Bezirksbürgermeister fordert vorübergehende Schließung der Museen

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Der Hasper Bezirksbürgermeister und Ex-OB Dietmar Thieser (SPD) mischt die Spar-Debatte in Hagen kräftig auf: Er fordert Einschnitte bei der Kultur und bringt eine zumindest vorübergehende Schließung von Osthaus- und Schumacher-Museum ins Spiel. Genauso wie ein Aus für das Ballett am Stadttheater. (…)

„Es darf nicht länger ein Dogma bleiben, dass die Champagner-Etagen sich für unantastbar erklären. Bevor wir in dieser Stadt die Kindergartenbeiträge weiter erhöhen, sollten wir zunächst die Ballett-Sparte des Theaters schließen.“ Konsolidierung dürfe nicht länger auf dem Rücken von Schülern und Sportlern ausgetragen werden.

Die Zeiten, in denen es als ein Tabu galt, diese Bereiche gegeneinander aufzurechnen, seien vorbei, möchte Thieser bei der Sparpolitik des Rathauses eine Zäsur setzen: „Wir sind jetzt an einem Punkt, wo endlich klare Prioritäten gesetzt werden müssen.“

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Wer glaubt, dass der Kulturbereich ein Refugium der „Champagner-Etagen“ sei, hat seinen Eversbusch-Keller offenbar noch nie verlassen. In Deutschland gehen beispielsweise pro Saison zehnmal so viele Menschen – 113 Millionen – in Museen wie in alle Bundesligaspiele zusammen. Öffentliches Geld für permanente Polizeieinsätze muss bei Theater- und Museumsbesuchern auch nicht aufgewandt werden. Genau das, was er bestreitet, macht der gnadenlose Populist: Er rechnet Bereiche gegeneinander auf.

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