Auf ins Nirwana

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Hagener SPD auf dem Weg ins Kellergeschoss

Nein, es ist nicht in erster Linie die Personalie Brigitte Kramps, die der SPD in Hagen zu schaffen macht. Kramps musste wissen, was es bedeutet, sich gegen den Willen der Parteioberen zu stellen und – zugegebenermaßen äußerst trickreich – die Position einer Bürgermeisterin zu ergattern.

Es ist der Durchmarsch im Grunde genommen unpolitischer Karrierefreunde, der die Hagener Parteigliederung in den Abgrund stürzen wird. Es sind die schon an Größenwahn grenzenden Sprüche der Vorleute, die dafür sorgen werden, dass die Hagener SPD ihren Weg weiter nach unten konsequent fortsetzen wird.

Intellektuelle Qualitäten sucht man vergebens, Lösungsvorschläge zu den drängenden Hagener Problemen? Fehlanzeige. Stattdessen die gewohnten Sprechblasen.

„Mutige Antworten“ wolle man liefern, tönt der Vorsitzende Timo Schisanowski mit Hinweis auf das noch zu verabschiedende Wahlprogramm. Genau die sind in dem bisher vorliegenden Entwurf aber auch nach gründlicher Suche nicht zu finden. Gut – es ist bisher eben nur ein Entwurf und soll deshalb an dieser Stelle auch nicht näher beleuchtet werden.

Aber wie verhält es sich mit dem nichtssagenden Motto „Unser Hagen ist mehr“? Mehr Kürzungen fürs Volk, mehr Möglichkeiten für parteiinterne Aufstiegsorientierte? Und wer ist „unser“?

Der vorliegende Programmentwurf stellt ein reines Sowohl-als-auch dar, von „mutigen Antworten“ kann keine Rede sein. Vermeintlich keinem weh tun, sich selbst alle Möglichkeiten offen halten – das ist die Devise.

Bei den Kommunalwahlen 1994 erzielte die Hagener SPD noch 48,7 Prozent der Stimmen, 2009 waren es nur noch 29,3 Prozent. Kandidaten mit der Tendenz zum unpolitischen Businessplan und einem aufgeplustertem Programm ohne Substanz werden dafür sorgen, dass der Weg in die Bedeutungslosigkeit weiter beschritten wird.

Das Nirwana rückt näher.

3 Antworten to “Auf ins Nirwana”

  1. sozi13 Says:

    Der sozialdemokratischen Partei kann doch gar nichts besseres passieren, als dass ihre mutierte Untergliederung krachend untergeht. Man stelle sich nur mal einen Schisanowski in Düsseldorf, einen Krippner in Berlin und eine Öcal in Brüssel vor.

  2. Peter Meier Says:

    Das will ich mir nicht vorstellen.

  3. Umleitung: Armutslücke, Klassenjustiz, Kesselflicker, Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche, Lanz, Nellius und mehr. | zoom Says:

    […] Auf ins Nirwana: Hagener SPD auf dem Weg ins Kellergeschoss … doppelwacholder […]

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