DGB stellt für Hagen eine Verfestigung der Armut im Hartz IV-System fest

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In den letzten Tagen macht der „Sozialreport für Deutschland 2013“ mit seinen veröffentlichten Zahlen zum gewachsenen Armutsrisiko Schlagzeilen. Der aktuelle Arbeitsmarktbericht der Hagener Agentur für Arbeit für den November zeigt konkret auf, wo die besonderen Schwächen des Arbeitsmarktes liegen. 7737 Hagener, das sind knapp 78% der gezählten Arbeitslosen, befinden sich im SGB II-Bezug. In diesem Bereich, stellt die Arbeitsagentur fest, gibt es kaum Bewegung.

„Die Anzahl der hilfebedürftigen Menschen geht aber noch weit über die der Erwerbslosen hinaus. Viele der Hartz-IV-Bezieher befinden sich in Fördermaßnahmen oder gehen einer Beschäftigung nach, die nicht existenzsichernd und prekär sind. Andere haben Betreuungspflichten oder befinden sich in der Ausbildung.“, so Jochen Marquardt, DGB Stadtverbandsvorsitzender.

Das belegen die Zahlen des DGB der Stadt, der sich besonders detailliert mit dem Eintritts- und Verbleibrisiko im Hartz IV-System über einen längeren Zeitraum beschäftigt hat. Demzufolge waren 13 Prozent der erwerbsfähigen Menschen in Hagen Ende 2012 auf Hartz IV-Leistungen angewiesen. 15.740 Menschen in der Stadt im Alter von 15-64 benötigen nach den Erhebungen staatliche Unterstützung.

Das Hartz-IV-Risiko in Hagen ist damit doppelt so hoch wie in Münster und etwas geringer als in Gelsenkirchen. Besorgniserregend ist zugleich, dass sich fast 70% aller Hartz-IV-Bezieher im Langzeitbezug befinden (d.h. sie haben in den letzten zwei Jahren mindestens 21 Monate staatliche Hilfen bezogen) und knapp die Hälfte aller Empfänger im Alter von 15-64 Jahren sogar seit mindestens 4 Jahren auf Hartz-IV angewiesen sind.

„Damit ist dramatisch nachgewiesen, dass das System des Forderns und der Sanktionen nicht dazu beiträgt Menschen dauerhaft in existenzsichernde Beschäftigungsverhältnisse zu vermitteln. Durch die Kürzungen in der Arbeitsförderung in den vergangenen Jahren haben sich zudem die Förderbedingungen massiv verschlechtert. Hier ist dringender Veränderungsbedarf“, erläutert der örtliche DGB Chef und fordert eine Neuausrichtung der Arbeitsmarktpolitik.

2 Antworten to “DGB stellt für Hagen eine Verfestigung der Armut im Hartz IV-System fest”

  1. Umleitung: Schützen in der Region wollen Weltkulturerbe werden. Dagegen verblassen die anderen Links. Trotzdem lesen! | zoom Says:

    […] Hagen: DGB stellt eine Verfestigung der Armut im Hartz IV-System fest … doppelwacholder […]

  2. Harald Helmut Wenk Says:

    „Damit ist dramatisch nachgewiesen, dass das System des Forderns und der Sanktionen nicht dazu beiträgt Menschen dauerhaft in existenzsichernde Beschäftigungsverhältnisse zu vermitteln.“ (Artikelzitat von Herrn Marquardt).

    Während in der Mathematik Beweise doch recht umstandslos nach Bekanntwerden in die Zunft eingebaut werden, tut sichdsiePhysik schon scherr (vom Nobelprweiud bis zum ppraktischrn nachweis (politischer Finanzierungsprobleme steckten dahinter) dauert es selbst heute über 40 Jahre.

    Bevölkeriung, Politiologen, Philosphen wissen es: In de Politik steht es dahin, ob irgendwas Bewiesenes jemals „in der Praxis“ berücksichtigt wird.

    „War is good for – absolutly nothing“ sang ein Gruppe (Edwin Starr) in den erwähnten 70igern. „Das kostet aber“ mus selbts der Volkswirt zum Militär zugeben.

    Die LINKE wird für ihre antimilitaristischge Haltung zu spinnenden Chaoten erklärt von den realen Politikern und Adenauer begründete 1952 in der Süddeutschen Zeitung die Wiederbewaffnung (Bundeswehr mit Atomoption) mit der Notwendigkeit, miltärisch die DDR zurückerobern können zu müssen.

    DER Abbau dder Arbeuitslisenversicherung wurxde 1975 bei Sicht de Massenarbeitslosdigkeiut begoinnenund hat die Masenarbeuistlosigkeit wohl eher befürdertz als bejkämpft. Die restlichrn katstrophsaklsten Auswitrkungendisser Politik füllz´t ,mittlerwile dure künsterlichen, literischen Werke der aktuellen Produkution, Krankrnhäuser, psxych9lguische Prrxenn,Bestattungsunternrehmen und Auslandsvisabehörden sowie die Krimnalstatistik und die Sozialappoarat und Medizinapparate. Die Kontrollgeselklsachaft und ein generaliserter Faschismus. So auf Compurtebasis ist da „einiges“ wirklich,index „Sbowden“, „NSA; „NSU“, Kohl Spenfenaffäre – Zusammenbruch des Ostblocks).

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