Kein Geld für die Montage der Rathaus-Kunst

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Eine Renaissance des denkmalgeschützten Kunstwerks „Galaktische Stahlwand“ in luftiger Höhe an der Rückseite der Rathaus-Galerie wird es nicht geben. Die Stadt bekommt angesichts der Haushaltssituation die 35 000 Euro für die Montage nicht zusammen. (…)

Angesichts des Investitionsverbots in der Nothaushaltskommune Hagen scheint es bei der monotonen Schlicht-Optik an der Rückseite des Konsum-Erlebnistempels zu bleiben. Die helle Rauputzfront wird, wie ursprünglich geplant, durch illuminierte Werbetechnik, Firmenlogos, Flaggen sowie Rankgrün durchbrochen. (…)

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Bereits Karl Ernst Osthaus sprach von der „kleinen schmutzigen Stadt“ und führte das auf fehlendes ästhetisches Bewusstsein zurück – ausdrücklich nicht nur in Bezug auf das Proletariat, dass damit beschäftigt war, die nackte Existenz zu sichern. Auch „die Machthaber der Industrie“ bezog er explizit in seine Kritik mit ein. Ein Jahrhundert später hat sich daran wenig geändert. Positive Einzelbeispiele, die im Laufe der Jahrzehnte immer wieder mal realisiert wurden, können den Gesamteindruck leider nicht aufwiegen. Demnächst dürfen sich die Besucher des kleinen Parks an der Potthofstraße an einer Bunkerwand, dekoriert mit dem inzwischen obligatorischen Gewerbe-Klimbim, „erfreuen“. Davor die abgasspeiende Schlange von Fahrzeugen, die von 400 neuen Parkplätzen angelockt werden. Lebensqualität à la Hagen.

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