Vom Contentdesk zum Schützenfest

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Jahrelang regierte die Reformwut bei der WAZ-Gruppe. Vieles wurde in die Essener Zentrale verlegt. Nun soll das Lokale wieder stärker werden – theoretisch. (…)

Allein bei der WAZ sollen rund 35 RedakteurInnen wieder ins Lokale wechseln. All das wurde schon vor Monaten bekannt, entschieden ist aber noch nichts. „Die Umsetzung dauert viel zu lange“, sagt der Dortmunder Verlagsexperte Horst Röper, „da gibt es viel Wunschkonzert, aber kaum Konkretes. Das verunsichert die ganze Mannschaft.“

Nur scheint den Verlagsoberen selbst nicht klar zu sein, woher die nötigen Kräfte kommen sollen. „Das wirft ein miserables Bild auf die Konzernleitung“, sagt Röper. Die Strategie der letzten fünf Jahre bei einer der wichtigsten Regionalzeitungsgruppen Deutschlands wird so zum Trauerspiel.

Erst setzt man allen Warnungen zum Trotz auf einen quasiüberregionalen Kurs und verprellt LeserInnen, die von ihrer Lokalzeitung in erster Linie nun mal qualifizierte Regional- und Lokalberichterstattung erwarten. Parallel peitscht der Konzern das drastischste Sparprogramm der Unternehmensgeschichte durch.

Und nun soll – bei sinkenden Auflagen und ohne neue Investitionen – das Rad der Zeit zurückgedreht werden. (…)

Quelle: TAZ

Eine Antwort to “Vom Contentdesk zum Schützenfest”

  1. Harald Helmut Wenk Says:

    Das Sparprogramm, programmtisch und paradigmatisch auch fürd en „Conent“, ist wohl des „Pudels“ Kern.

    Wahlergebnisse im Ruhrgebiet und NRW sind in der Tat durch die extrem „phantastische“, regierungssprechartige (dass heisst „schöngeschriebene“, „unkrtische“) Prägung weiter Teile der Wahler durch die WAZ Grupppe zu betrachten. Die kommt von den „leitenden Gremien“.

    Ex-Spd Ministerpräsident Clement war Kommentator bei der Westfälischen Rundschau. Er beschimpfte die Wähler als „faul“ (kontrafaktisch .- höchste Arbeitsproduktuvität der Welt in der BRD, vergleichsweise!!!) Arbeitsminister und nach ihm regierte CDU/FDP. Mittlereweile ist er nicht mehr in der SPD.

    A.lternatibve MEdien, wie hic et nunc, entshehn aus dem tiefen Mangel halbewgs „erträglicher“ Lokalberichterstagtttung.

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