Archive for September 2013

Hans Kotter Light Flow – Lichtobjekte

9. September 2013

20. September 2013 – 12. Januar 2014
Osthaus-Museum, Museumsplatz 1, 58095 Hagen
Besucherinfo

In einen regelrechten Farbenrausch versetzt der Künstler Hans Kotter die Betrachter seiner Werke durch das überaus ästhetische Zusammenspiel von Farbkompositionen und sich spiegelnden Flächen. Hans Kotter ist ein Experte im spielerischen Umgang mit Farbe und Licht. Er nutzt dazu unterschiedlichste Materialien wie Öl, Wasser, Plexiglas, Edelstahl und Chrom und kreiert damit sowohl Harmonien wie auch spannungsgeladene Kontraste. Er spielt mit den Sinnen.

Das Osthaus Museum Hagen zeigt vom 20. September 2013 bis zum 12. Januar 2014 unter dem Titel „LIGHT FLOW“ 10 Lichtobjekte von Hans Kotter inklusive einer großen Installation.

Der 1966 im bayrischen Mühldorf am Inn geborene Künstler Hans Kotter studierte in New York und arbeitet in einem breiten Spektrum von Fotografie über Konzeptkunst hin zu Lichtarbeiten und Installationen. Schon als Kind interessierte er sich für die Malerei der Futuristen, vor allem für Umberto Boccioni und die Op Art Victor Vasarelys, die beide hauptsächlich mit Licht und Farbe arbeiteten.

Kotters Skulpturen und Objekte, seine Leuchtkästen erwecken auf den ersten Blick den Eindruck, sie wären dazu geschaffen Räume zu verschönern, doch in Kotters Kunst geht es um mehr: Mit seinen Lichtarbeiten verwandelt Kotter den Ausstellungsraum durch Ensembles aus Kreisen und Linien oder auch changierenden Farbspektren, die oft mehrfarbig leuchten, in abstrakte Lichtlandschaften.

Die Grundelemente von Kotters Kunst, Raum, Licht und Farbe, spielen in minimalistischen Lichtobjekten zusammen. Ihre Leuchtkraft fasziniert den Betrachter: das wie materialisiert erscheinende Licht fordert eine intensive sinnliche Wahrnehmung heraus, und zugleich stellt der Künstler damit grundlegende Fragen nach den Bedingungen des Sehens.

Die Magie des Lichts macht Kotter zum Thema eines Hauptteils seines Werkes. Seine Arbeiten sind Reflektionen über den Prozess der Wahrnehmung, Studien über die Herstellung von Atmosphäre. Ein Bezug zur Moderne ist ebenfalls stets präsent.

Kriegsverbrecher: Viele Prozesse am Landgericht Hagen

8. September 2013

Das Landgericht verhandelt wegen Mordes gegen einen 92-Jährigen Breckerfelder. Das Verfahren ist vielleicht der letzte, aber lange nicht der erste Kriegsverbrecherprozess in Hagen. (…)

Kriegsverbrecher-Prozesse haben am Landgericht Hagen eine lange Tradition. „Seit den 50er Jahren gibt es sie immer wieder“, so Blank. „Die Argumentation gegen eine solche gerichtliche Aufarbeitung hat es schon immer gegeben“, so Blank, „man müsse endlich einen Schlussstrich ziehen und das Vergangene ruhen lassen, ist so eine oft bemühte Floskel. Später hieß es, man könne doch keine Mordprozesse gegen 70-Jährige führen. Heute sind es 90-Jährige, die man einem Verfahren nicht mehr aussetzen solle. Dabei muss man bedenken, dass die Täter auch vor Greisen keinen Halt machten.“ (…)

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Eine informative Zusammenstellung der in Hagen abgewickelten Kriegsverbrecher-Prozesse auf Basis der Angaben des Hagener Historikers Dr. Ralf Blank. Lehrreich wären auch einmal umfassende Informationen über jene Nazi- und/oder SS-Funktionäre, die nach 1945 in Hagen als Honoratioren agierten, z. B. im Brauerei- und Juristen-Milieu sowie in der Politik. Da wird immer noch der Mantel des Schweigens ausgebreitet.

Durch Enervie-Verluste fehlen Hagener Etat weitere Millionen

7. September 2013

Die Enervie-Gruppe läutet die Alarmglocken: Sollten die von der Bundespolitik geprägten energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen sich nicht einschneidend ändern, habe die aktuelle Krise das Potenzial, das Unternehmen an den Abgrund zu führen, fand Vorstandssprecher Ivo Grünhagen nach Informationen dieser Zeitung vor Aufsichtsräten äußerst klare Worte.

Damit drohen dem Etat der Stadt Hagen zumindest in den nächsten beiden Jahren weitere Einnahmeverluste in zweistelliger Millionen-Höhe, weil der heimische Energieversorger angesichts der brisanten Situation offenbar keine Dividende an seine Anteilseigner ausschütten kann. Zuletzt erhielt der Kämmerer 6,25 Millionen Euro – Einnahmen, die bislang auch noch in die Etats der kommenden Jahre einkalkuliert sind. (…)

Der Vorstand kündigte daher einen tiefgreifenden Maßnahmen-Dreiklang an: Neben einem tabulosen Kostensenkungsprogramm – die Haustarifverträge sind bereits gekündigt – sollen auch neue, bislang nicht näher bezeichnete Geschäftsfelder erschlossen werden. Außerdem steht seit Monaten die Überlegung im Raum, sich von der Erzeugung – also den Kraftwerken – zu trennen oder zumindest strategische Partner zu finden. (…)

Sollte sich das Unternehmen aus der Erzeugung tatsächlich verabschieden, stünde auch etwa ein Drittel der Enervie-Belegschaft auf der Kippe. Die Brisanz der Lage wird auch daran deutlich, dass der Vorstand nach Informationen dieser Zeitung gegenüber den Aufsichtsräten anbot, in diesen Krisenzeiten auf die Hälfte seiner erfolgsabhängigen Vergütungen verzichten zu wollen. (…)

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Die Jahresbezüge des Vorstandssprechers Grünhagen sollten – nach einer 2012 beschlossenen Erhöhung um knapp 23 Prozent – bis 2015 auf 368.000 Euro steigen. Die „erfolgsabhängige“ Vergütung macht ein Drittel davon aus. So dürften – wenn die Hälfte dieses Vergütungsteils wegfallen sollte – aktuell noch etwa 300.000 Euro pro Jahr drin sein. Damit könnte Grünhagen sicher gerade noch auskommen. Für die möglicherweise von Entlassung bedrohten Beschäftigten sieht es allerdings anders aus: Die fallen dann auf Null. Falls die Belegschaft tatsächlich um ein Drittel reduziert werden sollte, wäre es konsequent, auch den Vorstand entsprechend zu verkleinern. Einer müsste dann gehen.

CDU-Wahlkampfgast löst in der Partei Kontroverse aus

7. September 2013

Der Rapper Afrob wird am Sonntag zu einem Wahlkampfauftritt von CDU-Bundestagskandidatin Cemile Giousouf erwartet. Textzeilen des Musikers lassen in der Partei irritiert aufhorchen. (…)

Martin Reinhardt, Beisitzer in der Ortsunion Altenhagen, weist in einer E-Mail an Kandidatin Giousouf und den Kreisverbandsvorsitzenden Christoph Purps darauf hin, dass Rapper Afrob „sich darin gefällt, antisemitische Ressentiments zu schüren und islamistischen Terrorismus zu relativieren“. (…)

Geschäftsführer Bernd Löwenstein: „Wir haben die Vorwürfe von unserer Bundesgeschäftsstelle prüfen lassen und es gab keine Einwände. Das habe ich Herrn Reinhardt auch so mitgeteilt.“ (…)

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Vermeintlicher „Antisemitismus“ (gerne bei berechtigter Kritik an der Politik Israels ins Feld geführt) oder „Terrorismus“ (auch als Synonym für friedlichen Widerstand beliebt) wird von der CDU schnell zum Anlass genommen, die ganz große verbale Keule auszupacken – solange es den politischen Gegner betrifft. Für die eigenen Leute gelten natürlich andere Maßstäbe. So war der erwähnte CDU-Geschäftsführer Löwenstein schon in der Vergangenheit bei einer ähnlichen Thematik einschlägig aufgefallen (siehe hier). Aber im aktuellen Fall hat „Muttis“ Politbüro die Generalabsolution erteilt. Dann wird wohl alles gut.

Mobil die Bundestagswahl verfolgen

7. September 2013

Die Ergebnisse der Bundestagswahl am 22. September können die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Hagen erstmals auch mit einer App für Smartphones verfolgen.

Aktuell und mobil, das ging bislang auch schon über den Internetauftritt der Stadt Hagen. Die App bereitet die Ergebnisse für Smartphone-Nutzer aber übersichtlich auf, so dass diese sich schnell und gezielt über das Gesamtergebnis, aber auch die Ergebnisse in den einzelnen Wahllokalen informieren können. Alle Wahllokale in Hagen sind zudem mit Straßenkarten hinterlegt.

Die App ist für alle gängigen Smartphones und Tablets kostenfrei verfügbar. Über den Suchbegriff „Wahlportal“ gelangt der Nutzer im jeweiligen Store zu der App. Android im Google Play Store, iPhone und iPad im Apple Store iOS, Microsoft Windows Phone ab Version 7.5 im Windows Phone Store und Windows 8 im Windows App Store in der Rubrik Behörden.

Damit sich die Nutzer bereits vor der Wahl mit der App vertraut machen können, hat die Stadt Hagen die Ergebnisse der Bundestagswahl 2009 und der Landtagswahl 2012 eingestellt.

Enervie streicht Dividendenzahlung

6. September 2013

Die überwiegend kommunalen Anteilseigner des regionalen Energieversorgers Enervie werden mit hoher Wahrscheinlichkeit auf ihre fest eingeplante Dividende in diesem und im nächsten Jahr verzichten müssen. Im Geschäftsjahr 2012 wurden noch 17 Millionen Euro an die Aktionäre ausgeschüttet. Hagen ist mit 43 Prozent an dem Versorger beteiligt. (…)

Quelle: Meinerzhagener Zeitung

Anmerkung: Die naive Vorstellung der Hagener „Sparexperten“ und ihrer Lemminge in den politischen Gremien, man könne per Ratsbeschluss die Höhe der auszuschüttenden Dividende eines Unternehmens festlegen (auch wenn die Stadt daran beteiligt ist), ist damit zerplatzt wie eine Seifenblase.

Leerstand wird in Hagen deutlich zunehmen

6. September 2013

Während vor allem Hochschulstädte unter Mangel an Wohnungen und steigenden Mieten leiden, wird in Hagen dagegen der Wohnungsleerstand zu einem immer größeren Problem. Wie aus aktuellen Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hervorgeht, wird die Nachfrage nach Wohnraum in der gesamten Region Westfalen bis zum Jahr 2030 weiter auseinanderdriften.

Den größten Nachfrageeinbruch wird es demnach in Hagen (- 13,7 Prozent) geben. Im Kreis Unna (- 12,7 Prozent) und im Märkische Kreis (- 11,7 Prozent) sinkt die Wohnungsnachfrage ebenfalls erheblich. Zunehmen wird die Nachfrage hingegen im Kreis Borken (+ 3 Prozent), in Münster (+ 2,8 Prozent) und im Kreis Paderborn (+ 2,5 Prozent).

Auch im Vergleich mit den Ruhrgebietsstädten und -kreisen wäre Hagen am stärksten vom Rückgang der Nachfrage betroffen.

Die IW-Wissenschaftler haben für ihre Analyse die Nachfrage nach Wohnfläche für bundesweit alle 402 Landkreise und kreisfreien Städte bis 2030 vorausberechnet.

Weitere Informationen sowie Ergebnisse für Landkreise und kreisfreie Städte:
http://www.iwkoeln.de/de/wissenschaft/veranstaltungen/
beitrag/pressegespraech-volle-staedte-leeres-land-125137

DGB-Frauen wollen „umfairteilen“

6. September 2013

Gewerkschaftsfrauen rufen auf zur Teilnahme am 14. September in Bochum

Hagener Gewerkschafterinnen rufen auf zur Teilnahme an der Demonstration „Umfairteilen – Reichtum besteuern“. Auf der Sitzung des DGB-Kreisfrauenausschusses in der vorigen Woche haben sie beschlossen: „Wir sind am 14. September in Bochum dabei! Gerade wir Frauen haben allen Grund dafür!“

Ein breites Bündnis ruft dazu auf, eine Woche vor den Bundestagswahlen für soziale Gerechtigkeit und gute Lebensbedingungen auf die Straße zu gehen. Die Wiedereinführung der Vermögenssteuer wäre ein wichtiger Schritt in diese Richtung. „Besonders Frauen sind auf einen funktionierenden Sozialstaat angewiesen,“ betonen die Gewerkschafterinnen. Nach wie vor tragen sie die Hauptverantwortung bei der Kindererziehung und der Pflege alter Angehöriger. „Unsere Kolleginnen in den Betrieben, besonders die Alleinerziehenden, brauchen gut ausgestattete Kitas und Ganztagsschulen, gepflegte Spielplätze und Jugendzentren. Und bei der Betreuung pflegebedürftiger Eltern brauchen sie Beratung und Hilfestellung.“ Viele dieser Angebote werden von der Kommune vorgehalten oder gefördert – und durch die Finanzmisere der Städte sind sie immer wieder von Kürzungen bedroht.

Frauen arbeiten häufig in sozialen Berufen, in der Pflege, der Kinderbetreuung, in Begegnungsstätten und Beratungsstellen. Auch in diesen Bereichen drohen immer wieder Mittelkürzungen, die Arbeitsplätze bedrohen oder die Arbeitsbelastungen steigern. „Die Einnahmen aus der Vermögenssteuer würden den Ländern zugute kommen, die damit auch die Kommunen besser ausstatten müssen. Gerade darauf kommt es uns an“, betonen die DGB-Frauen in Hagen. „Auch Frauen haben jeden Grund, dafür auf die Straße zu gehen.“

Weitere Infos unter: http://www.pott-umfairteilen.de/

Volksentscheid statt Vollidioten

6. September 2013

Bürgerinnen und Bürger wollen den Volksentscheid, das sagen alle Umfragen – doch wo wird diese Mehrheit sichtbar? Die Bürgeraktion „Mehr Demokratie“ will der Bürgermehrheit ein Gesicht geben. Die Idee ist folgende: am 7. September findet ein zweiter bundesweiter Aktionstag für den Volksentscheid statt. Um zu zeigen, dass Menschen überall in Deutschland den Volksentscheid unterstützen, sammelt „Mehr Demokratie“ an diesem Tag Fotos von Bürgern vor dem Ortsschild Ihrer Stadt.

Der Clou: Auf dem Bild halten Bürger ein Banner mit der Aufschrift „…fordert: Volksentscheid – bundesweit!“ neben das Ortseingangsschild. So kommt eine ganze Serie zustande: „Hagen fordert: Volksentscheid – bundesweit!“, „Heiligenstadt fordert: Volksentscheid – bundesweit!“, „Buxtehude fordert: Volksentscheid – bundesweit!“, „Greifswald fordert: Volksentscheid – bundesweit!“ Das Banner kann man ganz einfach daheim ausdrucken, es besteht aus drei DIN-A4-Seiten zum Aneinanderkleben.

Neugierig geworden? Das freut die Initiatoren! Bitte lesen Sie sich vorher noch einmal die Hinweise zum Foto und zum Aktionstag durch: http://www.volksentscheid.de/bundesweiter_aktionstag.html Dort gibt es auch erste Beispielbilder. (WICHTIG: Auf dieser Seite finden Sie auch das Banner zum Herunterladen für das Foto.) Mit den schönsten Bildern lässt sich eine große „Volksentscheid-Collage“ entstehen, die man dann immer wieder verwenden kann – zum Beispiel bei der Aktionswoche von „Mehr Demokratie“ zu den Koalitionsverhandlungen. Der Volksentscheid braucht Gesichter: helfen Sie mit und machen Sie ein Foto! Wenn Sie am 7. September selbst keine Zeit haben, können Sie das Foto gerne schon früher einschicken.

Diese Aktion ist jedenfalls sinnvoller – und vor allem politischer – als die Kleisterei des Hagener Oberbürgermeisters Jörg Dehm, der weiland die Ortseingangsschilder in einer peinlichen Aktion mit „Stadt der FernUniversität“ dekorieren ließ, was Kritiker mit einer Gegenkampagne „Stadt der Vollidioten“ konterten.

Der Piratenbus kommt nach Hagen

5. September 2013

Am kommenden Freitag, den 6. September landet der Piratenbus in Hagen. Der Doppelstockbus ist ein echter Oldtimer aus dem Jahr 1976, fuhr schon auf einigen CSD-Veranstaltungen und stand in vielen Städten Nordrhein-Westfalens. Die Hagener Piraten  freuen sich, den Bus in die Stadt holen zu können, um etwas Schwung in den Hagener Wahlkampf zu bringen.

Der Bus wird von ca. 10 bis 24 Uhr auf dem Johanniskirchplatz stehen. Dort können sich alle über die Ziele der Piratenpartei, ihr Wahlkampfprogramm zur Bundestagswahl und was die Piraten in Hagen so machen, informieren.

SPD-Fraktion zweifelt am neuen Fachbereich Kultur

5. September 2013

Im Kulturausschuss am 19. September will die SPD-Fraktion über den aktuellen Stand in Sachen Kulturbüro und Zukunft des Muschelsalats informiert werden. (…)

Sven Söhnchen, kulturpolitischer Sprecher der SPD: „In den Diskussionen über den Fachbereich Kultur hat der Ausschuss bereits Zweifel geäußert, ob das neue Personal-Tableau des Fachbereichsleiters Dr. Belgin diese Vorgabe erfüllen kann. Nun verstärken sich die Sorgen, da sich die Personaldecke durch weitere Kündigungen von Mitarbeiterinnen aus dem Fachbereich negativ verändert.“ (…)

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Auch die Kulturzentren haben bereits Kritik in dieser Richtung geäußert. Siehe: Wichtige Stadtteil-Kultur

AWo diskutiert über Schließung von Begegnungsstätten

4. September 2013

Bei der Arbeiterwohlfahrt wird über die Schließung von Begegnungsstätten diskutiert. Vier Einrichtungen stehen auf der Streichliste. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. (…)

Grundlage der Diskussion ist ein Papier, in dem zwei Vorschläge unterbreitet werden. Die erste Variante sieht vor, künftig hauptamtlich geführte Begegnungsstätten in Vorhalle, Haspe, Eilpe, Hohenlimburg und auf Emst vorzuhalten. In der zweiten Variante wird auch Emst mit seinen Veranstaltungen geschlossen. Dort hat allein der Kulturhof in den ersten fünf Monaten des Jahres ein Defizit von 15.500 Euro verursacht. (…)

Quelle: DerWesten

Die siebte Nacht der langen Tische

4. September 2013

Sie ist in Wehringhausen schon zum absoluten Kult geworden: die Nacht der langen Tische. Das Straßenfest findet am kommenden Samstag, 7. September, bereits zum siebten Mal statt. (…)

Quelle: DerWesten

Radfahren für zukunftsfähige Mobilität

3. September 2013

Die GRÜNEN treten für neue Formen der Mobilität ein. Bahn, Bus und Rad sollen künftig die Leitverkehrsmittel sein. In unserer heimischen Bergwelt auf´s Rad? Die GRÜNEN machen`s vor.

Am 8. September starten Die GRÜNEN aus Hagen, Ennepetal, Breckerfeld, Schwelm, Gevelsberg, Witten, und Wetter und Herdecke zu einer Fahrrad-Sternfahrt. Sie brechen aus den genannten Orten auf und treffen sich in Herdecke am Bleichstein. Hier gibt es Erfrischungen und Kulinarisches.

Neben „normalen“ Fahrrädern werden auch Elektrofahrräder gerne gesehen. Unter anderem stellt die Mark E einige Elektroräder zur Verfügung. Jeder und Jede ist eingeladen an der Fahrt teilzunehmen. Wer ein Elektrofahrrad benötigt, sollte sich bei den GRÜNEN in einem der Orts- oder Kreisverbände melden. Ein Ziel der Tour ist es nachzuweisen, dass durch die Nutzung von Elektroantrieben auch Gebiete mit Bergen und Hügeln sinnvoll für den Radverkehr erschlossen werden können.

„Elektrofahrräder ermöglichen einen völlig neuen Nutzen von Fahrrädern im Alltag. Ohne Elektrounterstützung war das Alltags-Radfahren in unserer Region nur für sportliche Menschen ein Vergnügen. Jetzt ist es auch hier möglich die Einkäufe mit dem Fahrrad nach Hause zu fahren“ freut sich Frank Steinwender, Direktkandidat der GRÜNEN in Hagen und dem südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis.

Kleine und große Radlerinnen und Radler sind herzlich eingeladen an der Tour teilzunehmen. Natürlich ist jede/r auch ab 14.00 Uhr in Herdecke am Grillplatz Bleichstein willkommen.

Wer mit dem Kandidaten Frank Steinwender in Hohenlimburg losfahren möchte, sollte sich bis 12 Uhr in Hohenlimburg am Lennebad einfinden. Ein weiterer Startpunkt ist für 12 Uhr am Friedrich-Ebert-Platz geplant.

Anmeldungen werden erbeten beim Grünen-Kreisverband Hagen unter 02331-333822 oder kv@gruene-hagen.de.

„Ich bin seit 1942 Deutscher“

3. September 2013

Der frühere SS-Rottenführer Siert B. steht vor dem Landgericht Hagen, er soll im Zweiten Weltkrieg einen niederländischen Widerstandskämpfer ermordet haben. (…)

Die Vorsitzende Richterin Heike Hartmann-Garschagen muss ziemlich laut werden, ehe B. auf ihre Fragen reagiert. „Ihre Staatsangehörigkeit ist ungeklärt?“, fragt Hartmann-Garschagen. Da kommt zum einzigen Mal an diesem Tag Leben in den Rentner. Ziemlich energisch widerspricht er: „Ich bin seit 1942 Deutscher!“

Das sahen auch die bundesdeutschen Behörden bislang so. Ein Auslieferungsbegehren der niederländischen Justiz lehnten sie Ende der Siebziger unter Berufung auf einen Erlass Adolf Hitlers ab. Der hatte am 25. Mai 1943 die in der Waffen-SS und Wehrmacht dienenden Ausländer zu Deutschen erklärt. (…)

Quelle: Spiegel online

Anmerkung: Unglaublich – aber wahr. Führer-Erlasse sind offenbar bis heute geltendes Recht. Na dann: Mit deutschem Gruß, der Schriftleiter.

Dazu passt:

Restlos unaufgeklärt

Bericht des NSU-Untersuchungsausschusses

Der NSU-Untersuchungsausschuss hat seinen Abschlussbericht abgegeben. Damit sind die parlamentarischen Untersuchungen der NSU-Morde zunächst abgeschlossen. Doch die wichtigsten Fragen bleiben noch immer unbeantwortet. (…)

An Pannen glaubt Yavuz Narin längst nicht mehr. „Diese Adressliste, die unmittelbar zu dem untergetauchten Trio geführt hätte, wie wir heute wissen, und zu den Mordtatorten, wurde aus den Asservaten genommen und der Zielfahndung nicht zur Verfügung getellt“, sagt er. „Die Täter konnten sich bei der Begehung ihrer feigen Morde sicher fühlen, denn sie wurden in Sicherheit gewogen und sie wurden meines Erachtens auch gedeckt – von Teilen der Sicherheitsbehörden. Das werden wir beweisen können, davon bin ich überzeugt.“ (…)

Quelle: 3sat Kulturzeit

Anmerkung: Ein sehr sehenswerter Beitrag. Auf der verlinkten Seite finden sich auch zwei Interviews mit dem Politikwissenschaftler Hajo Funke und einem Vertreter der Nebenkläger im NSU-Prozess, Yavuz Narin. Beide haben den NSU-Untersuchungsausschuss regelmäßig besucht.

Melanie Purps rückt in Vorstand auf

3. September 2013

Neben Christoph Purps, der als Vorsitzender im Amt bestätigt wurde, rückte dessen Ehefrau Melanie Purps (42) als zweite stellvertretende Vorsitzende in den Führungszirkel der Mittelstandsvereinigung in der Hagener CDU. (…)

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Die Clan-Strukturen in der Hagener Politik greifen weiter um sich (siehe auch: Familienbande). Daneben ist Melanie P. in den Landesvorstand der MIT eingezogen. Chef dieser Vereinigung ist ein gewisser Hendrik Wüst. Das ist jener inzwischen in der Versenkung verschwundene ehemalige Generalsekretär der NRW-CDU, dem im Dezember 2009 vorgeworfen wurde, er habe seit April 2006 vom Land Nordrhein-Westfalen unzulässigerweise Zuschüsse sowohl zu seiner Kranken- wie auch zur Pflegeversicherung erhalten. Wüst erklärte damals dazu, von einem Schreiben hierzu habe er sich als „Privatversicherter schlicht nicht angesprochen gefühlt“. Nachdem auch noch die Affäre um Bettelbriefe an Sponsoren, in denen gegen Bezahlung Gesprächstermine mit dem damaligen CDU-Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers offeriert wurden, ruchbar wurden, trat Wüst im Februar 2010 zurück.

Kriegsverbrecher-Verfahren: „Er machte fertig, wen er zu fassen bekam“

1. September 2013

„Er verbreitete Furcht und Terror“, so beschrieb ein Zeitzeuge den früheren SS-Mann Siert B. Von Montag an steht der 92-Jährige wegen Mordes vor dem Landgericht Hagen. Er soll 1944 einen niederländischen Widerstandskämpfer erschossen haben.

Siert B. war ein Fanatiker, einer der Verblendeten. Aufgewachsen in einer Familie niederländischer Faschisten meldete er sich mit 20 Jahren freiwillig zur Waffen-SS. Das war 1941. Nach einem Einsatz an der Ostfront versetzte man den SS-Unterscharführer zurück in die Heimat, in den Grenzposten des SS-Sicherheitsdienstes nach Delfzijl bei Groningen.

Dort habe B. „Furcht und Terror“ verbreitet, erinnerte sich der Zeitzeuge Max van Diedenhoven. Widerstandskämpfer beschrieben B. als skrupellosen Gewalttäter: „Er machte fertig, wen er zu fassen bekam.“ Jetzt muss Siert B. vor Gericht, er ist inzwischen 92 Jahre alt. Als Hersteller von Jägerzäunen lebte Siert B. in der nordrhein-westfälischen Provinz lange Zeit ein Leben, das unauffälliger kaum hätte sein können. Die Staatsanwaltschaft Dortmund wirft dem Rentner inzwischen Mord vor. (…)

Quelle: Spiegel Online

Anmerkung: In den Niederlanden war auch der im Dezember 2009 verstorbene frühere Hagener CDU-Funktionär Oskar Pahnke als SS-Offizier „tätig“. Eine Todesanzeige für Pahnke, die von drei führenden heimischen CDU-Mitgliedern unterzeichnet war, zitierte zynischerweise den Theologen Dietrich Bonhoeffer, ein Mitglied der Bekennenden Kirche, das noch kurz vor Toresschluß von den Nazis hingerichtet wurde. (Siehe auch hier)

Wichtige Stadtteil-Kultur

1. September 2013

Die freien Zentren sind nicht nur Bühnen für Künstler, sondern auch Treffpunkte in den Stadtteilen. Dirk Klauke, Kulturmanager des Hasper Hammers, warnt vor weiteren Einsparungen im Bereich der freien Kultur. (…)

Der städtische Zuschuss für den Hasper Hammer beläuft sich auf 65.000 Euro pro Jahr, die Summe ist auf fünf Jahre eingefroren, der Vertrag zwischen Stadt und Hasper Hammer sowie den übrigen Kulturzentren läuft bis Ende 2016.

„Aber hält sich die Stadt auch an ihr Versprechen?“, fragen sich Klauke und die übrigen Kulturzen­trenleiter. „Weitere Kürzungen würden unsere Planungen konterkarieren.“ Klauke konkretisiert: „Es geht nicht nur um das frühzeitige Buchen von Künstlern, sondern auch um die Zukunft unserer Mitarbeiter. Wir bilden in diesem Jahr zum Beispiel erstmals eine junge Frau zur Veranstaltungskauffrau aus. Wenn unser Zuschuss gekürzt wird, können wir die Ausbildung bei uns im Haus nicht fortsetzen.“

Seit elf Jahren ist Klauke Kulturmanager im Hammer. „Seit einigen Monaten gibt es jedoch Kommunikationsprobleme mit dem neuen Fachbereich Kultur. Die Informationen fließen nicht mehr; man wird nur auf Nachfrage informiert.“ (…)

Quelle: DerWesten

Martin Weiske: Kritiker in Lauerstellung

1. September 2013

Wahlkampfzeiten – der Fokus aller Parteien liegt auf den nächsten drei Wochen. Da ruhen vornehm die ­Waffen der Grabenkämpfer, selbst bei der Hagener CDU. Es ziemt sich einfach nicht, der rührig um jede Stimme ringenden Spitzenkandidatin mit Emster Postadresse unschön dazwischenzugrätschen.

Das hat vor Wochen ohnehin schon unser importierter OB getan, als er den Volmestädtern zumindest wohntechnisch den Rücken kehrte und kurzerhand zurück nach Mülheim zog. Ein unfreundlicher Akt verknüpft mit baldigem Amtsverzicht. Damit erwies er der aus Aachen herbeigeholten Cemile Giousouf einen Bärendienst. Der Wähler fragt sich: Wie Hagen-verbunden sind diese Polit-Importe denn nun tatsächlich? Und wie glaubwürdig sind ihre Treue-Schwüre? (…)

Quelle: DerWesten

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