Könemann-Übernahme: Kaum Vorteile für Käufer – aber Arbeitsplätze weg

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Als im vergangenen Herbst das Barsortiment Libri plante, den Hagener Konkurrenten  Könemann zu übernehmen, rief das die Wettbewerbshüter des Bundeskartellamts auf den Plan. Denn mit der Übernahme schrumpfte der Buchgroßhandel auf nur noch drei Akteure: KNV, Libri und Umbreit. Die beiden Großen, KNV und Libri, bilden dabei schon seit längerem ein marktbeherrschendes Duopol ohne ausgeprägten Wettbewerb.

Das Kartellamt eröffnete deshalb ein Prüfverfahren und gab die Übernahme von Könemann durch Libri Ende März erst frei, nachdem die Branche gründlich unter die Lupe genommen worden war. Jetzt hat die Behörde dokumentiert, warum die Freigabe erfolgte – trotz des geringen Wettbewerbs: Weil der Zukauf für Libri keinen entscheidenden Vorteil bringt.

Den erwarteten Kostenvorteil für KNV durch einen geplanten Umzug nach Thüringen schätzt das Kartellamt so groß ein, dass er von Libri auch durch die Übernahme von Könemann nicht kompensiert werden kann: „Der Marktanteilszuwachs von Libri durch die Fusion ist gering und die Kostenstruktur von Libri verbessert sich höchstens geringfügig und nähert sich damit kaum der von KNV an.“

Dafür gingen in Hagen allerdings 234 Arbeitsplätze verloren (siehe hier).

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