Hagens Alt-OB Demnitz will es noch einmal wissen

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Es ist ruhig um ihn geworden in den vergangenen fünf Jahren – zumindest politisch. Doch jetzt betritt der 63-Jährige doch noch einmal die lokale Bühne: Alt-Oberbürgermeister Peter Demnitz bewirbt sich im Wahlkreis 10 (Wehringhausen-West) um einen Sitz im künftigen Hagener Rat.

Damit tritt der Sozialdemokrat, der seit 38 Jahren ein SPD-Parteibuch besitzt, als Einzelbewerber in direkte Konkurrenz zu SPD-Ratsherr Claus Rudel. Sämtliche Unterlagen einschließlich der zehn erforderlichen Unterstützer-Unterschriften liegen zur Überprüfung bereits dem Kreiswahlausschuss vor. Ein Affront gegenüber dem SPD-Apparat, der für den Dehm -Vorgänger mit einem Ausschluss aus der Partei einher gehen könnte. (…)

Demnitz macht kein Hehl daraus, dass der jüngste parteiinterne Umgang mit Bürgermeisterin Brigitte Kramps („das Allerletzte“), mit seiner Gattin Uschi Metz im Ortsverein Wehringhausen („ein weiterer Mosaikstein“) oder auch die Methoden der Mehrheitsbeschaffung durch eine Flut von Ausnahmeanträgen („mehr als zweifelhaft“) ihn mit der Hagener SPD fremdeln ließen: „Die inhaltlichen Positionen sind mir in Hagen völlig unklar, es geht ausschließlich um Personalfragen. Ich bin gespannt, was passiert, wenn nach der Wahl nicht mehr alle bedient werden können . . .“

Quelle: DerWesten

Anmerkung: In der Printausgabe der WPWR vom Samstag (5.4.2014) werden auch Stellungnahmen des Hagener SPD-Parteichefs Timo Schisanowski und des SPD-Direktkandidaten im Wahlkreis Wehringhausen-West (und Mitglied des Sprecherkreises der parteiinternen Karrierestruktur „Die Würzburger e.V.“) Claus Rudel zitiert:

Herr Demnitz trägt leider schon seit geraumer Zeit auf dem Rücken der Partei ausschließlich persönlich motivierte Rechnungen aus. Zuletzt im SPD-Ortsverein Wehringhausen, wo er mangels politischer Mehrheiten mit dem Versuch gescheitert ist, seiner Ehefrau eine erneute Ratskandidatur zu sichern. Die Interessen der Bürger hat Herr Demnitz dabei schon lange aus den Augen verloren. Die Bürger aber werden sich sehr wohl daran erinnern, dass es einst gute Gründe für den Abschied von Peter Demnitz aus der Politik gab.

Timo Schisanowski

Nach dem Eintritt in seinen Ruhestand vor fünf Jahren hätte ich erwartet, dass Peter Demnitz seine politische Erfahrung in Wehringhausen einbringt. Das ist leider nicht geschehen. Er hat sich in all den Jahren weder um seinen Ortsverein noch um die Hagener SPD gekümmert. Warum er gerade jetzt sein Leben als Privatier aufgeben will, entzieht sich meiner Kenntnis. Dennoch möchte ich daran erinnern, dass man mit der Ratskandidatur verantwortungsvoll umgehen muss. Kurzschlussreaktionen und Schnellschüsse sind wenig dienlich, wenn es um das Wohl der Stadt geht.

Claus Rudel

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