Bündnis „Aufstehen für Hagen“: Ziel erreicht

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Über 1.000 Unterschriften für die Wiedereinführung der Vermögenssteuer

Das Bündnis „Aufstehen für Hagen“ hat am Samstag in der Innenstadt hunderte Unterschriften unter den Antrag an den Rat der Stadt zur Wiedereinführung der Vermögenssteuer gesammelt.

Die Ankündigung einen kreativen und aktiven Aktionstag durchzuführen, machten verschiedene kostümierte Gruppen und viele Diskussionen und Rezitationen zu einer gut besuchten Veranstaltung. Moderiert durch den Journalisten Hans Leicher kamen viele Hagener Bürger und Aktive aus dem Bündnis zu Wort.

Aufsehen erregten Musketiere sowie Robin Hood und Begleiterin. Ein Vertreter der „Vermögenden“ forderte die Sicherung seines Eigentums und eine Gruppe von Mönchen forderte mehr Geld für Hagen anstatt ein allumfassendes Armutsgelübte der Stadt.

Jochen Marquardt vom Hagener DGB formulierte für das Bündnis, dass es bei den Forderungen nicht um Neid und Missgunst, sondern um eine gerechte Steuerpolitik ginge, die den starken Schultern mehr abverlange, um für alle eine bessere Perspektive zu schaffen. Besondere Aufmerksamkeit erregte der ehemalige Intendant des Hagener Theaters, Peter Pietsch, der sowohl aus der Streitschrift „Empört euch“ des französischen Philosophen Stephan Hessel zitierte, als auch zum Thema passende Gedichte von Heinrich Heine, Kurt Tuchholski und Erich Kästner vortrug.

Gut angenommen wurde die Idee für jede Unterschrift einen kleinen bunten Ball in vorbereitete Gefäße zu werfen und damit die ständig wachsende Zahl der Unterschriften zu dokumentieren. Als „Quittung“ für jeden Ball erhielten die unterzeichnenden Bürger einen „Schoko-Euro“ zur Erinnerung oder zum direkten Verzehr.

Bundesweit waren an diesem Samstag zehntausende in deutschen Städten für „UmFairTeilen“ aktiv. Das Hagener Bündnis begrüßte die großen Aktionen und hatte bereits frühzeitig auf eine eigene Aktion in der Stadt orientiert. „Uns ging es darum mit den Menschen in Hagen ins Gespräch zu kommen und sie zur Unterstützung für den Ratsantrag zu gewinnen.“, so Thomas Köhler einer der Musketiere und Ver.di-Vorsitzender der Region.

Mit Freude nahm „Aufstehen für Hagen“ auch wahr, dass der Vorsitzende des DGB-NRW, der Hagener Andreas Meyer-Lauber den gemeinsamen Aktionsstand besuchte und seine Solidarität bekundete. Der NRW-Chef der Gewerkschaften begrüßte die Hagener Aktion und machte deutlich, dass dieses Beispiel auch viele weitere Städte im Lande umgesetzt werden sollte, um „die Reichen mit in Verantwortung für eine bessere Finanzausstattung der Städte zu nehmen.“

In den nächsten Tagen sollen Gespräche mit den Ratsfraktionen der SPD, der Grünen, Hagen aktiv und mit den Linken geführt werden, um eine Beschlussfassung im Rat der Stadt vorzubereiten. Das Bündnis hofft dabei darauf, dass sich alle Fraktionen, also auch CDU und FDP der Initiative anschließen und damit ein deutliches Zeichen nach Berlin senden, die Einnahmepolitik in den Kommunen zu verbessern, anstatt die Städte und Gemeinden mit ihren Finanzproblemen im Regen stehen zu lassen.

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