Die Krise vor der Haustür

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Seit Monaten ist von der Schuldenkrise in Europa die Rede – dabei ist die Lage direkt vor der eigenen Haustür ähnlich prekär: Die Schulden der deutschen Kommunen sind gigantisch. Die Zeit, da sie als beste Schuldner galten, ist lange vorbei.

Im Schatten der großen Schuldenkrise im Euroraum schlummert ein vergleichbar übles Szenario direkt vor der eigenen Haustür. Man muss nur Griechenland durch Oberhausen, Portugal durch Hagen, Irland durch Remscheid, Spanien durch Essen ersetzen. Immer mehr Städte sind überschuldet, das gilt nicht nur für das Ruhrgebiet: Sie können keine ordentlichen Haushalte mehr aufstellen, sie benötigen Hilfe von außen. Wie in Europa gibt es auf kommunaler Ebene ein Bail-out. Auf Deutschland übertragen heißt das: Länder wie Sachen-Anhalt, Rheinland-Pfalz, Hessen und nun auch Nordrhein-Westfalen hauen ihre Kommunen heraus, sie gewähren Hilfe zur Selbsthilfe, um einen Flächenbrand zu verhindern.

Große Städte und kleine Kommunen häuften Schulden auf Schulden. Neben langfristigen Krediten für Investitionsprojekte benötigen sie immer mehr Kassenkredite für die laufende Arbeit. Der Grund ist recht schlicht: Die Einnahmen bleiben hinter den Ausgaben zurück. Die Ursachen sind so vielfältig wie das Leben: Strukturwandel, Abhängigkeiten vom Bund und vom Land, Selbstüberschätzung, Misswirtschaft. (…)

Quelle: FAZ

Eine Antwort to “Die Krise vor der Haustür”

  1. kuec55 Says:

    Na toll, dass es jetzt auch die FAZ gemerkt hat…

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