Ein Hagener Delegatiönchen in Berlin

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Klimapartnerschaften präsentieren ihre Handlungsprogramme

Bei einem internationalen Workshop in Berlin präsentierten jetzt die insgesamt 14 Klimapartnerschaften zwischen Kommunen aus Deutschland, Lateinamerika und der Karibik ihre in den letzten anderthalb Jahren gemeinsam entwickelten Handlungsprogramme zum Klimaschutz und zur Klimafolgenanpassung.

Mit dabei war auch eine kleine, von Umweltdezernentin Margarita Kaufmann und von Dr. Ralf-Rainer Braun, dem Leiter des Umweltamtes, angeführte Delegation der Stadt Hagen, die seit Ende 2012 in eine Klimapartnerschaft mit der Stadt Portmore auf Jamaika eingebunden ist. Unterstützt wurde die Hagener Abordnung durch Portmores Bürgermeister, Leon Thomas, der Klimabeschutzbeauftragten Jamaikas, Dr. Conrad Douglas, sowie Kerry Chambers, Verwaltungsleiterin der Stadt Portmore.

Zu den hochrangigen Gästen des ersten Tages zählten Botschafter und Botschafterinnen der Länder Bolivien, Costa Rica, Jamaika und Nicaragua sowie Vertreterinnen und Vertretern der argentinischen, brasilianischen und kolumbianischen Botschaften.

Der Workshop wurde von Engagement Global beziehungsweise der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt in Zusammenarbeit mit der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW und mit Unterstützung der Senatskanzlei des Landes Berlin durchgeführt.

Die junge Partnerschaft zwischen Portmore und Hagen, die im Jahre 2012 begründet wurde, umfasst zwischenzeitlich bereits vier Aktionsschwerpunkte, die in Berlin vorgestellt wurden. Als ein Resultat der fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen Hagen und Portmore konnte inzwischen auch mit dem Bau einer Photovoltaik-Anlage begonnen werden.

Die Notwendigkeit, in Sachen Klimaschutz und Klimafolgenanpassung zu handeln, wurde im Fachvortrag von Professor Dr. Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) deutlich: „Einzig und allein Null-Emissionen stabilisieren das Klima. Es bleiben noch ca. 50 bis 60 Jahre, um vollständig auf erneuerbare Energien umzustellen.“ Gleichzeitig böten Städte durch ihre Verdichtung Chancen für eine emissionsarme Lebensweise. Es sei daher sehr positiv zu bewerten, dass Kommunen weltweit mit gutem Beispiel voranschritten und Aktivitäten auf der lokalen Ebene umsetzten.

Die anwesenden Delegationsleitungen hatten gemeinsam mit den Botschaftsvertretern die Gelegenheit, sich in einer eigenen Dialogrunde zu den Perspektiven der Fortführung der Klimapartnerschaften auszutauschen. Entsprechend betonten auch Margarita Kaufmann und Dr. Ralf-Rainer Braun die Bedeutung von Sensibilisierungs- und Bildungsarbeit für den Klimawandel. Die Dringlichkeit des Handels müsse den Bürgerinnen und Bürgern bewusst gemacht werden. Vor diesem Hintergrund zogen sie noch einmal eine positive Bilanz der Hagener Klima-Stadtführerworkshops, die im Rahmen des Expertinnenaustausches erstmalig im Juni durchgeführt wurden.

In Berlin präsentierten die Klimapartnerschaften ihre Arbeit in vier Fachforen mit den Schwerpunkten Erneuerbare Energien und Energieeffizienz, Hochwasserschutz und Wasserressourcenmanagement, Abfallwirtschaft und Umweltbildung sowie ländliche Entwicklung und nachhaltige Landwirtschaft. Der zweite und der dritte Tag des Workshops standen im Zeichen der Fortführung und Weiterentwicklung der Klimapartnerschaften.

So einigten sich die Akteure über die zukünftigen Kommunikationsstrukturen in den Klimapartnerschaften, entwickelten einen Zeitplan für die in den nächsten zwei Jahren anstehenden Aktivitäten und tauschten sich zur Fortführung des internationalen Netzwerks der Klimapartnerschaften aus. Im Vordergrund solle dabei der Austausch zur Umsetzung der Handlungsprogramme stehen.

Vor der Rückkehr nach Jamaika fand in Hagen im Anschluss an den Berliner Workshop in weiteres, dreitägiges Arbeitstreffen mit der Delegation aus Portmore statt. Dabei standen unter anderem die Unterstützung durch Förderprogramme des Bundes sowie ein Schüleraustausch zum Thema Klimaschutz zwischen dem Community College aus Portmore und dem Theodor-Heuss-Gymnasium auf der Agenda.

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