„Kommunale Wirtschaftsförderung schafft Arbeitsplätze – Anforderungen steigen“

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Städtetag für starke kommunale Wirtschaftsförderung

Die kommunale Wirtschaftsförderung steht vor wachsenden Herausforderungen. Grund dafür sind ein ganzes Bündel aktueller Entwicklungen, darunter der verstärkte Wettbewerb der Regionen, der technologische Wandel, die oft schwierigere Flächenentwicklung und Flächenvermarktung, die Sicherung lebendiger Innenstädte sowie die Energieeffizienz, die Gewinnung von Fachkräften und die Folgen des demografischen Wandels.

Eine Vielzahl der Veränderungsprozesse, denen sich die kommunale Wirtschaftsförderung aktuell stellen muss, benennt der Deutsche Städtetag in einem Diskussionspapier. Die dortigen Positionen und Analysen sind auch für viele Unternehmen bedeutsam, da diese mehr denn je auf die breit gefächerten Dienstleistungen und die kompetente Betreuung durch die kommunale Wirtschaftsförderung angewiesen sind.

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Dr. Stephan Articus, erklärt: „Eine leistungsstarke kommunale Wirtschaftsförderung unterstützt und bindet in hochmobilen Zeiten Handwerksbetriebe, Gewerbetreibende und Dienstleistungsfirmen an eine Stadt und sorgt außerdem für Neuansiedlungen von Unternehmen. Das sichert bestehende Arbeitsplätze und trägt zur Entstehung neuer Arbeitsplätze in den Städten bei. Es verbessert gleichzeitig über Kaufkrafteffekte und Steuereinnahmen die Wirtschaftskraft der Kommunen und macht die Städte lebenswerter für alle Bürgerinnen und Bürger.“

Ansiedlungswillige Unternehmen erwarten heute eine umfangreiche fachliche Betreuung in nahezu allen Bereichen unternehmerischer Wirklichkeit. Deshalb hat sich das Aufgabenspektrum der kommunalen Wirtschaftsförderung in den vergangenen Jahren deutlich erweitert. Kommunale Wirtschaftsförderung ist mittlerweile gleichermaßen als Moderator, Koordinator, Krisenmanager und Initiator in zahlreichen Aktionsfeldern aktiv.

„Für den Erfolg von Unternehmen sind die lokalen und regionalen Standortbedingungen vielfach maßgeblich, die auch mit Hilfe der kommunalen Wirtschaftsförderung geschaffen werden. Gleichzeitig hat die kommunale Wirtschaftsförderung entscheidenden Anteil daran, dass sich eine breite Palette von Beschäftigungsangeboten für die Menschen in den Städten entwickeln kann und damit auch die Attraktivität der Städte und die Lebensbedingungen in den Städten verbessert werden“, so Articus.

Kommunale Wirtschaftsfördereinrichtungen tragen wesentlich dazu bei, die Städte als Wirtschaftsstandort langfristig zu stärken, ihre Finanzkraft zu sichern und die Lebensqualität der Menschen zu verbessern. Gerade in Städten mit strukturellen Problemen und finanziell eingeschränkten Möglichkeiten, sind die komplexen Leistungen der kommunalen Wirtschaftsförderung unverzichtbar, um eine weitere Schwächung dieser Kommunen zu verhindern.

Articus: „Gerade auch Städte mit klammer Kassenlage brauchen eine leistungsfähige kommunale Wirtschaftsförderung. Diese kann beispielsweise über die Förderung von Innovationen und Start-ups oder die Ansiedlung von Unternehmen neue Arbeitsplätze in die Stadt holen. Das hilft den Menschen und trägt außerdem dazu bei, die Sozialausgaben zu senken und die Einnahmen notleidender Kommunen zu erhöhen.“ Ohne eine weitere Verbesserung der kommunalen Finanzlage strukturschwacher Städte durch Bund und Länder seien die Handlungsmöglichkeiten erfolgreicher kommunaler Wirtschaftsförderung allerdings begrenzt.

Das Diskussionspapier finden Sie hier.

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