Hagen Aktiv: Keine neue Sparrunde zu Lasten der Bürger

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Mit Verwunderung nimmt die Freie Wählergemeinschaft Hagen Aktiv die derzeitigen Scharmützel zwischen CDU- und SPD-Fraktion zur Kenntnis. „Wir sind stark irritiert, weil beide Parteien – anstatt zwingend zu handeln – schon jetzt inhaltsleeren Wahlkampf betreiben,“ so Fraktionschef Bücker. „Beide Lager haben in den vergangenen Jahren sowohl auf Landes- als auch kommunaler Ebene Regierungsverantwortung getragen. Zu unserem Bedauern wurden in dieser Zeit keine nachhaltigen Schritte eingeleitet, um die Handlungsfähigkeit der Kommunen zu verbessern. Die desolate Situation in unserer Stadt haben maßgeblich diese beiden Parteien zu verantworten.“

Aufgrund der mittlerweile zweijährigen Tätigkeit im Rat der Stadt Hagen und den daraus gewonnenen Erfahrungswerten sind die Mandatsträger von Hagen Aktiv überzeugt, dass der Verwaltungsapparat 20-30% des strukturellen Haushaltsdefizits selbst zu verantworten hat. Ursächlich hierfür ist, so Hagen Aktiv weiter, eine mangelhafte fachliche Qualifikation eines Teils der Führungskräfte, welche sich nahezu ausschließlich aus Mitgliedern der beiden großen Volksparteien rekrutieren, sowie ein Nichterfassen von Arbeitsprozessen und deren Kostenaufwand.

„Beide Parteien veranstalten hier ein politisches Laienschauspiel. Bei wichtigen Entscheidungen, wie der Vergabe von Führungspositionen und der Verteilung von Machteinfluss in der Stadt, findet man stets einen gemeinsamen Nenner. Transparenz wollen jedoch beide nicht, weil sonst die eigene Leistungsfähigkeit messbar wird. Schon beim ersten „Sparpaket“ wurden mit Hilfe von Steuererhöhungen nahezu ausschließlich unsere Hagener Bürgerinnen und Bürger sowie die Unternehmen in die Pflicht genommen, nicht aber die Stadtverwaltung und somit die eigenen Führungskräfte,“ so Bücker weiter.

Hagen Aktiv fordert deshalb CDU und SPD und damit auch die Stadtverwaltung auf, zum Wohle der Stadt Hagen endlich Farbe zu bekennen. Seit mehr als einem Jahr werden einstimmig verabschiedete Ratsbeschlüsse wie die Implementierung eines wirkungsorientierten Haushalts und einer betriebswirtschaftlichen Ausrichtung in der Verwaltungsarbeit nicht umgesetzt.

Die stellvertretende Vorsitzende Karin Nigbur-Martini mahnt: „Scheinbar sind wir die einzige Fraktion, der an einer transparenten Verwaltungsarbeit gelegen ist. Anstatt sich den schwarzen Peter permanent gegenseitig zuzuschieben, fordern wir die beiden Großen zum Handeln auf. Wir erwarten von CDU und SPD, dass diese einen transparenten und nachhaltigen Konsolidierungsprozess im Sinne unserer Bürgerinnen und Bürger anstoßen und aktiv begleiten. Von ihren eigenen Führungskräften innerhalb der Verwaltung müssen sie darüber hinaus die entsprechenden Leistungen ebenfalls einfordern.“

Entgegen des SPD-Vorstoßes, dass eine weitere Sparrunde nicht möglich sei, ist Hagen Aktiv davon überzeugt, dass dies aus den voran genannten Gründen möglich ist. Die nächste Sparrunde darf jedoch nicht zu Lasten der Bürger und Unternehmen gehen, sondern muss vollumfänglich bei den Strukturen der Stadtverwaltung ansetzen. Hagen Aktiv wird den Umsetzungsprozess weiterhin anmahnen und auch überprüfen.

2 Antworten to “Hagen Aktiv: Keine neue Sparrunde zu Lasten der Bürger”

  1. Allan Quatermain Says:

    Liebes Hagen Aktiv,
    Irgendwo muss man ja wohlgesonne Parteifunktionäre unterbringen.

    Es kann ja nicht jeder Parteisoldat in Wohnungsgenossenschaften,
    Naturschutz Verbände, Hinterzimmer von Banken, Müllverbrennungsanlagen, Parteizentralen, oder Abfallverwertungsgesellschaften unter kommen.

    Da eignet sich nicht nur die Verwaltung dafür, sondern auch die immer größere Zahl von Töchtergesellschaften.
    Jede dieser Töchter braucht seinen Geschäftsführer und nicht wenigstens 1 oder 2 Stellv. Geschäftsführer.
    Und das in Hagen die Beigeordneten nach Parteibuch und nicht nach Fachwissen bestellt werden, dürfte schon seit Jahrzehnten bekannt sein.

    Bestes schlechtes Beispiel dafür ist der jetzige Kämmerer.
    Dieser wollte für die Umstellung von Dopische auf Kaufmännische Buchhaltung in der Kämmerei 12-14 Plansollstellen mehr haben.
    Da kann man viele Amateure unterbringen!
    Zur Info, Dortmunds Kämmerei hat 2 Planstellen mehr auf ihrer Liste bekommen, diese wurden aus anderen Fachämter zur Kämmerei versetzt.
    Das ganze hat nicht nur bei Dortmunds Kämmerer ein Stirnrunzel erzeugt.

    Es geht einigen Laiendarsteller im Rathaus nicht um das Wohl der Bevölkerung, sondern mehr um ihre eigenen Pfründe und ihrer Parteien auf Ortsebene.

  2. Holger Says:

    …. genau,

    und da gibt es ja auch einen Familien-Clan, der gerne die Steuergelder fürs Nichtstun unter sich aufteilt,

    apropos man hört gar nichts mehr von der Sippe, machen die sich jetzt in die Hosen wegen der Piraten?

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