„Kriege haben nie Probleme gelöst“

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HAGENER FRIEDENSZEICHEN zum Antikriegstag 2014

Ausgerechnet am 1. September, dem traditionellen Antikriegstag, wird Kanzlerin Merkel im Bundestag eine Regierungserklärung zu Waffenlieferungen in den Irak abgeben und damit das Prinzip, keine Waffen in Krisengebiete zu liefern, aufgeben. Das HAGENER FRIEDENSZEICHEN meint dazu: Waffen gibt es in der Region schon viel zu viele. Wichtiger wäre eine auf lange Sicht angelegte Strategie zur Lösung der Konflikte im Nahen Osten. Hier sollte Deutschland eine tragende Rolle spielen.

Der diesjährige Antikriegstag am 1. September steht im Zeichen blutiger Konflikte und Kriege. Angesichts der aktuellen Entwicklungen erklärt der Verein HAGENER FRIEDENSZEICHEN: „Wir leiden darunter, dass es zu wenige Verantwortliche in der Welt gibt, die sich der De-Eskalation, der Entspannung, der Versöhnung verpflichtet fühlen.“ Kriege hätten nie Probleme gelöst, es komme darauf an, die Ursachen von Konflikten und Spannungen rechtzeitig zu bekämpfen.

Der Antikriegs- bzw. Weltfriedenstag ist vor dem Hintergrund zweier katastrophaler Weltkriege entstanden. Der Verein HAGENER FRIEDENSZEICHEN hält an diesen Erfahrungen fest und bekennt sich zu einer konsequenten Friedenspolitik. Unter anderem unterstützt der Verein die Aktion Friedensband des Forums Ziviler Friedensdienst.

Am 6. September soll sich in Berlin von der Siegessäule bis zum Kanzleramt unter dem Motto „Friedenspolitik statt Militäreinsätze“ eine Menschenkette bilden (nähere Informationen: www.bevor-es-zu-spaet-ist.de). Zugleich lädt der Verein ein zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung von „Arbeit und Leben“ mit dem Journalisten Andreas Zumach zum Thema „Mit Waffen Frieden schaffen!?“ am 11. September um 19 Uhr in der Villa Post.

Die Faktoren, die Kriege begünstigen (Armut, Mangel an Lebensgrundlagen, Kampf um Bodenschätze, wirtschaftliche Ausbeutung), sind in der Regel bekannt. Der Ruf einzugreifen erfolgt aber meistens erst dann, wenn es zum Ausbruch von sichtbarer Gewalt kommt. Und dann scheint der Einsatz militärischer Mittel und die Lieferung von Waffen als einzige Alternative.

Konsequente Friedenspolitik würde bedeuten, Spannungen und sich abzeichnende Konflikte rechtzeitig zu bekämpfen. Die Friedenswissenschaften haben geeignete Methoden und Herangehensweisen entwickelt. Friedensfachkräfte arbeiten in vielen Ländern der Welt daran, dass Menschen friedlich zusammenleben können. Die deutsche Politik kann einen großen Beitrag zur Krisenbekämpfung leisten, wenn sie diese Potenziale ausbaut und nutzt.

Die UNO wird ihrer Rolle nicht gerecht. Gerade die gegenwärtige Situation zeigt die Schwäche dieser Organisation, die gegründet wurde, um Frieden und Menschenrechte weltweit zu sichern. Aber in ihrer gegenwärtigen Verfassung ist sie ein Spielball der gegensätzlichen Interessen der Großmächte. Eine Reform der UNO ist überfällig. Angesichts der Globalisierung wäre eine handlungsfähige Vertretung der Nationen und Völker, jenseits der ökonomischen und Machtinteressen von Staaten, ein wichtiger Schritt.

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