Zwölf neue „Stolpersteine“ in Hagen

by

Zwölf neue „Stolpersteine“ hat der Kölner Künstler Gunter Demnig am Dienstag in Hagen-Haspe verlegt. Vor den Häusern, in den bis zum Zweiten Weltkrieg unter anderem Juden gelebt haben, will er an das Schicksal der Bewohner erinnern, von denen viele in Konzentrationslagern ermordet wurden. „In den KZs waren diese Menschen Nummern, mit den Steinen erhalten sie ihren Namen zurück“, erklärt Demnig. (…)

Der 65-jährige Demnig entwickelte die europaweite Aktion, nachdem er sich 1990 künstlerisch mit der Deportation von 1.000 Kölner Sinti und Roma auseinandergesetzt hatte. Seine Aktion zieht mittlerweile immer weitere Kreise: Gab es im Jahr 2002 rund 2.000 Stück, so stieg die Zahl bis 2011 auf rund 32.000.

Nun wurde auch der Kölner Künstler auch in Hagen-Haspe aktiv. „Im Stadtteil Haspe wissen wir von zwölf Opfern, jedes bekommt einen Stein“, erklärt der Vorsitzende des Fördervereins Stolpersteine Hagen, Thomas Hammermeister-Kruse.

Die Aufarbeitung der Vergangenheit ist nicht immer einfach – Dokumente jener Zeit gibt es im Archiv der Stadt Hagen nur wenige. (…)

Auch Schüler beteiligten sich am Dienstag an der Aktion von Demnig. Stephanie Bernges, Lehrerin der Abiturklasse des Christian-Rohlfs-Gymnasiums, widmet sich mit ihren 16- und 17-jährigen Schülern in einem Projektkurs dem Thema „Hagen im Nationalsozialismus“. (…)

Quelle: t-online

Eine Antwort to “Zwölf neue „Stolpersteine“ in Hagen”

  1. Allan Quatermain Says:

    32.000 Stolpersteine in ca. 22 Jahren von einen einzelnen, hört sich
    sich erst einmal verdammt viel an.
    Aber der Künstler Demnig muss sich vorab mit Kommunen und jetzigen Hausbesitzern herumärgern, die partu keine Stolpersteine
    vor ihren Häusern haben wollen.
    Kann man ja verstehen, da diese Häuser und Wohnungen, wenn nicht zwangsversteigert, ihren ehemaligen Hausbesitzern, und Mieter
    für ein „Appel und Ei“ weg genommen worden sind.
    Interessant wäre auch einmal, wie so mancher Hausbesitzer, nebst heutiger Nachkommenschaft, überhaupt an ihr heutiges Eigentum gekommen ist? Da spreche ich die anderen Großeigner wie Kirchengemeinden, Wohnungsbaugesellschaften,Kommunen,
    etc. nicht von frei.
    Deshalb hält sich deren heutige Hilfe in Grenzen.

    Der Künstler Gunter Demning will auch nicht expandieren.
    Deshalb wird jeder von ihm angefertigte Stein, selbst verlegt.
    Da kommen einige zig Tausendkilometer Fahrzeit alleine dafür schon zusammen.
    Jeder einzelnen Stolperstein soll darauf hinweisen, dass die Namen die hinter diesen Stolpersteinen stehen,

    für immer verschwunden sind.

    Ns. 12 Stolpersteine bei 6.00.000 Deportierten Europaweit,
    sagt doch eigendlich alles!!!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: