Hacker will Kulturdezernent werden

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Die Bewerbung des früheren Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Hagen um das Amt des Hagener Kulturdezernenten gegen das symbolische Gehalt von einem Euro sorgt für erhebliche Diskussionen in der politischen Szene. Klaus Hacker, Vorsitzender des Hagener Theaterfördervereins, bekräftigt im Gespräch mit unserer Zeitung seine Kandidatur.

Laut Ausschreibung wird die Kultur in der neu zu besetzenden Dezernentenstelle nur als letzte Aufgabe nach Recht, Öffentlicher Sicherheit und Ordnung sowie Bürgerdienst genannt. Man sucht einen Volljuristen, weil der scheidende Kulturdezernent Dr. Herbert Bleicher der einzige Jurist im Verwaltungsvorstand war. Mark Krippner, Fraktionsvorsitzender der Hagener SPD, hält die Bewerbung seines Parteifreundes Hacker deshalb bereits wegen des Anforderungsprofils für ein unmögliches Unterfangen. Dazu kämen beamtenrechtliche Hindernisse. Hacker ist mit 65 Jahren demnach zu alt für die erstmalige Berufung auf eine Wahlbeamtenstelle, für die 56 Jahre als Grenze gelten. (…)

Die Debatte um Hackers Angebot, Verantwortung zu übernehmen, berührt viele strittige Aspekte des kommunalen Verwaltungssystems. Eine gewisse parteipolitische Versorgungsmentalität, die dazu führt, dass Dezernenten wie Wanderschäfer von einer Stadt zur anderen ziehen, ohne für die Entscheidungen, die sie treffen, verantwortlich gemacht werden zu können, steht ohnehin in der Kritik. Dazu kommt die Frage, wie man das Fachwissen von Rentnern angesichts des drohenden Fachkräftemangels für die Gesellschaft nutzen kann. Und nicht zuletzt steht die Überlegung an, ob eine überschuldete Kommune wie Hagen es sich leisten kann, eine Bewerbung zu ignorieren, die durch den Verzicht auf ein Gehalt die Stadtkasse erheblich entlasten könnte.

Ohnehin hat die Kultur in der obersten Hagener Rathausetage keinen besonders bevorzugten Stand, was sich an der Halbwertzeit der entsprechenden Dezernenten ablesen lässt. Der Nachfolger des amtierenden Dr. Bleicher wird mindestens der neunte in diesem Amt in 16 Jahren sein. (…)

Quelle: DerWesten

Eine Antwort to “Hacker will Kulturdezernent werden”

  1. Allan Quatermain Says:

    Das ist mal wieder Quark was aus der Teppichetage verbreitet wird.

    Horn als Oberbürgermeister dieser Stadt war im Rentenalter, als er zum höchsten Wahlbeamten berufen wurde.

    Wer sagt denn, dass ein Kulturdezernent unbedingt Beamter sein muss? Wo steht dieses?

    Ein Kulturdezernent hat keine Hoheitlichen Aufgaben zu erfüllen
    und folglich könnte er oder sie auch Angestellter sein.

    Pech für ihn, dass er zur Falschen Zeit, ein falsches Parteibuch in der Tasche hat. Das wird der Grund sein.
    Und dann zahlt dieser Mann noch Gewerkschaftsbeiträge, das geht schon mal gar nicht.

    Warum lässt man einen Volljuristen als obersten Müllkutscher von Dannen ziehen? Bleibt dieser Dezernent Beamter?
    Mit Rückkehrrecht und allen Pipapo?

    Es gibt einen parlam. Bundesstaatssekretär, der hat immer noch ein Rückkehrrecht zu einen Schlachthof als Beamter!!!
    Das er zwischen zeitlich ein kurzes Gastspiel als Bürgermeister einer Nachbarstadt hatte, zählt auch nicht.
    Ach so, den Schlachthof gibt es auch nicht mehr.
    Aber eben das Rückkehrrecht auf sein Ex-Pöstchen.

    Ich kann gut nach vollziehen, dass manche Beamtenkasten keine grosse Lobby beim Volk haben.

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