Hagener Friedenszeichen und der DGB fordern: Keine Panzer nach Saudi-Arabien!

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Antikriegstag am 1. September 2012
Aktion am 7. September

Am 1. September 1939 begann das faschistische Deutschland den Zweiten Weltkrieg, der über 55 Millionen Menschen das Leben kostete. Der jährliche Antikriegstag soll immer wieder neu daran erinnern, welche schrecklichen Folgen Kriege haben.

In diesem Jahr nehmen der Verein HAGENER FRIEDENSZEICHEN und der DGB den Antikriegstag zum Anlass, gegen die deutschen Rüstungsexporte zu protestieren. Dazu wird am Freitag, 7. September, ein Informationsstand stattfinden. Am 1. September wird der traditionelle Platz am Friedenszeichen in der Hohenzollernstraße  leider vom Autosalon okkupiert.

Eine Lehre aus dem Zweiten Weltkrieg war, dass das Grundgesetz den Einsatz der Bundeswehr und Waffenexporte streng regelte. Diese Regeln wurden mehr und mehr aufgeweicht. Bundeswehrsoldaten sind an vielen Stellen der Welt im Einsatz. Und Deutschland gehört zu den führenden Waffenexport-Nationen. Dabei werden Waffen auch in Krisengebiete und an diktatorische Regime geliefert, zum Beispiel sollen 220 Leopard-2-Panzer nach Saudi Arabien exportiert werden.

Saudi-Arabien ist ein diktatorisch regiertes Land. Die Menschenrechte werden unterdrückt. Jegliche Opposition ist verboten. Frauen haben keinerlei Rechte. Die saudische Regierung schickte Truppen in das Emirat Bahrein, um die dortige Demokratiebewegung blutig niederzuschlagen. Saudi-Arabien ist auch in den Bürgerkrieg in Syrien verstrickt. Darum hat sich eine breite Bewegung gegen diesen Waffenexport gegründet.

An der Produktion und Finanzierung der Leopard-Panzer für Saudi-Arabien sind unter anderem beteiligt:

  • Krauss-Maffei Wegmann (KMW), München/Kassel (Endmontage, Waffenstation…)
  • MTU, Friedrichshafen (Motoren)
  • ZF, Friedrichshafen (Getriebe)
  • Diehl Defence, Remscheid (Panzerketten)
  • Rheinmetall, Düsseldorf (Bewaffnung)
  • Carl Zeiss Optronics GmbH, Wetzlar (Optik)
  • Banken: Deutsche Bank, Commerzbank, Hypovereinsbank, DEKA
  • Versicherungen: Allianz, Württembergische Lebensversicherung

Eine Antwort to “Hagener Friedenszeichen und der DGB fordern: Keine Panzer nach Saudi-Arabien!”

  1. Allan Quatermain Says:

    Weiss der DGB und dieser Verein
    HAGENER FRIEDENSZEICHEN überhaupt richtig Bescheid?

    Seit Jahren wird der Panzer der Amerikaner, irgend ein M,
    mit Bewaffnung der Fa. Rheinmetall ausgerüstet.

    Das Kanonenrohr ist Made in Germany!

    Da die Amis ihre Waffen nach jeden Despotenstaat verkaufen,
    der ihnen gerade im Kram passt, werden auch Waffen aus Deutscher Produktion in so Demokratischen Staaten,
    wie Pakistan, Irak, Afghanistan, Saudi-Arabien oder Katar zu finden sein.

    Noch etwas, die Firmen
    Kraus-Maffei-Wegmann und Rheinmetall,
    hübschen ihre Panzer für Asien und Übersee in Flensburg auf.
    Die Firmen besitzen dort als Zusammenschluss im Innenhafen ein Fabrikgelände und können dort unbesehen von der Öffentlichkeit,
    ihre Ware, „Made in Germany“ verladen.

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