„NRW braucht PTA!“

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Apothekerorganisationen in NRW starten Kampagne

Die PTA-Lehranstalt in Hagen hat schon ihre Schließung bekannt gegeben, weitere Schulen kämpfen ums Überleben. Damit steht die PTA-Ausbildung in NRW nach Ansicht der Apothekerverbände vor dem Aus – und das trotz einer enormen Nachfrage an ausgebildeten Fachkräften.

Stetig steigende Schulgelder sorgen schon seit geraumer Zeit für immer weniger Bewerber. Künftig müssen Schüler bis zu 378 Euro für ihre Berufsausbildung zahlen – monatlich! Denn: Die Landesregierung hat sich jetzt entschlossen, sich bei der Ausbildung vollständig aus der Verantwortung zu ziehen und hat die Streichung der finanziellen Unterstützung bekannt gegeben.

Seit Jahren setzen sich die Apothekerorganisationen des Landes nach eigenen Angabeb für eine zukunftsfähige und sozial gerechte Neustrukturierung der PTA-Ausbildung ein. Mit der Kampagne „NRW braucht PTA!“ nehmen die Apothekerkammern und -verbände jetzt die Landesregierung gemeinsam in die Pflicht und kämpfen für eine Verlagerung der Ausbildung an Berufskollegs, um den völligen Kollaps des attraktiven und zukunftssicheren PTA-Ausbildungsberufes in NRW noch rechtzeitig zu verhindern.

Rund 2.000 PTA-Auszubildende gibt es derzeit in NRW, die ihre Ausbildung an einer der 16 wohnortnahen Lehranstalten absolvieren. Der tatsächliche Bedarf an entsprechend ausgebildeten Fachkräften in Apotheken, Krankenhäusern, Industrie, Versicherungen, Krankenkassen, Laboren und Behörden ist indes viel höher. Schon heute fällt es nach Angaben der Kampagnenmacher schwer, den Bedarf des Arbeitsmarktes in NRW zu decken. Schülerinnen und Schüler, die diesen attraktiven und zukunftssicheren Beruf erlernen möchten, müssen ein monatliches Schulgeld von durchschnittlich 200 Euro zahlen. Die Folge:

Die Bewerberzahlen sinken schon seit Jahren. Mit der nun beschlossenen Streichung der finanziellen Unterstützung durch das Land verschärft sich das Problem deutlich, das Schulgeld wird an einigen Lehranstalten auf 378,- im Monat ansteigen.

Seit Jahren machen sich die Apothekerkammern und -verbände des Landes dafür stark, die PTA-Ausbildung an bereits bestehende, öffentlichen Berufskollegs zu verlagern. Mit der Ausbildung an den Berufskollegs, welche ihrerseits ebenfalls mit dramatisch sinkenden Anmeldezahlen zu kämpfen haben, wäre eine sozial gerechte Lösung gefunden, die bereits bestehende Strukturen sinnvoll nutzt. Lehrkräfte, Räume und Verwaltungsstrukturen der Berufskollegs sind bereits vorhanden.

Infos zur Kampagne: http://www.nrw-braucht-pta.de/

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