Archive for August 2013

Wasser in Westfalen: Hagener zahlen am meisten

9. August 2013

Die Trinkwasserpreise in Westfalen fallen unterschiedlich hoch aus: Wie aus Erhebungen des Magazins „Men’s Health“ hervorgeht, kostet das Wasser in Hagen mit 1,87 Euro pro Kubikmeter am meisten. Am billigsten ist es in Hamm, dort muss nur 1,43 Euro pro Kubikmeter gezahlt werden.

Für den Vergleich wurden die Daten kommunaler Wasserversorger von 50 Großstädten in Deutschland ausgewertet. Bundesweit muss der Verbraucher in Solingen mit 2,67 Euro pro Kubikmeter Trinkwasser am tiefsten in die Tasche greifen. In Mülheim an der Ruhr ist es mit 1,24 Euro pro Kubikmeter am günstigen.

Die erheblichen Preis-Differenzen hingen vor allem mit „regional unterschiedlichen strukturellen, rechtlichen und naturräumlichen Rahmenbedingungen zusammen“, die von den öffentlichen Wasserversorgern nicht beeinflussbar seien, erklärt Stefan Luig, Pressesprecher des Verbandes kommunaler Unternehmen in Berlin. Lediglich rund 20 Prozent der Versorgungskosten hingen vom tatsächlichen Trinkwasserverbrauch ab.

BUND und NABU fordern größere Anstrengungen zur Luftreinhaltung im Ruhrgebiet

9. August 2013

Die Umweltzone Ruhrgebiet in ihrer jetzigen Form ist nicht ausreichend, meinen die Umweltorganisationen NABU und BUND.

Die Luftqualität in der Metropole Ruhr könne nur dann entscheidend verbessert werden, wenn die grüne Umweltplakette als Einfahrtvoraussetzung vorliege und möglichst wenig Ausnahmen erteilt würden. Auch bei industriellen Emittenten müssen Maßnahmen ergriffen werden. Viele Quellen für Feinstaub und Stickstoffdioxid seien nur ungenügend reglementiert.

Bei einem Pressegespräch gestern in Duisburg benannten die Verbände auch weitere Verursacher für Luftverschmutzung: Baumaschinen trügen bis zu einem Viertel der innerstädtischen Rußemission bei. Die Städte müssten in Ausschreibungen daher die verbindliche Ausstattung von Baumaschinen mit Partikelfilter auf Baustellen der öffentlichen Hand vorschreiben. Weiterer Handlungsbedarf bestehe im ÖPNV. Auch in Bussen, Zügen und S-Bahnen müsse wirksame Abgastechnik zum Einsatz kommen.

Hagener Künstlerinnen und Künstler

8. August 2013

Osthaus Museum Hagen, Museumsplatz 1, 58095 Hagen
Ausstellungsdauer vom 11.08.- 06.10.2013

Vier Jahre nach Wiedereröffnung stellt das Osthaus Museum zum zweiten Mal die Hagener Kunstszene mit einer repräsentativen Auswahl unterschiedlicher künstlerischer Positionen aus. Die jurierte Ausstellung bietet einen Überblick über das aktuelle Schaffen der bildenden Künstlerinnen und Künstler, die in Hagen leben und/oder arbeiten.

Die Künstlerschaft konnte sich mit bis zu drei Arbeiten für die Mitwirkung an der Ausstellung empfehlen. Alle Techniken waren zugelassen. Aus insgesamt 139 Bewerbungen und 375 eingereichten Vorschlägen wurden 71 Arbeiten von 21 Bewerberinnen und 28 Bewerbern ausgewählt.

Die breite Skala an Techniken, Materialien und experimentellem Geist beeindruckt und führt dem kunstinteressierten Publikum den Reichtum und die Lebendigkeit künstlerischen Schaffens in Hagen vor Augen.

Wer die Ausstellungsreihe im Osthaus Museum über viele Jahre verfolgt hat, kann feststellen, dass sich durchaus eine Verschiebung im Bereich der künstlerischen Sparten feststellen lässt, die sich dieses Mal deutlich manifestiert. Fotografie und digitale Medien nehmen einen breiteren Raum ein, das Spektrum reicht von der dokumentarischen Aufnahme bis zur computergenerierten Malerei.

Diese Tatsache belegt den unabdingbaren Zusammenhang zwischen dem künstlerischen Schaffen und dem außerkünstlerischen Alltag, der heute zunehmend digital bestimmt ist. Das Neben- und Miteinander von innovativen und klassischen Sparten, von Gegenstand und Abstraktion, von erzählenden und konzeptuellen Arbeiten macht den Reiz dieser aktuellen Bestandaufnahme aus.

Zur Eröffnung der Ausstellung erscheint ein Katalog.

Nur 52,7 Prozent der Mütter in Hagen sind erwerbstätig

7. August 2013

Im vergangenen Jahr gingen nur 52,7 Prozent der Hagener Mütter einer Erwerbstätigkeit nach. Damit gehört Hagen zusammen mit Mönchengladbach (ebenfalls 52,7 Prozent) zu den Schlusslichtern unter den nordrhein-westfälischen Kreisen und kreisfreien Städten.

Wie aus den jetzt veröffentlichten Erhebungen des Statistischen Landesamtes hervorgeht, war die Erwerbstätigenquote von Müttern im erwerbsfähigen Alter mit Kindern unter 18 Jahren nur in Gelsenkirchen (50,0 Prozent), Hamm (48,8 Prozent) und Duisburg (48,3 Prozent) noch niedriger.

In ganz Nordrhein-Westfalen waren 2012 61,5 Prozent aller Mütter erwerbstätig. Damit ist die Quote gegenüber 2007 um 3,3 Prozentpunkte angestiegen.

Am höchsten lag die Erwerbstätigenquote von Müttern im Kreis Herford mit 71,1 Prozent, gefolgt vom Kreis Warendorf mit 70,7 Prozent und dem Hochsauerlandkreis mit 70,6 Prozent.

Hagen mit positivem Pendlersaldo

7. August 2013

Hagen gehört zu den Ruhrgebietsstädten mit einem positiven Pendlersaldo. Das ergibt sich aus Berechnungen der Statistikexperten des Regionalverbandes Ruhr (RVR).

2011 pendelten 39.130 Erwerbstätige nach Hagen ein. Die meisten kamen aus Iserlohn (4.118) und aus Dortmund (4.078). Umgekehrt überquerten 29.656 Hagener die Stadtgrenze, um in einer anderen Stadt zu arbeiten. Die Auspendler haben ihre Arbeitsplätze vor allem in Dortmund (3.498) und in Iserlohn (2.538).

Die Zahl der Pendler unter den 1,6 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Metropole Ruhr hat sich in den letzten 20 Jahren kontinuierlich erhöht. Lagen 1991 für „nur“ knapp 40 Prozent der Berufstätigen im Ruhrgebiet Wohn- und Arbeitsort in unterschiedlichen Städten, so mussten 2012 fast 55 Prozent pendeln.

„Die stetig steigenden Zahlen von Pendlern zeigen, wie wichtig eine gute Verkehrsinfrastruktur für die Menschen in der Metropole Ruhr ist“, sagt Karola Geiß-Netthöfel, Direktorin des Regionalverbandes Ruhr. Dazu gehörten gut ausgebaute Autobahnen genauso wie ein leistungsfähiger Nahverkehr mit schnellen Verbindungen, kürzeren Takten und einem einfachen Tarifsystem.

Hagener Schätze des Jugendstils

7. August 2013

Führung im Hohenhof und am Stirnband

Mittwoch, 07. Aug. 2013, 16 – 18 Uhr

Nachdem der Kunstmäzen und Kulturreformer Karl Ernst Osthaus (1874-1921) 1902 sein privates Museum Folkwang in Hagen eingeweiht hatte, begründete er 1906 die Künstlerkolonie Hohenhagen. Bezug nehmend auf die Idee des Großherzogs Ernst Ludwig in Darmstadt, der die Mathildenhöhe initiiert hatte, lud Osthaus ausgewählte Künstler und Architekten nach Hagen ein, um deren individuelle Gebäude-entwürfe in die Tat umzusetzen.

Osthaus ließ sein Wohnhaus, den Hohenhof, von dem belgischen Künstler-Architekten Henry van de Velde 1906/08 erbauen. Heute zählt der Hohenhof architekturgeschichtlich zu den bedeutendsten Gebäuden Europas kurz nach der Jahrhundertwende und ist eines der wenigen erhaltenen Beispiele für ein Jugendstil-Gesamtkunstwerk. Von der Architektur bis zur kompletten Inneneinrichtung gestaltete Henry van de Velde in Absprache mit dem Bauherrn Osthaus das Gebäude „aus einem Guss“.

Eintritt: 3€, plus Führungsgebühr 7€
Eine Anmeldung ist erforderlich unter 0 23 31/2074770
Treffpunkt ist der Hohenhof, Stirnband 10, 58093 Hagen.

„Jo Bithume“ – Comedy der französischen Art beim „Muschelsalat“

6. August 2013

Comedy im besten französischen Sinne zeigt die Compagnie „Jo Bithume“ am Mittwoch, 7. August, um 20 Uhr im Rahmen des „Muschelsalat“-Programms auf dem Bleichplatz in Eilpe.

Auf einer antiken Kochmaschine zeigen eine resolute Mutter und ihre Kinder, was sie außer Kochen sonst noch können. Da wird wild drauflos gespielt, die sechs Kochprofis jonglieren mit Pötten und Pfannen oder balancieren auf Herd und Kochgeschirr. Die verdrehten Köche servieren dem Publikum neben allerlei Spaß eine köstliche Mahlzeit, die zum Finale an die Zuschauer verteilt wird. Das Rezept: Clownerie und Slapstick, gemischt mit Absurditäten und Küchenmusik plus einer Prise Akrobatik. Was da herauskommt zergeht auf der Zunge – so wie die Suppe.

Oligarch steigt in Wehringhausen ein

5. August 2013

Die Beteiligungsfirma Renova des russischen Oligarchen Wiktor Wekselberg übernimmt die Kontrolle beim deutsch-schweizerischen Stahlkonzern Schmolz + Bickenbach AG (S+B). Das meldet die Süddeutsche Zeitung in ihrer Samstagsausgabe.

Zum Imperium von S+B gehört auch das Werk der Deutschen Edelstahlwerke in Hagen-Wehringhausen. Die ehemaligen Harkort & Eicken Edelstahlwerke GmbH waren seit 1925 Teile des Dortmunder Hoesch–Konzerns. 1946 wurde das Werk Hagen von der Alliierten Militärregierung vom Hoesch-Konzern getrennt und in Stahlwerke Hagen AG umbenannt. 1951 wurde der Betrieb Teil der im gleichen Jahr gegründeten Stahlwerke Südwestfalen AG, die 1984 im Krupp-Konzern aufging. 2005 wurde das Werk an S+B verkauft.

Jetzt erhält der Russe Wiktor Wekselberg ironischerweise die Kontrolle über einen Produktionsbetrieb in Wehringhausen, der im Zweiten Weltkrieg zu den wichtigsten Zulieferern für das deutsche Panzerbauprogramm zählte.

Kulturentwicklungsplan

5. August 2013

Seit dem 1. Oktober 2012 – also seit einem knappen Jahr – ist Thomas Huyeng Kulturdezernent der Stadt Hagen. In einem Vorgespräch mit unserer Zeitung im August letzten Jahres erläuterte der studierte Arbeitsrechtler, worin er seine Aufgabe als Kulturdezernent sieht: „Ich will für Hagen einen Kulturmasterplan mit fünf Leitsätzen für die nächsten fünf Jahre aufstellen“, verkündete Huyeng damals. Bis heute scheint nicht viel passiert zu sein. (…)

Quelle: DerWesten

Anmerkung: DOPPELWACHOLDER.DE berichtete bereits am 23. Juli unter dem Titel „Viel Rauch um nichts“ zum Thema: „Wer die finanzielle Zwangslage der Stadt kennt, über lange Jahre die kommunale Politik verfolgt hat und die intellektuellen Qualitäten vieler ihrer Akteure genießen durfte, kann sich das Ergebnis dieser Art Kulturentwicklungsplanung denken: Großes Palaver vieler angeblich „Wichtiger“ und ein Output nahe Null.“ Die Äußerungen des Dezernenten Huyeng jetzt ändern an der damaligen Einschätzung nichts. Entweder als Realitätsverweigerung oder als Schönfärberei muss auch seine Einlassung gewertet werden, es sei ein Gerücht, dass die Stimmung unter den Mitarbeitern „im gesamten Kulturbereich“ schlecht sei – „vielleicht bei ein oder zwei Personen“. Dabei haben allein im Kulturbüro bereits zwei maßgebliche Mitarbeiterinnen entnervt die Hüte genommen.

Gedenken an Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki

4. August 2013

Am 6. und 9. August 1945 fielen Atombomben auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki. In aller Welt werden Menschen an diesen Tagen an die Schrecken erinnern, die mit der atomaren Gewalt über die Bewohner dieser Städte kamen und die bis heute fortdauern.

In Hagen erinnert der Verein HAGENER FRIEDENSZEICHEN daran, dass immer noch über 10.000 Atomwaffen weltweit lagern. Der Verein unterstützt die Kampagne „Vision 2020 – für eine atomwaffenfreie Welt“, die 2003 vom Bürgermeister von Hiroshima angeregt wurde.

Die Kampagne wurde von dem internationalen Netzwerk „Bürgermeister für den Frieden“, dem auch die Stadt Hagen angehört, aufgegriffen. Ziel ist die verbindliche Vereinbarung eines Zeitplans für die Abschaffung aller Atomwaffen und dann der Abschluss einer Atomwaffenkonvention, um eine atomwaffenfrei Welt bis 2020 zu erreichen. Denn 68 Jahre nach den Atombombenabwürfen weigern sich die Atommächte immer noch, Verhandlungen für eine Nuklearwaffenkonvention aufzunehmen.

Nukleare Waffen wurden entwickelt wegen ihrer Kapazität zur Zerstörung der Städte, und bis zum heutigen Tag ist diese Kapazität der Kern der nationalen Sicherheitspolitik der Nuklearwaffenstaaten. Die Städte der Welt haben darum die Losung ausgegeben: „Städte sind keine Zielscheiben“.

Auch in Deutschland lagern in Büchel in der Eifel nach wie vor Atomwaffen. Am 11./12. August findet in Büchel eine Musikblockade des Atomwaffenlagers statt, um die Forderung nach Abrüstung zu untermauern. Am 11. August fährt ein Bus von Hagen nach Büchel, Anfahrt 7.30 Uhr ab Busbahnhof (vor dem Jobcenter). Fahrpreis 15 Euro, ermäßigt 10 Euro. Anmeldungen bei Ruth Sauerwein, Tel.: 5 26 82, Email: rsauerwein@blue-cable.de

Museumsquartier droht zu überhitzen

3. August 2013

Gleich drei Dezernenten bietet die Hagener Verwaltungsspitze auf, um eine offensichtliche Fehlplanung bei der Klimatisierung des Hagener Museumsquartiers zu erklären.

Die eingebauten Wärmepumpen erzeugen Abwärme, die nicht mehr ausreichend abgeführt werden kann. Schon jetzt weist die Technikzentrale der Museen eine Temperatur von 36 Grad Celsius auf. Bei einem Anstieg auf über 40 Grad Celsius droht ein Komplettausfall der Regelungstechnik, die derzeit dafür sorgt, dass die für Museen übliche Temperatur und Feuchtigkeit eingehalten werden. Nur so kann verhindert werden, dass die Exponate – insbesondere die Ölgemälde – keinen Schaden nehmen.

Wie in vielen deutschen Museen habe auch das Hagener Museumsquartier derzeit mit den hohen Außentemperaturen zu kämpfen, erklärt Kulturdezernent Huyeng. Viele Museen? Bekannt ist nur der Fall der Berliner Alten Nationalgalerie. DerWesten berichtet zu dieser Aussage des Dezernenten: „Dabei verschweigt er, dass es sich beim Berliner Museum um einen „normalen“ Defekt der 14 Jahre alten Anlage handelt, der zunächst nichts mit der andauernden Hitze zu tun hat. Auch beim deutschen Museumsbund ist von Hitze-Problemen anderer Häuser nichts bekannt.“

Verwaltungsspitze, Vertreter beider Museen sowie der Immobilienbetrieb der Stadt Hagen verständigten sich auf eine temporäre technische Lösung für das Kunstquartier. Dazu wird für einen Zeitraum von zwei Monaten auf dem Museumsparkplatz ein Container mit einer speziellen, angemieteten Klimatechnik aufgestellt.

„Ziel ist es, die Regelungstechnik herunter zu kühlen, damit diese nicht ausfällt und wir Gefahr laufen, dass die Temperaturen in den Ausstellungsräumen hochschnellen“, so der Technische Beigeordnete Thomas Grothe. Der Versuch, das Ganze über kleinere Kühlaggregate im Technikraum selber sicher zu stellen, sei wenig aussichtsreich, da auch diese wieder Abwärme produzieren.

„Für andere Lösungen fehlt uns zum einen die Zeit, zum anderen stehen wir mit dem Museumsbau ja immer noch im Beweissicherungsverfahren, so dass unsere Handlungsspielräume stark eingeschränkt sind, um nicht etwaige Ansprüche zu verwirken“, ergänzt der Erste Beigeordnete Dr. Christian Schmidt, der die Gesamtkosten für dieses Maßnahmenpaket auf rund 110.000 Euro beziffert.

Unverständlich bleibt allerdings, weshalb die Abwärme sich im Technikraum sammelt und nicht sofort nach außen abgeführt wird – das Prinzip jeder einfachen Klimaanlage. Aber es soll ja auch Mitmenschen geben, die bei Hitze die Kühlschranktür öffnen, um die Wohnräume zu kühlen.

Die werden allerdings nicht wie Dezernenten bezahlt.

Hausbesitzer Horst Edel sieht sich nicht als „Immobilienhai“

3. August 2013

Das Haus in der Eugen-Richter-Straße 98 bleibt weiter gesperrt. Die Stadt Hagen hat dem Besitzer Horst Edel eine Verfügung mit Auflagen übergeben. Doch der ehemalige Opernsänger und Schauspieler sieht sich selbst nicht als „Immobilienhai“. Die 28 Rumänen will er aber nicht wieder einziehen lassen. (…)

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Geschäftsmodell „Hartz IV Bezieher“

Mehr Jugendliche ohne Arbeit und Ausbildungsplatz

2. August 2013

Während für viele, leider längst nicht alle Jugendlichen in den kommenden Tagen und Wochen die Ausbildung beginnt, endet sie gleichermaßen für andere, die ihre Ausbildung abgeschlossen haben.

Im Mittelpunkt der medialen Berichterstattung stehen aktuell die noch nicht besetzten Ausbildungsplätze. Der DGB sieht die aktuelle Entwicklung kritisch. DGB-Regionsgeschäftsführer Jochen Marquardt: „Bei den noch offenen Lehrstellen wird der Eindruck erweckt, als sei die Besetzung das zentrale Problem. In Wirklichkeit ist die Zahl der jungen Menschen, die keinen Ausbildungsplatz haben immer noch höher, als die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze. Hier stehen alle Beteiligten vor der Aufgabe noch zielgerichteter zu vermitteln und vor allem zusätzliche und für alle jungen Menschen Ausbildungsplätze zu schaffen.“

Immer unverständlicher wird die so genannte Fachkräftedebatte für den DGB. Obwohl allenthalben darüber fabuliert wird, werden Jugendliche mit Ausbildungsabschluss nicht übernommen, sondern in die Arbeitslosigkeit entlassen. Marquardt: „Es wirkt schon sehr befremdlich den Fachkräftemangel einzuklagen und den demografischen Wandel als Herausforderung zu beschreiben und gleichzeitig die berufliche Zukunft junger Menschen mit Erwerbslosigkeit zu starten.“

Steuerzahlerbund beklagt hohe Mietnebenkosten

2. August 2013

von Ruth Sauerwein

Der Bund der Steuerzahler macht sich Sorgen um die Menschen, die wegen gestiegener Nebenkosten nach Zahlung der Miete kaum noch Geld zum Leben haben. Eine durchaus berechtigte Sorge.

Als eine Ursache macht der Bund die Überschuldung vieler Städte aus. Daraus entstand die absurde Situation, dass ausgerechnet arme Städte wie Hagen bei der Grundsteuer, den Müll- und Abwassergebühren usw. kräftig hingelangt haben. Nicht freiwillig.

Städte, die am „Stärkungspakt“ für Kommunen des Landes NRW teilnehmen, werden von Bezirksregierung und Land geradezu dazu gezwungen. Und belasten dadurch insbesondere Einkommensschwache und schwächen die Kaufkraft vor Ort.

Bis hierhin bin ich mit dem Steuerzahlerbund einer Meinung. Aber wenn er die Städte auffordert, lieber ihre Ausgaben zu senken, folge ich nicht mehr. Noch mehr kaputte Straßen, weniger Spielplätze, ungepflegte Schulen, weniger Geld für Schuldnerberatung und andere soziale Dienstleistungen? Das macht die Stadt auch nicht attraktiver.

Ich finde es besser, die Vermögenssteuer wieder einzuführen. Diese Steuer kommt den Bundesländern zugute und findet so ihren Weg direkt auch in die Städte, um die Kommunen wirklich zu entlasten. Noch etwas spricht dafür: Während die Gebührenerhöhungen gewissermaßen eine Sondersteuer für die Einwohner armer Städte sind, zahlen die Vermögenssteuer diejenigen, die – laut letzten Meldungen – einmal wieder beträchtlich reicher geworden sind.

Nebenan: Jobcenter geht gegen Gegen-Hartz.de vor

2. August 2013

Einschüchterungsversuch gegen Gegen-Hartz.de?

Jobcenter Ennepe-Ruhr-Kreis will anscheinend kritische Berichterstattung unterbinden (…)

Quelle: Gegen-Hartz

Arbeitslosigkeit steigt – jetzt ist es die „Sommerflaute“

1. August 2013

Die Zahl der Arbeitslosen in Hagen und im EN-Kreis stieg auf 22 949, die Arbeitslosenquote um 0,3 Punkte auf 8,6 Prozent. Vor zwölf Monaten waren es 8,3 Prozent. Die Hagener Arbeitsagentur spricht von „Sommerflaute“.

Der Arbeitsmarkt in der Volmestadt entwickelte sich etwas ungünstiger als im Gesamtbezirk. Ende Juli waren es hier 10 148 gemeldete Arbeitslose, 113 mehr als im Juni. Diese Veränderung resultierte aus einem Anstieg um 148 auf 2364 Erwerbslose im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III, betreut durch die Arbeitsagentur) und einem Rückgang um 35 auf 7784 Arbeitslose in der Grundsicherung (Rechtskreis SGB II, verantwortlich Jobcenter Hagen).

Die aktuelle Hagener Arbeitslosenquote stieg gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,4 Punkte auf nunmehr 10,6 Prozent (Vorjahr 10,2).

Hagener Planetenmodell ist ein Denkmal

1. August 2013

Das Hagener Planetenmodell wird unter Denkmalschutz gestellt. Das Westfälische Denkmalamt in Münster ist zu dem Schluss gekommen, dass die maßstabsgetreue und in dieser Form weltweit einzigartige Darstellung des Sonnensystems ein Baudenkmal darstelle. (…)

Quelle: DerWesten

„Als ginge die Hölle los“ – Die Schlacht ums Ruhrgebiet

1. August 2013

Der Hagener Historiker Ralf Blank hat jetzt ein Buch über das Kriegsjahr 1943 im Ruhrgebiet veröffentlicht. Er schildert darin die furchtbaren Anfänge der „Battle of the Ruhr“, der Schlacht an der Ruhr. 34.000 Tonnen Bomben wirft das britische Bomber Command bis Ende Juli 1943 ab, rund 16.000 Menschen sterben. (…)

Quelle: DerWesten

Das Interesse am neuen Betreuungsgeld ist in Hagen eher gering

1. August 2013

Beim gemeinsamen Versorgungsamt der Städte Hagen, Dortmund und Bochum sind bisher weniger als 40 entsprechende Anträge insgesamt eingegangen. (…)

Quelle: Radio Hagen


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