Ausbau der Kinderbetreuung erfordert starke Anstrengungen – Konnexität muß gewahrt werden

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Städtetag NRW nach der Krippenkonferenz in Düsseldorf

Die Städte in Nordrhein-Westfalen unternehmen alle Anstrengungen, um den Ausbau der Kinderbetreuung für unter Dreijährige weiter voranzutreiben. Sie halten die in NRW noch bestehende Lücke jedoch für gewaltig und die Verwirklichung des Rechtsanspruchs auf Betreuung ab dem ersten Lebensjahr ab Sommer 2013 noch lange nicht für gesichert.

Nach der Krippenkonferenz mit Familienministerin Ute Schäfer gestern in Düsseldorf erklärte der stellvertretende Vorsitzende des Städtetages NRW, Oberbürgermeister Norbert Bude aus Mönchengladbach: „Die Städte stehen zum Ausbau der Betreuungsangebote. Das lässt sich an der Steigerung der Betreuungsquote von 2,9 Prozent im Jahr 2005 auf 15, 9 Prozent im März 2011 ablesen. Bis 2013 müssen aber immer noch etwa 44.000 Plätze geschaffen werden, um eine Versorgung von 32 Prozent zu erreichen. Der Rechtsanspruch ab Sommer 2013 steht derzeit auf dem Papier, ist aber noch lange nicht gesichert.“ Das Land lege als Ziel eine Versorgungsquote von 32 Prozent zugrunde, es sei aber bekannt, dass in den Ballungsgebieten und den Städten der Bedarf weit darüber liegen werde. „Um den Ausbau zu beschleunigen, bedarf es starker gemeinsamer Anstrengungen von Land, Kommunen, Kirchen und freien Trägern“, so Bude.

Für den Städtetag NRW machte der Oberbürgermeister von Mönchengladbach diese Punkte bzw. Forderungen deutlich:

1. Das Land muss unverzüglich die Konnexitätsgespräche zum Abschluss bringen, damit den Kommunen die zusätzlichen Kosten durch den Ausbau der Betreuung ausgeglichen werden. Das ursprünglich für den 30. November terminierte und dann verschobene politische Gespräch muss endlich stattfinden. Die Städte brauchen schnell Planungs- und Finanzierungssicherheit.
2. Ein eng getaktetes Monitoring über den Stand des Ausbaus ist dringend notwendig.
3. Für Städte in besonderen finanziellen Notlagen sollten haushaltsrechtliche Genehmigungsverfahren beschleunigt werden.
4. Mögliche baurechtliche oder bauordnungsrechtliche Hindernisse sind zu überprüfen (Stellplatzpflichten, Standards im Bau). Übergangslösungen sollten erörtert werden.
5. Die Tagesbetreuung von Kindern durch Tagesmütter bzw. -väter muss stärker vorangebracht werden. Die Anforderungen an Betreuung von mehreren Kindern in diesem Bereich (Großtagespflege) dürfen nicht zu hoch sein.
6. Werbemaßnahmen für Erzieher/innen sind nötig, um mehr geeignetes Personal zu gewinnen.
7. Auch die Kirchen und die freie Wohlfahrtspflege als Einrichtungsträger müssen ihren Beitrag leisten und bereit sein, verstärkt Plätze zu schaffen.

Eine Antwort to “Ausbau der Kinderbetreuung erfordert starke Anstrengungen – Konnexität muß gewahrt werden”

  1. Allan Quatermain Says:

    Das in Hagen KITAS in kommunaler und kirchlicher Trägerschaft dichtgemacht werden, verträgt sich nicht mit der U3 Betreuung.

    Konservative Kreise sind sogar dafür, dieses „U3-Gedöhns“ ganz abzuschaffen.
    Hier wird gern damit geworben, dass die Pampersrocker von ihren Eltern erzogen werden müssten.
    Damit die Krippenbetreuung eine nicht zu hohe Quote vorweisen kann, wird die Zuhausbetreuung mit extra Geld gefördert.

    Selbst redend sind hiervon Elternteile in Hartz4 ausgenommen!

    Auch was die Lobhudelung von Tagesmütterplätzen angeht,
    ist, sich was in die Tasche zu lügen.
    In einen Schnelldurchgang werden zukünftige Tagesmütter und ein vereinzelt ein paar Tagesväter auf diese Aufgabe vorbereitet.
    Die Räumlichkeiten nebst Inventar haben diese auch zu stellen.
    Dafür bekommt man dann einen Stundenlohn, der normalerweise die Gewerkschaftenn auf den Plan rufen müsste.
    Viele Tagesmütter und Väter sind deswegen gezwungen, noch einen Zweitjob aus zu üben, oder Hartz4 Leistungen zu beantragen.

    Zurück zu den KITAS. Da viele Einrichtungen Personell bis zum geht nicht mehr ausgedünnt worden sind, behilft man sich mit Praktikantenstellen. Gleichzeitig sind Hunderte, wenn nicht sogar Tausende, ausgebildete ErzieherInnen bei den Jobcenter als Arbeitssuchend gemeldet.
    Wie unsere Gesellschaft mit den Jüngsten und Ältesten Bewohnern umgeht, sieht man nur daran.

    Wer will bei diesen ganzen Neoliberalen, noch ErzieherInn oder Tages- mutter/vater werden? Das gleiche gilt für die Pflegeberufe!

    Neueste Idee unserer Volksvertreter dem Entgegen zuwirken ist:
    Jeder der ErzieherInn werden will, muss als Eingangsvoraussetzung ein ABI vorweisen.
    Ich empfehle noch den abgeschlossenen Studiengang in Medizin, Biologie, Juristerei und Ökotrophologie.
    Für unsere Parteien mit dem C könnte man noch Theologie daran hängen.

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