DGB in der Region fordert verlässliche und ausgebaute Kurzarbeitsregelungen

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Ganz im Gegensatz zu Wirtschaftsminister Rössler machen sich die Gewerkschaften in Hagen große Sorgen um die wirtschaftliche Entwicklung und fordern schnellstens beschäftigungsicherende Lösungen für Betriebe und Beschäftigte, die sich bereits in Kurzarbeit befinden oder von Kurzarbeit bedroht sind.

Die aktuelle Regelung lässt die Nutzung der Kurzarbeitsinstrumente nur für einen Zeitraum von 6 Monaten zu. In den nächsten Monaten haben in Hagen eine Reihe von Betrieben diese Frist ausgeschöpft und werden Probleme bei Sicherung ihrer Unternehmen und ihrer Beschäftigten haben.

Für den DGB-Vorsitzenden in Hagen, Jochen Marquardt, ist deshalb die Ausweitung der Kurzarbeiterregelung wie in der Krisenphase 2008 notwendig: „Die Politik ist nun dringend aufgerufen wieder Regelungen zu schaffen, die den Unternehmen und damit auch den Beschäftigten Sicherheiten geben und Perspektiven bieten. Die Ablehnung solcher Maßnahmen durch den Wirtschaftsminister ist unverständlich und unverantwortlich.“

Für den DGB hätte die Untätigkeit der Politik erheblich größere Folgen als in der Krise 2008. Denn zum damaligen Zeitpunkt standen vor der Einführung der verbesserten Kurzarbeitsinstrumente wesentlich höhere Arbeitszeitkonten und damit größere Puffer als in der aktuellen Situation zur Verfügung. Bereits jetzt werden zum Beispiel Leiharbeitsplätze zurück gefahren und Befristungen nicht mehr verlängert. Wer die Gefahren dieser neuen Krisenentwicklung ignoriert, handelt für den DGB völlig unverantwortlich.

Marquardt: „Es gibt wohl niemanden, der sich nicht freut, wenn es nicht zu einem neuerlichen Ausbruch der Krise kommt. Der Versuch die Gefahren wegzureden ist aber keine Lösung und erinnert eher an eine Gebetsmühle. Doch hier ist kein Mantra gefragt, sondern verantwortungsbewußtes politisches Handeln!“

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