Krippner trumpft auf – Grüne kontern

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Der Fraktionsvorsitzende der SPD im Hagener Rat leitet aus der Tatsache, dass seine Partei mittels Überhang- und Ausgleichsmandaten die – mit 32,8 Prozent relativ – stärkste Fraktion stellt, den Anspruch ab, auch den Oberbürgermeister zu stellen. Dass darüber die Wähler bei der Stichwahl entscheiden, scheint ihn nicht zu tangieren.

Mark Krippner verweist zwar mit Recht darauf, dass die Unterstützer von Erik O. Schulz mit 28 Mandaten noch nicht die Mehrheit im Rat stellen – vergisst aber hinzuzufügen, dass seine eigene Partei nur über 21 Sitze verfügt.

Krippner stellt weiter Tatsachenbehauptungen auf, ohne sie zu belegen. So etwas führt, sobald es sich gegen die Führungskader der Hagener SPD richtet, zu juristischer Verfolgung. Auch gegen eigene Parteimitglieder, wie man es im Fall Hannelore Stückradt erleben durfte.

So behauptet Krippner in Bezug auf Schulz: „Als ehemaliger Sozialdemokrat hat er versucht, mit der Streuung gezielter Insiderinformationen die Hagener Sozialdemokratie zu schädigen.“ Und weiter heißt es in der Pressemitteilung, Schulz habe „sein SPD-Parteibuch nur zurückgegeben (…), weil er in seiner Partei als Oberbürgermeisterkandidat keine Chance“ gehabt habe.

Irgendwie geartete Belege für seine Behauptungen weist Krippner nicht vor.

Zum Nachlesen die Pressemitteilung der SPD und die Antwort der GRÜNEN:

SPD Hagen: “Die größte Fraktion muss auch den Oberbürgermeister stellen”

“Die größte Fraktion im Rat der Stadt Hagen muss auch den Oberbürgermeister stellen.” Mit dieser Maxime geht die SPD Hagen in die Stichwahl am 15. Juni. „Ich bin stolz auf die Zusammensetzung dieser Fraktion. Wir haben Ratsfrauen und –herren mit Migrationshintergrund, wir haben neben den jungen weiterhin erfahrene Ratsvertreter in unseren Reihen. Nur, wenn Horst Wisotzki im Amt des Oberbürgermeisters und unsere starke SPD Fraktion in den kommenden Jahren Hand in Hand arbeiten, kann der Rat die wichtigen politischen Ziele für Hagen engagiert angehen und umsetzen“, so SPD-Fraktionschef Mark Krippner.

Die Stadt brauche keinen weich gespülten Jamaika-Moderator, sondern eine starke und verlässliche Persönlichkeit wie Horst Wisotzki, der bürgerliches Engagement und politische Initiativen bündelt und zum Erfolg führt, so Krippner. Die Jamaika-Koalition, so Krippner, sei bereits jetzt gescheitert. „Der Wähler hat entschieden. Es gibt im Rat keine Mehrheit für Schwarz-Gelb-Grün unter der Führung von Erik O. Schulz.“

Darüber hinaus stellt der SPD-Fraktionschef für sich fest, “dass eine Zusammenarbeit mit einem Chamäleon ohne klare politische Richtung für Hagen nicht zielführend sein könne”. „Die Art und Weise, in der Erik O. Schulz seinen Wahlkampf führt zeigt uns deutlich, dass er konzeptlos von drei Parteien vor sich hergetrieben wird. Als ehemaliger Sozialdemokrat hat er versucht, mit der Streuung gezielter Insiderinformationen die Hagener Sozialdemokratie zu schädigen. Der Wähler hat jedoch anders entschieden.“ So ein Politiker könne nach Ansicht von Krippner keinerlei Vorbildfunktion für sich beanspruchen. Bei der SPD sei keineswegs in Vergessenheit geraten, dass Schulz sein SPD-Parteibuch nur zurückgegeben habe, weil er in seiner Partei als Oberbürgermeisterkandidat keine Chance gehabt habe.

„Daher werden wir in den kommenden Tagen bis zur Stichwahl alles daran setzen um zu verhindern, dass mit Schulz’ Charakterschwäche und Inkompetenz ins Rathaus einziehen. Wir weisen die Wählerinnen und Wähler darauf hinweisen, dass am 15. Juni die wichtigste Entscheidung für das Wohl und Weh ihrer Stadt ansteht und sie davon überzeugen, dass Horst Wisotzki der richtige Mann im Amt des Oberbürgermeisters ist“, so Krippner.

Grüne zur OB-Wahl: Die BürgerInnen entscheiden, nicht die SPD

Die Grünen weisen die Darstellungen des Herrn Krippner zur OB-Wahl entschieden zurück. Da der SPD offenbar die Argumente fehlten, so die Grünen, greife man in bekannter Weise zu sachlichen Verfälschungen und persönlichen Beleidigungen.

„Wenn Herr Krippner meint, die größte Fraktion müsse den Oberbürgermeister stellen, übersieht er wohl, dass der Oberbürgermeister gerade nicht von einer Fraktion gestellt, sondern von der Bürgerschaft gewählt wird,“ kommentiert Grünen-Sprecherin Nicole Pfefferer die jüngsten Angriffe der SPD auf den parteilosen OB-Kandidaten Erik O. Schulz. „Und da ist festzuhalten, dass ihr eigener OB-Kandidat Wisotzki mindestens so weit von einer Mehrheit entfernt ist wie die SPD trotz ihrer Zugewinne im Rat. Daran ändern auch Krippners abenteuerliche Rechenmanöver nichts, bei denen er stillschweigend kleinere Gruppierungen und Fraktionen der SPD zur Mehrheitsfindung zuschlägt.

Zudem reagiert er auf die für die SPD durchaus missliche Situation äußerst unsachlich und beleidigend, indem er Herrn Schulz Charakterschwäche und Inkompetenz zuschreibt. Er übersieht, dass Erik O. Schulz in der Bürgerschaft hoch respektiert und geachtet ist und dass drei Parteien zu seinen Gunsten darauf verzichten, eigene Kandidaten aufzustellen.

Erik O. Schulz ist Hagens Chance, kompetent und führungsstark eine neue politische Kultur der überparteilichen Gemeinsamkeit im Rathaus zu etablieren. Erik O. Schulz ist willens und in der Lage, unterschiedliche Meinungen zu respektieren, zuzuhören und die Ansätze zu einer Lösung zu führen. Die SPD dagegen setzt weiter auf das klassische, stromlinienförmige Durchregieren eines parteiischen OB mit einer einzelnen Fraktion im Rücken.

Wir gehen davon aus, dass Herrn Krippners Art der Wahlkampfführung – das Herabwürdigen des politisch Andersdenkenden – mit Kenntnis von und mit Billigung durch Horst Wisotzki erfolgt ist. Das ist bedauerlich.

Wir stellen dazu fest: Es ist genau diese Art der Auseinandersetzung, die Die Grünen in Hagen dazu bewogen hat, zusammen mit anderen Parteien einen gemeinsamen OB-Kandidaten aufzustellen. An diesem Kandidaten halten wir fest: Erik O. Schulz ist der bessere Kandidat.“

Eine Antwort to “Krippner trumpft auf – Grüne kontern”

  1. Harald Helmut Wenk Says:

    NO, WOMAN, CRY..

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