Großer Bahnhof beim Grünen-Frühjahrsempfang

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OB-Kandidat Schulz will weiter „konsolidieren“

Die Grünen luden ein zum traditionellen Frühjahrsempfang und alle kamen: Neben den lokalen Grünen und natürlich dem OB-Kandidaten Erik O. Schulz, war von der stellvertretenden Ministerpräsidentin Sylvia Löhrmann über MdB René Röspel bis zum CDU-Vorsitzenden Christoph Purps fast alles vertreten, was Rang und Namen hat. Typisch grün: Vor Bio-Büffet und Small-Talk gab es lange und angeregte politische Diskussionen.

Drangvolle Enge und ein locker-freundschaftlicher Ton herrschten am Sonntagmorgen beim Grünen-Frühjahrsempfang, mit dem der Kreisverband seit einigen Jahren seinen Gründungstag feiert.

Freundschaftlich-spöttisch war auch der Aufschlag zu Beginn der Rede von Sylvia Löhrmann: „Die Hagener Grünen sind immer für eine Überraschung gut. Landesweit als deutlich linker Kreisverband bekannt, legen die Hagener nun eine überparteiliche OB-Kandidatur mit CDU und FDP vor, da habe ich schon geschluckt. Aber das zeigt wieder einmal, dass die Grünen ohne Scheuklappen vorgehen und im Interesse der lokal besten Möglichkeiten Grenzen überwinden.“

Ernster wurde Löhrmann, als es um die finanzielle Lage der Kommunen ging. „Wir als Land haben für den Kita-Ausbau und mit dem Stärkungspakt viel getan für die Kommunen. Wir wissen, dass das noch nicht reicht, gerade für eine Stadt wie Hagen. Aber nun muss der Bund zu seinen Zusagen stehen, mit denen die große Koalition an die Macht gekommen ist. Da werden wir Grüne nicht locker lassen.“ Unterstützung erhielt Löhrmann an diesem Punkt von René Röspel, als Kreisverbandssprecher Frank Steinwender eine eigentlich als Fragerunde gedachte Publikumsbeteiligung eröffnete.

Die Grüne Spitzenkandidatin Barbara Richter („Wir können hier in Hagen keinen weiteren Sozialabbau betreiben“) nahm ebenso Stellung wie OB-Kandidat Erik Schulz: „Wenn wir die Konnexitätsverstöße von Bund und Land zusammen rechnen, kommen wir auf eine Summe, die dem strukturellen Defizit des Hagener Haushalts entspricht. Das darf uns aber nicht daran hindern, selbst auch Möglichkeiten zur nachhaltigen Haushaltssanierung zu suchen.“

Damit sprach Schulz die (wesentliche) Ursache des Haushaltsproblems an – aber wie gedenkt er dagegen vorzugehen? Die Antwort kann ja nicht heißen, die Verursacher ungeschoren zu lassen und dafür die Hagener ersatzweise zur Kasse zu bitten. Damit würde Schulz – sollte er denn OB werden – nur die bürgerfeindliche Politik seiner Vorgänger fortsetzen.

Fazit der Sprecherin Nicole Pfefferer: „In der angeregten Diskussion wurde deutlich, dass nicht alle Anwesenden einer Meinung waren, wohl aber bereit, gemeinsam um die besten Lösungen zu ringen. So stelle ich mir zielführende Politik für Hagen vor.“

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