber.

Sommerausgabe der Seniorenzeitung erschienen

5. August 2014

Die Sommerausgabe der Seniorenzeitung Junges Altes Hagen ist erschienen.

Im Prominenteninterview berichtet Marlies Ferber über ihren Weg zur erfolgreichen Krimi-Autorin. Die Titelgeschichte führt über das Elbersgelände und lädt zu einem Besuch an schönen Sommertagen ein. Spannend ist der Bericht von Christa Heine, die ein Wohnmobil von Chicago nach Las Vegas überführte und dabei auf einer Strecke von 4.800 Kilometern durch Schneestürme und Buschfeuer steuerte. Und Werner Herzbruch schildert die Polizeiarbeit in Hohenlimburg im Jahr 1946. Darüber hinaus gibt es einen weiteren bunten Strauß an Informationen für Jung und Alt.

Die Zeitungen liegen aus im Sozialen Rathaus am Bahnhof, in den Bürgerämtern, der Freiwilligenzentrale, Begegnungsstätten, Apotheken, Arztpraxen – überall dort, wo die ehrenamtlichen Boten die Zeitung anliefern.


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