Hagener Denkmäler

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Stadtrundfahrt im Rahmen der Ausstellung „Weltenbrand – Hagen 1914“

Samstag, 26. Juli 2014, 15 – 18 Uhr

Hagen ist eine Stadt der Denkmäler. Über hundert Monumente bilden eine spannende, vielfältige und geschichtsträchtige Denkmallandschaft – die Palette reicht von Erinnerungssteinen über Büsten bis hin zu den bekannten Gedenktürmen auf mehreren Bergkuppen. In den 1920er Jahren wurden – zur Erinnerung an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs – vorwiegend Kriegs- und Kriegerdenkmäler aufgestellt, die uns heute in ihrer Symbolik oft eher befremdlich erscheinen.

Ihnen gilt bei dieser Stadtrundfahrt unser besonderes Interesse. Im Mittelpunkt stehen das Ehrenmal Haspe sowie vier Monumente, die Heinz Dammann zwischen 1925 und 1927 im Raum Hagen schuf. Dammann entwarf seinerzeit reichsweit zahlreiche (Krieger-)Denkmäler, Grabdenkmäler, Brunnen etc. In jener Epoche galt er als bedeutender Bildhauer, wobei seine große Nähe zu ultrakonservativen, revanchistischen Gesellschaftskreisen nicht unbeachtet bleiben darf. Die vier hiesigen Denkmäler-Aufträge realisierte er in den bis 1929 selbstständigen Gemeinden Boele, Herbeck, Holthausen und Vorhalle, finanziert fast durchweg mittels Spenden.

Die dreistündige Tour wird in Kooperation mit dem Hagener Heimatbund unter Leitung von Michael Eckhoff (Vorstand des Hagener Heimatbundes) durchgeführt.

Ehrenmal Vorhalle, 1925/26, Vorhaller Marktplatz/Europaplatz
Das Ehrenmal in Vorhalle zeigt die Form einer „altgermanischen Pfeilerrundhalle“, weist Stirnpfeiler mit steinernen Pferdeschädeln auf und enthält im Zentrum der Anlage einen altarartigen Sockel, der einen steinernen Stahlhelm trägt.

Kriegerdenkmal Boele, 1927, Hammerstein/Osthofstraße
Das Boeler Ehrenmal weist die Form eines Ehrenhains auf – mit vier Säulen (gekrönt von steinernen Fackeln) und einem steinernen Soldaten im Zentrum.

Ehrenmal Herbeck, 1925, Herbecker Weg
Dieses Ehrenmal zeigt auf einem Sockel einen bronzenen Soldaten in gebückter Haltung.

Ehrenmal Holthausen, 1927, Schmalenbeck-/Ecke Husterstraße
In Holthausen wurde das seinerzeit beliebte Motiv des „Löwen“ verwendet. In diesem Fall handelt es sich um einen Löwen, der zwar von einer Lanze getroffen ist, sich aber brüllend wieder aufrichtet.

Ehrenmal Haspe, 1927, Büddinghardt
Ein weiteres Ehrenmal, das wir im Verlauf dieser Tour besuchen wollen, steht in Haspe hoch über dem Ort auf der Büddinghardt (Mops). Der von einem Helm gekrönte imposante Bau – ein etwa zehn Meter hoher Ziegelsteinblock – ist eingebettet in eine kleine Parkanlage. Seine Errichtung war 1927 in der seinerzeit noch selbstständigen Stadt Haspe nicht unumstritten.

Abfahrt: Osthaus-Museum (hier wird die Tour auch wieder enden), Teilnahmekosten pro Teilnehmer: 15 Euro, Anmeldung: Fachbereich Kultur, Telefon 02331- 207 2740

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