WR: Beschäftigte sollen Transfergesellschaft selbst finanzieren

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Seit dem 01.Februar ist die Westfälische Rundschau eine Zeitung ohne eigene Redaktion. Die überwiegende Mehrheit der Beschäftigten ist seitdem von der Arbeit freigestellt. Die Arbeit in fast allen Lokalredaktionen ist eingestellt.

Mit Kündigungen rechnen die Betroffenen in den nächsten zwei Wochen. Dem Betriebsrat liegen bereits zahlreiche Anhörungen zu Kündigungen vor. Montag gab es eine weitere Betriebsversammlung in Hagen, ein Treffen ehemaliger freier Mitarbeiter sollte gestern am Abend stattfinden.

Der Betriebsrat ringt darum, dass konzerninterne Bewerbungen von (ex-)WR-Beschäftigten künftig bevorzugt werden. In diesem Punkt zeigt sich der Konzern verhandlungsbereit. In einer anderen Frage sind die Verhandlungen festgefahren: Der Betriebsrat möchte, dass Beschäftigte im Anschluss an die Kündigungsfrist zunächst in Transfergesellschaften unterkommen. So soll der Übergang in neue Tätigkeiten erleichtert werden.

Solche Transfergesellschaften werden vom Staat gefördert, aber auch der Arbeitgeber müsste einen Teil des Geldes, das er durch die Redaktionsschließungen spart, einsetzen. Hier klaffen die Vorstellungen von Belegschaft und Arbeitgeber noch weit auseinander. Der Arbeitgeber fordert, dass die Beschäftigten während ihrer individuellen Kündigungsfrist auf einen Teil ihres Einkommens verzichten, um so die Transfergesellschaft selbst zu finanzieren.

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