SPD: „Hagener Verhältnisse nichts Neues“

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In einem heute (Do., 31. Okt. 2013) in der Hagener Presse erscheinenden Leserbrief kritisiert das Mitglied des SPD-Ortsvereins Wehringhausen, Prof. Dr. Karl-Heinz Hasenritter, die Machenschaften der Hagener SPD-Führung im Zusammenhang mit der Kandidatenaufstellung zu den Kommunalwahlen im Frühjahr 2014.

Hasenritter bearbeitete die grundsätzliche Problematik nach eigenen Angaben schon Ende der 70er Jahre in seiner Dissertation: „Parteiordnungsverfahren und innerparteiliche Demokratie“.

Zu den aktuellen Auseinandersetzungen schreibt er jetzt u.a.:

Die „Hagener Verhältnisse“ sind eigentlich nichts Neues: Insbesondere in den 60er- und 70-er-Jahren hat es in der SPD meist im Zusammenhang mit Flügelkämpfen immer wieder Versuche gegeben, die Wahlen durch gezielte Veränderungen in den Mitgliedsstrukturen von oben her zu manipulieren: Parteiausschlussverfahren gegen Andersdenkende, Veränderungen der räumlichen Zuschnitte von Ortsvereinen, massenhafte Neuaufnahmen über Stadtverwaltungen und Eigengesellschaften und die Mobilisierung von „Karteileichen“ bei wichtigen Wahlen waren die üblichen Instrumente dafür.

In diesen Zusammenhang sind die aktuellen Manipulationen der Zuordnung von Mitgliedern durch die Mehrheit des Hagener UB-Vorstandes einzuordnen. (…)

Die Hagener SPD braucht keine auf Personen zugeschnittene, gezielte Manipulation von Ortsvereinszugehörigkeiten.

Sie bräuchte einen grundlegenden stadtentwicklungspolitischen und kommunalpolitischen Neuanfang, bei dem sich die Stadt zukunftsbezogen für künftig 150.000 Einwohner neu aufstellt. (…)

3 Antworten to “SPD: „Hagener Verhältnisse nichts Neues“”

  1. drhwenk Says:

    dieses unerwartete pointe der kritik: „ende der repräsentation“, die repräsentative demokratie funktioniert nicht wegen „vermachteter strukturen“ (ypsilanti), die politprofis lassen sich doch nicht vom veritablen volk was vorschreiben, hat uns nolens in die postdemokratie geworfen, als „seiendes“.

    neben der tiefen unkenntnis darüber gibt es die sie ermöglichende „wurschtigkeit“ größter teile der bevölkertung, die „ganz andere“, brennende, nämlich: PERSÖNLICHE sorgen hat…

  2. M. Meier Says:

    Ich bin ja gespannt, wie lange die verbliebenen Sozialdemokraten in der Hagener SPD sich diese Manipulationen noch gefallen lassen wollen.
    Die Würzburger-Karrieristen haben diese ehemals stolze Partei anscheinend komplett übernommen und neoliberal glatt gebügelt. Selbst die früher einmal aufmüpfigen Jusos sind inzwischen gleichgeschaltet. Oder besser: haben sich gleichschalten lassen.
    Die Linkspartei fällt in Hagen als Alternative bei den Kommunalwahlen aus; in diesem Sippenverband sieht es noch viel schlimmer aus. Bleiben noch Grüne oder Hagen Aktiv.
    Es sei denn, wirklich sozialdemokratische Politiker würden eine eigene Liste bilden. Dann hätten viele Hagener einen Grund 2014 zur Wahl des neuen Stadtrats zu gehen. Aber vermutlich fehlt da wieder einmal der Mut zur eigenen Courage.

  3. Rüßel, Petra Sabine Says:

    Es gibt mit Sicherheit noch wirkliche Sozialdemokraten in unserer Partei, da gebe ich die Hoffnung nicht auf. Wichtig ist, Gesicht zu zeigen und sich, entgegen der Strömung, einfach zu beteiligen und sich nicht alles gefallen lassen. Das Bild der Hagener SPD ist mittlerweile verheerend, da muss man etwas ändern.

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