SPD-Führung instrumentalisiert Todesopfer

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Die vom Würzburger-Karriereclub beherrschte Hagener SPD-Führung schreckt vor nichts zurück. Jetzt müssen schon die inzwischen (nach offiziellen Angaben) 301 Todesopfer der Bergwerkskatastrophe im türkischen Soma für die Wahlkampfinteressen von Schisanowski, Krippner & Co herhalten.

In einer am Samstag in dem Anzeigenblatt aus der Frankfurter Str. mit Trauerrand geschalteten Annonce heuchelt die Korona Solidarität und Anteilnahme: „Die Bilder des schrecklichen Grubenunglücks machen uns als Partei, die seit über 150 Jahren für Arbeiterinteressen eintritt und die Lebensleistung der Kumpel im Bergbau wertzuschätzen weiß, fassungslos. Unser aufrichtiges Beileid gilt den Familien der Verstorbenen.“

Was sich da auf den ersten Blick durchaus mitfühlend liest, macht beim näheren Hinsehen erst stutzig und entlarvt sich dann als besonders perfider Versuch, die Stimmen türkischstämmiger Hagener bei den in einer Woche anstehenden Wahlen abzugreifen.

Wann hat die Hagener SPD-Führung in der Vergangenheit je bei großen Unglücken irgendwo auf der Welt ihrer Solidarität mit den Opfern Ausdruck gegeben? Vielleicht verbal im Hinterzimmer, an Investitionen in Anzeigen dürfte sich kaum ein Hagener erinnern.

Der Versuch, auf diese Art und Weise Migrantenstimmen zu keilen, ist auch deshalb besonders schmierig, weil es die Hagener Partei in der Vergangenheit nicht für nötig gehalten hat, Menschen aus Zuwandererfamilien irgendwo auf aussichtsreichen Listenplätzen zu positionieren. Die waren nur gut genug dafür, beim Sommerfest des Ortsvereins den Grill aufzubauen.

Das mögliche Argument, man habe inzwischen dazugelernt und es handele sich wirklich nur um Anteilnahme, ist leicht zu entkräften. Die (zweisprachige) Anzeige hat nicht nur der Vorsitzende des Unterbezirks, Timo Schisanowski, unterzeichnet. Daneben prangt gleichrangig das SPD-Neumitglied Horst Wisotzki, „Ihr neuer Oberbürgermeister für Hagen“. Das wird die Angehörigen der Toten von Soma bestimmt trösten.

Wenn das kein Wahlkampf ist.

Eine Antwort to “SPD-Führung instrumentalisiert Todesopfer”

  1. Umleitung: Wer all diese Links wirklich gelesen hat, ist klüger – die “Zoom-Garantie” | zoom Says:

    […] Hagen und die Türkei: SPD-Führung instrumentalisiert Todesopfer … doppelwacholder […]

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