Toleranz statt Rassismus ist eine Gegenwarts- und Zukunftsfrage

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Gastbeitrag von Jochen Marquardt,
DGB-Stadtverbandsvorsitzender

Die Aktionen der Salafisten gegen Polizisten sind strafrechtlich zu verfolgen und entsprechend unserer rechtsstaatlichen Ordnung zu ahnden. Daran gibt es weder etwas zu deuteln noch geht es darum dieser Ausprägung islamistischer Vorstellungen irgendetwas Positives zuzuordnen. Soweit so gut.

Allerdings macht mich die mediale Berichterstattung der vergangenen Tage recht nachdenklich. Es scheint, als ob die unverantwortlichen Aktionen der Salafisten für manche Medien eine zentralere Bedeutung einzunehmen, als die provozierenden Auftritte der rechtsextremen und rassistischen so genannten Bürgerbewegung „Pro NRW“. Es scheint, als ob vor allem diejenigen Berichte über die Auftritte besondere mediale Aufmerksamkeit erfahren, die sich dadurch auszeichnen, dass der berechtigte friedliche und zivile Protest durch gewaltsame Ausschreitungen begleitet wird. Das ist nicht nur schade – das ist für mich viel zu kurz greifender Journalismus.

Die Ausdrucksformen für diese Form der Berichterstattung sind vielfältig. Einen Ausdruck dafür finde ich in den Berichten der Hagener Presse über die Aktionen gegen den Auftritt der Rechtsradikalen in Hagen am 7.5.2012.

So ist nicht zu überlesen, dass der massive Einsatz der Polizei an diesem Tag dafür angeführt wird, dass es nicht zu Ausschreitungen gekommen sei. Unabhängig davon, dass dies eine der Aufgaben der Polizei ist – und dieser am Dienstag weithin gut gelöst worden ist und dies auch durch die Veranstalter anerkannt wurde.

Der Polizeieinsatz war nicht die Basis für den friedlichen und kreativen Protest, weder in der Moschee zu dem die beiden Moscheen und der DGB eingeladen hatten, noch bei der Kundgebung, die durch die DGB-Jugend organisiert worden war. Die Basis war die gemeinsame Verständigung vieler Menschen und Institutionen an diesem Tag gemeinsam Zivilcourage in friedlicher Weise zu zeigen und den rechten Kräften ein deutliches „Unwillkommen“ in unserer Stadt aufzuzeigen.

Die Aussage „Pro Toleranz – Contra Rassismus“ sollte dies ebenso für Hagen auf den Punkt bringen, wie die damit geöffnete Perspektive mehr und besser miteinander ins Gespräch zu kommen. Damit ist nicht nur Protest gegen Rechts, sondern sind vor allem Akzente gesetzt worden, um mehr miteinander und besseres kennen lernen auf den Weg zu bringen.

Dazu hat der 7.5. einen Beitrag geleistet – und das ist gut so. Das dazu im Vorfeld der Veranstaltungen Diskussionen stattfinden mussten ist und war unausweichlich. Nun sollten wir daran anknüpfen und einen Beitrag leisten, der dem Miteinander entspricht und letztlich mithilft den Nährboden rechtsextremer Politik zu entziehen und die Chancen für Toleranz aufgreift, um sie in die ganze Gesellschaft zu tragen.

Auf dieser Basis sind dann auch Debatten um unterschiedliche kulturelle und religiöse Vorstellungen weiter zu führen. Nicht Gegen- oder Nebeneinander sondern Miteinander in einer bunten Stadt.

6 Antworten to “Toleranz statt Rassismus ist eine Gegenwarts- und Zukunftsfrage”

  1. Harald Helmut Wenk Says:

    „Rechtsradikale unter sich“ kommentierte ich schon mal die „Auseinandersetzung“ der Salafisten mit Pro-NRW. Wen zwei sich streiten sollen ausgerechnet die einzig aufrechten dritten Linken, LINKEN darunter leiden?
    Typisch für den „Weltenlauf“ wäre es. Auch für die „Gerissenheit“ der internationalen Rechtsradikalen.

    Neben der Komplexität der Wahrheit trennen die „Interessen“ die Menschen sehr stark von der „Wahrheit“ ab.

    Auch im Isalm spielt Charaktebildung per Wahrheitserkenntnis die Hauptrolle. Tut sie bei uns auch nur in Sonntagsreden, ich weiß.
    Ich weise da auf die „Weisen“ AL Farabi, Al Arabi, Ibn Sina, Ibn Ruschd hin.

    Charakter, Absuchtenn, nicht (nur) Taten. Man hat sich im Orient schon zur Psychologie „erhoben“statt blinder „Rache“ für Einhzeltaten.

    Der obihgen Weisen hehren Theorien würden wahrscheinlich zum großen Teil wie die amerikanische Verfassung von großen Teilen den US-Bürgern für Marx Zitate gehalten.

    Die Priester haben die Sonnatgsreden schliesslich erfunden!!!

    Tatsächlich vergeht sich sogar Innenminister Friedrichs an unsrem Grundgesetz, indem er die straffälligen eingebürgte Salafisten am staatenlos ausweisen lassen will.

  2. drhwenk Says:

    Und dann handelt es sich zum großen Überfluß bei der Provokation von Salasfisten um eine Art „Import von laufenden Bürgerkrieg“, in dem der Westen als Partei gilt. Aktuell hat es ein Atttentat in Syrien mit mehren Hundert toten und Verletzten gegeben.’Die Geister die ich rief, werde ich nicht mehr los‘ heisst es im Zauberlehling von Goethe. In den Niederlanen hat man eien Nachfolgeregisseurin des ermordeten Theo van Gogh schliesslich in die USA verfrachtet. Sie hatte derartig provoziert, das die Behörden ‚für nichts mehr garantierten‘.

    Linke werden von beiden, Salafisten und Pro-NRW „aufs Korn genommen“. Zusätzlich zu den Beghörden, die LINKE auch „gerne“ aufs Korn nehmenn.

  3. Allan Quatermain Says:

    Die Linke wird auch von Jenen aufs Korn genommen,
    die von den Machtgeilen, Intreganten, Lügnern, Betrüger,
    in deren Reihen,

    die Schnauze voll haben.

    Man kann auch sagen, die Kackophonie aus deren Münder,
    wollen Jene nicht mehr hören.

    NRW Linke oder Hagener Linke inbegriffen.

  4. drhwenk Says:

    @Allen Quater(viertel)main(haupt(sächlichlich), frz. Hand),

    Beschimpfungen im KOmmentar zu einem Artikel der zu Toleranz aufruft. NUn. Aus dem Lehrbuch. Voltaire, der große ToleranzPRAXISeinführer:
    Ich bekämpfe WAS sie sagen, aber ich kämpfe dafür, DASS Sie es sagen können.

    Die „Kämpfe“ zwischen „existentia“ und „essentia“ Theorien, die mit „dass“- und „was“-Sein verknüpft sind aus der mittelalterlichen Scholastik, wären doch zuviel der Ehre für soviel Beschimpfungen.

    Nicht, dass sie einen Vertrag mit einem großen Bestattungsunternehmen hätten?? Oder gute Beziehungen zu dem von mit genannten „Feindeskreis“?
    „Gebt dem Hund einen schlechten Namen und dann hängt ihn auf“.

    Die meisten dervon Ihnen Herbeizitierten werden wohl so grobe verbale Brutalitäten NICHT mit ihrem Namen verknüpft wissen wollen, schon gar nicht gegen Regierungs- und Finanzkapitalkritiker wie die LINKE.

  5. Allan Quatermain Says:

    werter doctore hwenk,

    ich schaetze mal, dass sie ein symphatisant/mitlaeufer bei den linken in hagen sind? sie koennen aber nicht leugnen, dass die parteifuehrung in hagen durch manipulationen, falsche mitgliederlisten und sippenbeziehungsverpflechtungen an die
    macht gekommen ist.

    oder sind sie etwa einer der praktikanten innerhalb dieser internetfirma, die durch zweifelhafte inserate bei der jobboerse,
    behinderte zu einen kostenlosen praktikumsplatz ködern wollte?
    chefs dieser internetfirma, besagter oberguru der linken hagen, nebst stellvertretung. bewerbungsgespraeche fanden in der ex-kreisgeschaeftsstelle meistens von 3 (fuehrungs-) mitglieder statt!
    auch darf ich daran erinnern, dass anders agierende linke mit verbalen schlaegen eben von dieser fuehrung gedroht wurde!

    auch zeugt es von kluengelei, dass leute, die trotz bundesschiedsgerichtsurteil ausgeschlossen wurden, immer noch bei den linken in hagen den großen macker spielen.

    etc., usw., usf.

    da sie nicht die tatsachen anerkennen wollen und das luegengeflecht, betruegereien und andere machenschaften dieser angbl. so honorigen linken erkennen wollen,
    beende ich dieser traed.

    auch ging es mir in erster linie um die linke auf kommunaler oder landesebene. die bundesebene waere ein anderes fass aufzumachen. all so, nicht alles verschwobeln!!!

    ich empfehle stichwoerter in suchmaschinen einzugeben,
    evtl. kommt dann die erleuchtung!!!!!

    was das aufroeseln meines namen angeht,
    auch damit sind sie auf dem holzweg.

  6. Harald Helmut Wenk Says:

    @Allen Quatermain

    Da Schrift „lautlos “ ist:
    „Wer zuviel beleidigt, hat unrecht“
    ((Internet)Variante von. „Wer schreit hat unrecht“:

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