Jacques Kempkens tritt zurück

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Der gestern von Hagen Aktiv zur rechtspopulistischen AfD-Gruppe gewechselte (und diese damit zur Fraktion aufwertende) Jacques Kempkens tritt von seinem Posten als 2. Stellvertretender Bezirksbürgermeister für Hagen-Mitte zurück.

In einer reichlich wirren Erklärung, die tv58 veröffentlichte, schreibt Kempkens:

Der 2. stellvertretende Bezirksbürgermeister des Bezirkes Hagen Mitte repräsentiert den Bezirk und verfolgt damit keine politischen Ziele!

Die SPD und die CDU suchten das Gespräch mit mir, um über den Bezirksbürgermeister zu sprechen. Als ich mit Herrn Lohmann (SPD) über das Amt des Bezirksbürgermeisters Hagen Mitte sprach, konnte er mich davon überzeugen, mit ihm gemeinsam diesen Weg zu gehen. Klar definierte Ziele, welche sich mit meinen zu 100% deckten.

Das Gespräch mit dem Kandidaten Herrn Junge (CDU) überzeugte mich nicht so. Das es zu zwei Listenvorschlägen kam lag m.E. daran, das die beiden Kandidaten wohl unterschiedlicher Meinung waren und beide dieses Amt inne haben wollten.

Die Bezirksvertretung Mitte wählte, und die Liste mit Herrn Lohmann erhielt die meisten Stimmen. Sicherlich zählte Herr Lohmann auch auf mein Wort, dass ich mit ihm gemeinsam den Weg gehe.

Der 2. Kandidat der Liste der CDU hatte auch im Vorfeld keinen Kontakt zu mir aufgenommen und mir persönlich signalisiert, dass er das Amt des 2. Stellvertreters gerne übernehmen würde bzw. weiterhin dieses Amt ausüben möchte. Sicherlich war mir über Dritte bekannt, dass er diesen Posten gerne hätte. Die Frage, warum er keinen Kontakt zu mir aufnahm, lasse ich an dieser Stelle offen.

Ohne im Vorfeld Herrn Lohmann zu informieren, dass ich das Amt nicht annehme, hätte ich mein Wort gebrochen. Ich bin davon überzeugt, die richtige Wahl im Sinne aller Bürgerinnen und Bürger des Bezirkes Mitte getroffen zu haben.

Zu meiner politische Entscheidung stehe ich weiterhin! Lege aber das repräsentative Amt des 2. stellvertretenden Bezirksbürgermeister nieder und trete mit sofortiger Wirkung zurück.

Was will uns der Dichter damit sagen? Dass er das Amt erst annimmt und jetzt zurücktritt, weil der zweite Kandidat der CDU-Liste nicht mit ihm sprechen wollte? Weil es zwei Kandidaten gab, die beide den Posten haben wollten? Oder schien die Sonne zu stark?

Politisch brisant ist allerdings der Satz: „Ohne im Vorfeld Herrn Lohmann zu informieren, dass ich das Amt nicht annehme, hätte ich mein Wort gebrochen.“ Wenn diese Behauptung Kempkens‘ stimmt, läge der Verdacht auf der Hand, dass der neue Bezirksvorsteher Lohmann (SPD) bereits im Vorfeld über die weiteren Pläne Kempkens‘ informiert gewesen wäre.

Eine Antwort to “Jacques Kempkens tritt zurück”

  1. Harald Helmut Wenk Says:

    e meint wohl, er hätte das amt erst gar nicht angenommen, wenn er sich mit dem cdu-kandidaten verständigt hätte.

    er lässt seine taten im sich oder ist „klüger“ gemacht worden. er gibt der öffentlichen krtik irgendwie recht, praktisach, ohne auf sie einzugehen – daher die (w)irritaion.

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