Hagen im Zweiten Weltkrieg. Eine Bilanz.

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So lautet der Titel eines Vortrages, den Dr. Ralf Blank vom Fachbereich Kultur der Stadt Hagen aus Anlass des Beginns des Zweiten Weltkrieges vor 75 Jahren am Donnerstag, 4. September, um 18 Uhr im Auditorium des Kunstquartiers Hagen, Museumsplatz 1, hält.

Mit dem deutschen Überfall auf Polen in den Morgenstunden des 1. September 1939 wurde der Zweite Weltkrieg ausgelöst. Auf den zentralen Kriegsschauplätzen in Europa und Asien entstanden gigantische Zerstörungen und hohe Verluste. Zum Kriegsende im Mai 1945 hatten weltweit bis zu 70 Millionen Menschen den Tod gefunden. Die politischen und mentalen Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs sind auch noch 75 Jahre nach seinem Ausbruch spürbar.

Hagen war nicht nur das „Braune Hauptquartier“, wie der nationalsozialistische Oberbürgermeister Heinrich Vetter zu Beginn der NS-Herrschaft im April 1933 herausstellte. Die Stadt war auch ein bedeutender Standort der Rüstungsindustrie und ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt.

Vor allem diese Bedeutung blieb nicht ohne Folgen. Am Ende des Zweiten Weltkriegs lagen die Innenstadt und die angrenzenden Stadtviertel fast vollständig in Trümmern. Mehr als 2000 Einwohner hatten bei den alliierten Luftangriffen den Tod gefunden, über 8000 Bürger waren im Krieg als Soldaten gefallen.

Der Referent thematisiert die Geschichte der Stadt Hagen zwischen 1939 und 1943/44. Der inhaltliche Bogen spannt sich von der nationalsozialistischen Herrschaft an der ‚Heimatfront’, die Verwaltung und Kommunalpolitik über den Kriegsalltag der Bevölkerung und die Bedeutung der örtlichen Rüstungsproduktion und den Einsatz von Zwangsarbeitern bis hin zu den alliierten Luftangriffen und ihren Folgen. Zahlreiche Abbildungen illustrieren den Vortrag und enthalten zusätzliche Informationen.

Im Vortrag wird ebenfalls der Frage nachgegangen, wie in Hagen bis in die Gegenwart mit der nationalsozialistischen Vergangenheit sowie mit der Erinnerung und dem Gedenken an die Zerstörungen und Opfer des Zweiten Weltkriegs umgegangen wird.

Eine weitere Frage ist auch, welche Perspektiven und Fragestellungen sich für die Geschichtswissenschaft auf lokaler und regionaler Ebene zukünftig ergeben. Ist die Forschung zum Nationalsozialismus und Zweiten Weltkrieg am Ende angelangt?

Siehe dazu auch ein ausführliches Interview mit Dr. Ralf Blank bei DerWesten:

Hagen war bedeutende Rüstungsschmiede

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