Letzter Abstich auf Hasper Hütte vor 40 Jahren

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Den Anfang vom Ende markierte der letzte Abstich auf der Hasper Hütte vor 40 Jahren. Vielleicht ist es Ironie des Schicksals, was in den letzten Wochen geschah. Bagger rollten an und machten den unscheinbaren Backsteinbau an der Hasper Südumgehung dem Erdboden gleich. Herzen leuchteten hier zuletzt in den Fenstern. Dirnen hatten hinter den geschlossenen Vorhängen ihren Lohn verdient.

Einst residierten hier die Personalabteilung und die Betriebskrankenkasse der Hasper Hütte. 40 Jahre nach dem letzten Abstich ist das letzte Gebäude, das einst zu den Klöcknerwerken gehörte, aus dem Stadtbild verschwunden. Zeitzeugen erinnern sich. (…)

Quelle: DerWesten

Dazu: Fotostrecke

Eine Antwort to “Letzter Abstich auf Hasper Hütte vor 40 Jahren”

  1. Allan Quatermain Says:

    Ich will dem Redakteur von DerWesten etwas Lokalkolerit geben.
    Man kann ja nicht alles wissen.

    Die Betriebskrankenkasse der Hasper Hütte war in dem Gebäude Bild 18 rechts untergebracht.
    Auch dieses Haus kann viel erzählen.
    Erworben wurde die BKK von Michael S.
    Nachdem sie umgebaut wurde, hatte er wohl die Lust an diesem Objekt verloren.
    Das Haus wurde weiter verkauft an einen Getränkeverlag L. aus der Frankstr.
    Zwischenzeitlich war dort ein Antiquitätenladen untergebracht.
    Es war eine Freude, die ganzen LKW der Fa. VEB DEUTRANS beim Entladen zu zu sehen.
    Nach dem Antikladen wurden die unteren Geschosse von
    einen Bordellbetrieb genutzt.

    Heute ist dort ein Restaurant untergebracht.

    Der Kauf des linken Gebäude auf dem Bild 18 wurde durch eine Erbschaft ermöglicht. Bis heute ist dort der Hasper Ortsverein des Roten Kreuz beheimatet.

    Am Rehsieper Weg 12 ist die BKK Klöckner nach Verkauf des Gebäudes, Kölner Str./Haenel Str. umgezogen.

    Die Feineisenstraße an der Rehstr. bekam noch ein neues Dach und wurde für weitere Millionen DM auf gebrezelt.

    Hatten die Stahlwerker der Hütte noch das Glück auf neue Jobs,
    Frühverrentung, Umzug nach Bremen, Anstellung bei der Stadt Hagen, etc.
    Die Arbeiter aus der Feineisenstraße hatten nicht so viel Glück, ausser ein paar Frühverrentungen.

    Tausende von Arbeitnehmer, die zwischen zeitlich in Hagen ihre Kündigung wegen Insolvenz, Schließung, Fusionen, usw. bekamen,
    kann kein Arbeitsmarkt aufnehmen.

    Man kann ja nicht alle, als „Weyerlinge“ einstellen!

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