40 Prozent der Bedürftigen sind Kinder

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(…) Waschsalon, Suppenküche und Warenkorb sehen sich zunehmend mit den Auswirkungen existenzieller Not in der Stadt konfrontiert. So stellt der von der Caritas betriebene Warenkorb seit Mai keine Berechtigungsscheine für Hilfsbedürftige mehr aus. Grund: Die Hilfsorganisation wird der steigenden Nachfrage nach billigen Lebensmitteln nicht mehr gerecht, an den Öffnungstagen bilden sich lange Schlagen vor den Ausgabestellen in Wehringhausen und Boele. „Wir versorgen inzwischen 3650 Menschen in Hagen, pro Monat kommen 100 hinzu“, berichtet Fachbereichsleiterin Tatjana Flatt von einem dramatischen Anstieg der Bedürftigkeit.

Luthers Waschsalon, geführt von der Diakonie, hat an den beiden Öffnungstagen in der Körnerstraße durchschnittlich 125 Menschen im Frühstücksraum zu Gast. Und in der Suppenküche werden an vier Tagen pro Woche rund 1000 Personen mit einem kräftigenden Mittagessen erquickt. (…)

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Der Schritt vom grundgesetzlich vorgegebenen Sozialstaatsprinzip zurück zum Almosensystem ist also schon an seine Grenzen gelangt. Währenddessen verteidigt die SPD-Troika weiter krampfhaft die vermeindlichen Errungenschaften ihrer Agenda-Politik. Caritas-Geschäftsführer Wolfgang Röspel, in Personalunion Chef der Hagener CDU-Ratsfraktion, spielt derweil die Geldgeschenke seines Oberbürgermeisters an den Ersten Beigeordneten herunter: „Von der Sache her war es ja richtig, Herrn Schmidt eine Abfindung für das Auslaufen seines unbefristeten Vertrages zukommen zu lassen.“ DOPPELWACHOLDER.DE hat schon vor fast vier Jahren auf den janusköpfigen Charakter des Tafelsystems hingewiesen: „Die Vertafelung der Gesellschaft„.

Eine Antwort to “40 Prozent der Bedürftigen sind Kinder”

  1. Harald Helmut Wenk Says:

    Die kontrastierende Assoziation des Umgangs von
    V(erantwortungs)Trägern mit dem eigenem Portefeuille und denen von „Gleichen“ – trotz erbittertem politischem Gegensatz – macht das Paternalistische der von der eigenen Politik hervorgebrachten kartitativen „Sozialpolitik“ recht deutlich.

    Vereinbar mit der „Menschenwürde“ („Existenzbeweis im Grundgesetz liegt vor“) sind RECHTE (im juristischen Sinne, nicht wie de facto stattdessen. schizoanalytisch verschoben, im politischen Sinne), kein Re-Inauguration eines „Bettlerdispositivs“ aus dem „dunklen, todesgeprägtem Mittelalter“, in dem Hungerkatastrophen an der Jahresordnung waren.

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