DGB Hagen fordert längeres Kurzarbeitergeld und mehr Ausbildung

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Weil die Zahl der Arbeitslosen im November nur ganz leicht gesunken ist, zeigen sich die Hagener Gewerkschaften besorgt. Die erhoffte und übliche Herbstbelebung fällt schwach aus. Der Hagener DGB teilt die Befürchtungen der örtlichen Agentur für Arbeit, dass der postulierte Aufschwung nun endgültig dem Ende zugehen kann. Gleichzeitig bleibt es bei einer völlig unzureichenden Zahl neuer Stellenangebote und bei einem Ausbau der Kurzarbeit.

Marquardt: „Die Politik ist jetzt gefordert, schnellstens wieder die Bedingungen für die Kurzarbeitsinstrumente an den Erfahrungen der ersten Krisenphase auszurichten und mindestens die Zeitfenster für die Nutzung zu vergrößern. Die Beschäftigten und die Betrieben brauchen Sicherheit, um möglichen Stellenabbau zu verhindern.“

Obendrein ist von besonderer Dramatik, dass mittlerweile fast 1000 junge Menschen in Hagen zu den Arbeitslosen gezählt werden müssen, ein Anstieg zum Vorjahr von fast 30%. Ein Blick auf den Ausbildungsmarkt in Hagen lässt die Zukunft für die jungen Menschen auch nicht rosig erscheinen, denn seit Jahren liegt die Zahl der gemeldeten Ausbildungsplätze um ca.1500 unter der Zahl der gemeldeten Bewerber. Hinzu kommt, dass 62,1% der aktuell gezählten Arbeitslosen keine abgeschlossene Berufsausbildung hat.

Marquardt: „Die fehlenden Facharbeiter fallen nicht vom Himmel und müssen auch nicht mühsam im Ausland gesucht werden. Sie müssen einfach vor Ort ausgebildet und qualifiziert werden und das ist Aufgabe der Betriebe.“ Somit besteht die notwendigste Aufgabe darin, jungen Menschen genügend qualifizierte Ausbildungs- und gute Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen.

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