Röspel wirft SPD Kampagne gegen den OB vor

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Als „bühnenreifes Spektakel“ bezeichnet der CDU-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Röspel die neuesten Entwicklungen rund um das Hagener Tierheim, mit dem offensichtlich die ins Stocken geratenen SPD-Kampagne gegen CDU-Oberbürgermeister Jörg Dehm erneut angeschoben werden solle: „Mit der Suche nach Wahrheit oder gar Aufklärung hat das nichts zu tun“, wie Röspel kritisiert. Dabei sei gerade Aufklärung in dieser Angelegenheit dringend geboten. (…)

Die gespielte Ahnungslosigkeit Jochen Webers bezeichnet Röspel als unglaubwürdig: „Er ist nicht nur Vorsitzender des Betriebsausschusses der Gebäudewirtschaft (GWH), sondern auch Aufsichtsratsvorsitzender der städtischen Immobiliengesellschaft GIV. Der GWH-Betriebsausschuss hat sich in zahllosen, der GIV-Aufsichtsrat in mindestens vier Sitzungen mit dem Bau des Tierheims und des Bungalows für die Tierheimleitung beschäftigt. Da wollen Weber alle Details entgangen sein? Wenn dem so wäre, dann wäre das Grund genug, sein Amt niederzulegen.“ (…)

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Es ist tatsächlich ein „bühnenreifes Spektakel“ – allerdings in einem anderen Sinne als CDU-Röspel meint. Seine Partei ist nämlich an der Schmierenkomödie „Hagener Politik“ maßgeblich beteiligt. Auch CDU-Mitglieder sind in allen Aufsichtsgremien bestens vertreten. Gemeinsam mit der SPD handeln die Christdemokraten seit eh und je Dezernenten und Geschäftsführer untereinander aus. Politisch verantwortlich für jedes Verwaltungshandeln ist der Oberbürgermeister, der gleichzeitig Chef der Verwaltung ist. Und der heißt momentan Jörg Dehm und gehört der gleichen Partei an wie Wolfgang Röspel, nämlich der CDU. Dehm dürfte sich letztendlich genauso der politischen Verantwortung entziehen wie sein Vorgänger Peter Demnitz im Zusammenhang mir dem Derivate-Skandal. Als grundlegendes Problem der ganzen Hagener Misere stellt sich zunehmend das Modell des „Konzerns Stadt“ heraus, das dazu geführt hat, Unübersichtlichkeit zu befördern, dem – gewählten – Stadtrat immer mehr Zuständigkeiten zu entziehen und neue bestbezahlte Pöstchen zu schaffen.

Auch CDU-Röspel scheint sich schon nach einer lukrativeren Beschäftigung umzusehen. Jedenfalls ist aus Caritas-Kreisen zu vernehmen, dass er im Laufe dieses Jahres seinen dortigen Geschäftsführerposten aufgeben will, um sich mehr der Politik zu widmen. Damit dürfte er kaum seine Funktion als Fraktionsvorsitzender der CDU im Rat gemeint haben, für die er gerade einmal 1.200 Euro Aufwandsentschädigung im Monat erhält. Näher läge es beispielsweise, eine vakante Position als Sozialdezernent in einer benachbarten CDU-regierten Großstadt zu übernehmen.

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