Erwerbslosigkeit nimmt zu – was fehlt sind Arbeitsplätze

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Im dritten Monat in Folge wächst die Zahl der Erwerbslosen in Hagen – parallel dazu sinkt die Zahl der angebotenen Stellen. Während die Agentur für Arbeit in ihrem Bericht wieder den Versuch einer positiven Deutung unternimmt, bleibt der Hagener DGB bei seiner Skepsis.

Für Jochen Marquardt vom Hagener DGB geht es aber auch zu Beginn des Jahres nicht darum, die Arbeit der Beschäftigten der Agentur für den Zustand verantwortlich zu machen. „Die Berater und Vermittler können nur in die Stellen vermitteln, die es gibt – und da gibt es ein deutliches Missverhältnis. Die Datenlage zur  Unterbeschäftigung, die zumindest ein Stück näher die reale Arbeitslosigkeit widerspiegelt, weist eine Zahl von mehr als 12.000 Menschen aus und für die benötigt man eben eine entsprechende Anzahl an Arbeitsangeboten.“

Davon ist die Zahl der angebotenen Stellen mit etwas mehr als 400 im Januar meilenweit entfernt. Bei der vorliegenden Differenz im fünfstelligen Bereich, wirken die Debatten um die Chancen auf Vollbeschäftigung für die örtlichen Gewerkschaften völlig absurd. Einen besonderen Blick wirft der DGB dabei auf die im Januar erkennbar zunehmende Zahl von jungen Menschen, die anstatt in Arbeit zu kommen ins Hartz IV-System gerutscht sind.

„Der Start ins Jahr ist alles andere als erfolgreich“, so Marquardt, „und hinzu kommt, dass selbst die völlig unzureichende Zahl an Vermittlungen überwiegend nicht in die gewerkschaftlich geforderten fairen und sicheren Arbeitsverhältnisse erfolgt.“

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