Muschelsalat 2012 – Kultursommer in Hagen

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Es ist wieder soweit! Mittlerweile nun schon zum 26. Mal verspricht das Kulturbüro Hagen einen bunten und abwechslungsreichen Kultursommer in der Stadt. Dank der verlässlichen Unterstützung durch Sparkasse und mark-E konnten die Muschelsalat-Planerinnen in diesem Jahr wieder einmal auf sicherer finanzieller Basis ein exquisites Programm zusammenstellen.

Vom 4. Juli bis zum 22. August gibt es wie immer mittwochs umsonst und draußen kulturelle Leckerbissen aus der internationalen Welt des Straßentheaters und der Weltmusik an unterschiedlichen Orten im Stadtgebiet. Vorab wird der Hagener Kultursommer aber bereits am Samstag, 30. Juni 2012, parallel zur „Extraschicht“ auf dem Elbersgelände mit dem Programm „Tivoli – Rummelplatz auf Elbers“ eröffnet.

Das Programm:

Zum Auftakt am Samstag, 30. Juni, präsentiert das Kulturbüro auf dem romantischen, von alten Bäumen bestandenen Industriegelände der ehemaligen Stoffdruckerei Elbers einen historischen Rummelplatz mit Feuerschluckern, Jongleuren, Drehorgelspielern und vielen artistischen Attraktionen. Mit dabei ist der Kinder- und Jugendzirkus Quamboni. Außerdem: Schattenspieler, Clowns und Luftballonkünstler, Moritatensänger, Stelzenläufer und ein Seifenblasenfahrrad. Das kleine Theater an der Volme zeigt legendäre Kabarettszenen aus dem Café Größenwahn der 20er Jahre in Berlin. Beginn ist um 18 Uhr.

Vier Tage später, am Mittwoch, 8. Juli, lädt das Kulturbüro dann wieder auf das Elbersgelände ein. Um 20 Uhr präsentiert hier das englische Bash Street Theatre seine Produktion „The strong man“ – einfallsreiches und turbulentes Stummfilmtheater. Niveauvolle Artistik, atemberaubende Stunts, Live-Musik, eine Dosis schwarzer Humor und eine Prise Zauberei. Inspiriert von Charlie Chaplin’s The Circus und Frederico Fellini’s La Strada erzählt das neue Bühnenabenteuer eine spannende Geschichte voller Intrigen und Eifersucht, gepaart mit Komik, Musik und unbändiger Spielfreude.

Beide Muschelsalatveranstaltungen auf dem Elbersgelände finden im Rahmen des CURE Förderprogramms statt.

Odyssee – Kulturen der Welt

Auch in diesem Jahr sind drei Konzerte in der Konzertmuschel im Volkspark im Rahmen des Kooperationsprojektes „Odyssee – Musik der Metropolen“ im Programm vertreten.

Das Programm wird vom WDR Funkhaus Europa und vom Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes NRW und dem NRW Kultursekretariat Wuppertal unterstützt.

Den Auftakt macht am Mittwoch, 11. Juli, die Band Raggabund mit den beiden Musikern Paco Mendoza und Don Caramelo. Sie sind die Könige des Reggae, Danceball und Latin HipHop. Als Vorgruppe präsentiert der Songwriter und Interpret aus Köln, Jean Felix Lieder, sein erstes Albums „Around the world“.

Am Mittwoch, 18. Juli, gastiert die Grupo Fantasma in Hagen. Ihr Markenzeichen ist ein stilistischer Hexenkessel, der es in sich hat: Funk, Mambo, Merengue und Cumbia schwimmen lebhaft darin, sowie immer wieder herzhaft zupackende Rocksequenzen. Vorgruppe an diesem Abend ist die fünfköpfige Fun-Kommunity um Kiwi-Soul Producer Isaac Aesili und Sängerin Rachel Fraser.

Zum Abschluss der Odysseen stehen am Mittwoch, 12. August, der algerische Künstler Malik Belili und die Ruhrgebiets-Fanfare Schwarz-Rot-Atemgold auf der Bühne der Konzertmuschel. DJ Alit serviert als Support den perfekten Opener mit Rai, Chaabi, Gnawa, Maghreb Underground und Desi-Soundz. Ein absolutes Highlight der Odyssee-Reihe!

Alle Odyssee-Konzerte beginnen um 19.30 Uhr.

Mit Theater, Musik und Film geht’s weiter …

In „AGORAPHOBIA (Platzangst) – Vielen Dank für ihr Verständnis“ führt das niederländische Theater Gajes auf meterhohen Stelzen das Publikum am Mittwoch, 1. August, um 21 Uhr im Ennepepark in Haspe mitten hinein in die Baugrube. Mit optischen Tricks, fahrenden Großobjekten, agilen Darstellern, Live-Musikern und futuristischen, szenischen Überraschungen wächst nicht nur eine Baustelle, sondern ein turbulentes Abenteuer, spannend von der ersten bis zur letzten Minute. Theater Gajes überzeugt durch die Kraft der Bilder und die Macht der Poesie!

Wieder am Start ist in diesem Sommer das N.N. Theater Neue Volksbühne Köln. In seiner neuen Inszenierung „Der Brandner Kaspar“ nach einer Erzählung von Franz von Kobell, stellen die Akteure den Tod dorthin, wo er hin gehört – mitten ins pralle Leben! Der Brandner lebt als rüstiger Büchsenmacher und Jagdhelfer am Tegernsee.

Eines Tages steht der Tod vor ihm und fordert ihn auf, mitzugehen. Kaspar windet sich, schafft es, den Tod mit Kirschgeist betrunken zu machen und – schließlich – auch noch dazu zu überreden, mit ihm um weitere Lebensjahre Karten zu spielen. Er betrügt den Tod – und dieser gewährt ihm weitere 18 Jahre Leben … Eine humorvolle, rasante und groteske Inszenierung am Mittwoch, 8. August, um 20 Uhr auf dem Bleichplatz in Eilpe.

Betreten die vier Herren des Daltons Orckestrar am Mittwoch, 15. August, um 20 Uhr die Bühne im Hagener Stadtgarten, beginnen sie ihre musikalischen Operationen an weltberühmten Klinikgästen wie La Paloma, Ballroom Blitz, Sweet Dreams und Aram Chatschaturjans Säbeltanz. Auch Eigenkompositionen werden munter seziert und erst nach der Implantation eines fliegenden Ghettoblasters oder eines Kinderklimperklaviers ins Ohr des Zuhörers entlassen. Ein ungewöhnliches Operationsbesteck gehört ebenso zu ihrem Repertoire wie der gekonnt minimale Einsatz von Requisiten. Zu den Klängen eines Klassikers der erotischen Musik mischt sich eine sinnliche Geräusch-Performance. Ein quietschender Teewagen bildet den Auftakt zu einer mongolischen Zeremonie und Konfettikanonen sorgen für den nötigen Knalleffekt.

Mit Einbruch der Dunkelheit öffnet sich im Anschluss die große Open-Air-Leinwand für den französischen Film „Micmacs – Uns gehört Paris“. Bei dem Film von Jean-Pierre Jeunet aus dem Jahre 2009 geht es um die Hauptfigur Bazil, die eine Menge Skurriles erlebt in einer Welt voller magischer Momente mitten in einem unbekannten Paris. Der Regisseur ist auch bekannt durch die Verfilmung „Die zauberhafte Welt der Amelie“.

Stimmungsvoller Ausklang

Auf der Festwiese im Hameckepark findet am Mittwoch, 22. August, um 21.30 Uhr das Finale des Muschelsalat-Festivals statt: Das Ensemble des Frankfurter Theater Antagon präsentiert mit ihrem Stück „GINKGO“ eine aufrüttelnde und poetische Open-Air-Performance für großes Publikum. Der Ginkgo-Baum liefert hier die Vorlage für die gigantische Bühnenbildkulisse und ist Ausgangsposition für eine spektakuläre Theater-Inszenierung, die im Scheitern immer auch den Keim von Hoffnung und Lebensbejahung sucht. Pyrotechnische, artistische und musikalische Effekte werden hier atemberaubend in Szene gesetzt. Spektakulärer könnte das Finale des diesjährigen Kultursommers nicht sein.

Ohne Unterstützung läuft natürlich gar nichts

Auch in diesem Jahr ist das Programm nicht zuletzt dem großen Engagement der Sparkasse Hagen und der mark-E zu verdanken. Darüber hinaus wird die Veranstaltung in Haspe von der dortigen Bezirksvertretung unterstützt, auf dem Eilper Bleichplatz von der Bezirksvertretung Eilpe-Dahl und der Stadtgarten ist durch die Unterstützung der Bezirksvertretung Mitte ein erfolgreicher Veranstaltungsort.

Und nicht zu vergessen sind auch die Muschelsalatretter, die sich bereits seit einigen Jahren darum bemühen, den Muschelsalat zu erhalten und mitzufinanzieren. Ohne dieses Engagement könnte das Kulturbüro die Besucherinnen und Besucher nicht zu solch hochkarätigen Konzerten und internationale Theaterproduktionen bitten.

Alle Infos auf einen Blick

Wie gewohnt ist eine umfangreiche Broschüre mit dem gesamten Muschelsalatprogramm ab sofort an den bekannten Auslegestellen und im Kulturbüro kostenlos erhältlich. Unter  http://www.muschelsalat.hagen.de/ ist das Programm außerdem im Internet einzusehen.

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