Internationaler Frauentag 2013

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Hagener Gewerkschaftsfrauen absolvierten umfangreiches Programm

285 Euro Spenden kamen am Sonntag, dem 10. März, beim Brunch der DGB-Frauen im Kulturzentrum Pelmke für das Frauenhaus zusammen. Ein Zeichen dafür, dass bei den rund hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowohl das umfangreiche Buffet als auch das Programm samt „feministischer Zeitreise“ gut angekommen war. Bis zum Sonntag hatten die Gewerkschaftsfrauen bereits zwei weitere Aktionen zum Internationalen Frauentag erfolgreich gestaltet.

Der Startschuss fiel am 8. März um 10 Uhr in „Luthers Waschsalon“. Der DGB-Arbeitskreis „erwerbslos + aktiv“ hatte zum Frauenbrunch eingeladen, und rund 30 Frauen kamen, um sich über Minijobs und die Folgen für die Rente zu informieren. Ruth Sauerwein referierte zum Thema „Frauen leben länger – aber wovon?“ Ihre Forderung: Minijobs müssen abgeschafft werden. Frauen brauchen Arbeitsplätze, die von Anfang an sozialversichert sind.

Am Nachmittag des 8. März wiesen die Gewerkschafterinnen mit Regenschirmen, fair gehandelten Rosen und Flugblättern auf die Versorgungslücke hin, die Minijobs in die Rentenansprüche reißen. Das Flugblatt informierte zum einen darüber, welche Rechte Minijobberinnen haben, erläuterte aber gleichzeitig, warum sie für Frauen oft genug eine Sackgasse sind.

Isabel Rohner, Nikola Müller und Gerd Buurmann nahmen die Gäste mit auf die „feministische Zeitreise“. Mit Witz und Wissen berichteten sie aus dem Leben und Wirken von Hedwig Dohm, einer engagierten Frauenrechtlerin des 19. Jahrhunderts. Vielen im Saal war diese Frau, die sich gekonnt auch mit Nietzsche anlegte, unbekannt. Zu Unrecht, war das einhellige Urteil. Beeindruckend ihr Gedicht gegen den Krieg, das sie 1916 im Alter von 85 Jahre verfasste.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde außerdem über die Kampagne „Wasser ist Menschenrecht“ informiert. Für dieses europäische Bürgerbegehren gegen die Privatisierung der Wasserversorgung konnte Heike Medeke viele Unterschriften sammeln.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Frauenwochen im März steht noch aus. Die IG-Metall-Frauen zeigen am Donnerstag, dem 21. März im Kino Babylon den Film „Die 1000-Euro-Generation“. Dieser Film beschreibt eine Generation, die trotz bester Ausbildung am Anfang ihres Berufslebens mit prekären Beschäftigungsverhältnissen abgespeist wird.

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