Volles Haus im Hasper Hammer

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Neujahrsempfang des DGB Stadtverbandes Hagen

Rund 200 Gäste haben sich zum traditionellen Neujahrsempfang in Hagen versammelt, um am Rückblick und Ausblick auf gewerkschaftliche Arbeit in 2014 teilzunehmen. Bereits zum siebten Mal hatte der DGB eingeladen und Gäste aus den Gewerkschaften, Politik und Gesellschaft der Stadt erlebten einen lebendigen Abend.

Nach der Begrüßung durch die stellvertretende Vorsitzende Ruth Schäfer nutzten der Vertreter der DGB Bezirks NRW Manfred Wotke und der Hagener Oberbürgermeister Jörg Dehm die Gelegenheit zu kurzen Ansprachen.

Während Wotke über eine positive Entwicklung des nordrhein-westfälischen Gewerkschaftsbundes berichtete und dessen zentrale Aufgaben vor allem daran festmachte, dass es im laufenden Jahr eine große Aufgabe der Gewerkschaften in der Gestaltung des Industrielandes NRW, in der Auseinandersetzung um die Novellierung des Hochschulrahmengesetzes sowie in der Begleitung der Vorhaben der neuen Regierung gäbe, bezog sich Jörg Dehm vor allem auf die Entwicklungen der Stadt Hagen.

Dehm, der seine Amtszeit mit den diesjährigen Kommunalwahlen beenden wird, bescheinigte dem örtlichen DGB und dessen Vorsitzenden eine erfolgreiche Arbeit in der Stadt. Dabei hob er besonders die Arbeit des Stadtverbandsvorsitzenden Jochen Marquardt hervor. Trotz zum Teil sehr unterschiedlichen Auffassungen über Wege zur Lösung der kommunalen Aufgaben in Hagen sei die Zusammenarbeit davon geprägt, dass es in der gemeinsamen Umsetzung eine hohe Konstruktivität und eine Reihe erfolgreich angegangener Projekte gegeben hätte.

Besondere Bedeutung wies er dem Bündnis für eine sozialgerechte Stadt zu, in dem er DGB und den beiden Kirchen bescheinigte sowohl im auffallend guten Zusammenwirken als auch im Erfolg der Bemühungen beispielgebend auch über die eigene Stadt hinaus sei.

Jochen Marquardt nutzte auch in diesem Jahr den Empfang, um sowohl auf eine erfolgreiche Arbeit des vergangenen Jahres hinzuweisen, als auch die Schwerpunkte für 2014 zu beschreiben. Dabei bediente er mit vielen spitzen Bemerkungen die breite Themenpalette politischer Schwerpunkte im gewerkschaftlichen Kampf um gute Arbeit, gute Bildung und gutes Leben.

Mit deutlichen Worten kritisierte er die Europa-Politik der großen Koalition, die bisher keine Veränderungen zum verhängnisvollen Kürzungskurs der Vorgängerregierung erkennen ließe und von daher noch weit entfernt von gewerkschaftlichen Forderungen nach einem sozialen und demokratischen Europa sei. Am 1.Mai werden die DGB-Gewerkschaften das zu einem zentralen Thema machen.

Kommunalpolitisch blieb der DGB-Regionsgeschäftsführer bei seinen Positionen, forderte erneut die Wiedereinführung der Vermögenssteuer ein und hielt mit seiner Kritik nicht hinter dem Berg, als er darauf hinwies, „dass es nicht in Ordnung sei, wenn der oberste Repräsentant der Stadt bei einem Besuch in Berlin einen demokratisch und mehrheitlich gefassten Beschluss des Rates dort nicht in die Diskussion einbringe“. Für die Gewerkschaften wird auch das laufende Jahr davon geprägt sein die erforderliche Veränderung der Einnahmesituation für die Kommune durch eine gerechte Steuerpolitik einzufordern.

Die Lösung der finanzpolitischen Schwierigkeiten in Hagen, die die Kulturarbeit, die Arbeit der Sportvereine, den öffentlichen Nahverkehr und vielem mehr gefährde, wird für den DGB ins Zentrum der Anforderungen an die Parteien bei den anstehenden Kommunalwahlen am 25.5. sein. Dazu sollen für den gleichen Tag auch gemeinsame Forderungen zur Integrationspolitik einfließen, die aktuell erarbeitet würden.

Gewerkschaftspolitisch stehen für den DGB und seine 8 Mitgliedsgewerkschaften vor allem die anstehenden Betriebsratswahlen von März bis Mai, die Organisation des Tags der Arbeit und die Vorbereitung auf die historischen Daten in Erinnerung an den Beginn des I. Weltkriegs vor 100 Jahren und des II. Weltkriegs vor 75 Jahren an besonderer Stelle.

Marquardt nahm den Dank des Oberbürgermeisters für die gute Zusammenarbeit gern an und gab ihn auch zurück. Ob der Hinweis an Jörg Dehm, dessen künftige Arbeit weniger an christdemokratischer Aktualität und mehr an den Erfahrungen der katholischen Soziallehre auszurichten, greifen wird, blieb offen.

Mit dem gelungenen Auftritt des Kabaretts „die Buschtrommel“, das im März ihr neues Programm im Hasper Hammer vorstellen wird, endete der offizielle Teil. Viele Gespräche am kalten Buffet rundeten den Abend ab.

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