Hagen Aktiv zur Zukunft des Theaters

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von Dr. Josef Bücker, Fraktionsvorsitzender Hagen Aktiv

Das Hinauszögern einer politischen Entscheidung zur Zukunft unseres Theaters wirkt sich auf die Mitarbeitermotivation und den Standort Hagen negativ aus. Wir haben den Eindruck, dass einzelne Fraktionen nach mehr als drei Jahren immer noch verkennen, dass ein bindender und zeitnaher Ratsbeschlusses zur Rettung unseres Theaters zwingend erforderlich ist.

Wir stehen weiterhin zu unserem früheren Fraktionsbeschluss. Dieser fordert den Erhalt und die Selbständigkeit des Theaters unter dem Dach einer gGmbH. Und zwar den Erhalt aller Sparten: Musiktheater, Orchester, Ballett und Lutz.

Weshalb befürworten wir eine gGmbH? Wir sind überzeugt, dass externe Partner durch die Aufnahme als Minderheitsgesellschafter in einer gGmbH nachhaltiger eingebunden werden können. Darüber hinaus müssen wir dafür sorgen, dass Spareffekte nicht durch umsatzsteuerliche Nachteile, wie sie bei einer AÖR auftreten, konterkariert werden. Zu guter Letzt: Das Theater wird vom städtischen Haushalt unabhängig, so dass es autark und eigenverantwortlich agieren kann.

Eigenverantwortlich bedeutet aber auch, dass die Geschäftsführung und die Gesellschafter einer zukünftigen „theaterhagen gGmbH“ mit einem fixen, zwischen Verwaltung, Politik und Theater vereinbarten Zuschuss auskommen MÜSSEN. Eine Kostendeckelung seitens der Stadt ist für uns hierbei zwingend erforderlich, so dass die Geschäftsführung des Theaters und deren Partner durch wirtschaftliches Handeln den Erfolg selbst steuern können. Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung ist, dass variable Kostenanteile, wie z.B. Tarifsteigerungen, Energiekosten etc., im Vorfeld eindeutig zwischen den Vertragspartnern definiert und bindend in einem Vertrag festgehalten werden.

Wir sind überzeugt, dass eine „theaterhagen gGmbH“ eine zukunftsträchtige und faire Lösung für alle Beteiligten ist. Wir sind ebenso überzeugt, dass unser Intendant, die Theatermitarbeiter und zukünftige Partner die Kompetenzen besitzen, um im Rahmen einer gGmbH die Theaterstruktur und somit die eigenen Arbeitsplätze über das Jahr 2020 hinaus in Hagen zu sichern.

Auf dem Weg dorthin fordern wir für alle Theater in NRW eine stärkere Beteiligung unserer Landesregierung. Andere Bundesländer – wie z.B. Bayern – zeigen, dass Kultur auch Landesaufgabe ist.

Wir appellieren an alle Fraktionen, sich jetzt an einer derartigen Lösung aktiv zu beteiligen. Denn, eine Fortsetzung der momentanen Hinhaltetaktik wird den Niedergang des Theaters lediglich beschleunigen.

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