DGB-Hagen: Immer noch weniger Arbeitsplätze als vor der Krise

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Der Deutsche Gewerkschaftsbund in Hagen sieht sich durch eine aktuelle Studie der Hans-Böckler-Stiftung in seinen Einschätzungen zur Arbeitsmarktentwicklung der Stadt bestätigt. Die Studie weist die Entwicklungen der vergangenen Jahre auf und kommt zu dem Ergebnis, dass die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten zwischen 2008 und 2010 um fast 2.000 gesunken ist und damit erkennbar hinter den Beschäftigtenzahlen vor der Krise zurück bleibt.

Besondere Bedeutung für den DGB erhält der Rückgang der Vollzeitstellen von 54.605 auf 52.334 Arbeitsplätze. Der Gesamtrückgang wäre noch höher, wenn nicht die Teilzeitstellen um 626 Stellen in den 2 Jahren angestiegen wären. Bemerkenswert für den DGB ist, dass der Zuwachs an Teilzeitstellen sowohl bei Frauen als auch bei Männern zu verzeichnen ist. Für Jochen Marquardt vom Hagener DGB bestätigen sich damit die Hinweise, dass der Weg in die so genannte Vollbeschäftigung in erster Linie Zahlenspielereien sind, die einer ernsthaften Prüfung nach gutem Einkommen und guter Arbeit nicht standhalten.

Marquardt: „Das wird unter anderem auch noch einmal dadurch dokumentiert, dass in einem Vergleich zwischen 2005 und 2010 sowohl die Stellen für Beschäftigte ohne Ausbildung als auch mit Ausbildung und höherer Fachschule jeweils rückläufig sind. Akuter Fachkräftemangel lässt sich für Hagen so nicht belegen.“

Für die Gewerkschaften in Hagen bleibt es dabei, dass es noch eine ganze Menge zu tun gibt um ihre Forderungen nach guter Arbeit und ausreichend guten Arbeitsplätzen durchzusetzen. Eine Gelegenheit dazu bietet sich am 5.6. während einer Aktion der IG Metall in der Hagener Innenstadt.

Eine Antwort to “DGB-Hagen: Immer noch weniger Arbeitsplätze als vor der Krise”

  1. drhwenk Says:

    WENIGER Vollzeitstellen, meist auch mit prekären Zeitverträgen, viel oft auch prekäre Teilzeit(doppelt!!)-stellen, mit denen eine statistische pro-Kopf Arbeitszeitverkürzung OHNE Lohnausgleich bewerkstelligt wird bei oft KONSTANTER geleisteter Arbeistundengesamtzahl, zeigen , wie die Arbeitgeber uns mit zusätzlichen Lohndumping auf dem Arbeitsmarkt für sich statistisch maßschneidern. Die Gesamtlohnquote, der Realohn SINKEN!!
    Wer solche REALSTATITIK „langeweilifg“ findet, findet sich oft in einer unterqualifizierten langweiligen prekären mit aufregenden Teilzeit auf zeitvertägs ARbeit wieder mit „zum Sterben zuviel – zum Leben zuwenig“-Löhnen wieder. Sowohl die Lngeweile alls aiuch die Dramatik finden durch die Hintertür wieder einen Weg ins Arbeitsleben.
    Lebe, sonst wirst du gelebt – statistisch.

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