Regionaler Friedenspreis beschlossen

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Der Verein HAGENER FRIEDENSZEICHEN will künftig zusammen mit der Bürgerinitiative für Abrüstung und Frieden MK, dem Friedensplenum Iserlohn und der Friedensgruppe Lüdenscheid alle zwei Jahre den „Fritz und Ingeborg Küster Friedenspreis“ verleihen. Erste Preisträgerin soll Inge Radau aus Iserlohn werden. Das ist ein Ergebnis der Jahreshauptversammlung des HAGENER FRIEDENSZEICHENs am 11. November im AllerWeltHaus. Die Anwesenden bestätigten einstimmig den alten Vorstand in seinem Amt: Dr. Christian Kingreen (Vorsitzender), Ruth Sauerwein (stellvertretende Vorsitzende), René Röspel (Schriftführer) und Edgar Marsh (Kassierer).

Libyen, Afghanistan, Fukushima – in seinem Rechenschaftsbericht griff der alte und neue Vorsitzende, Dr. Christian Kingreen, die globalen Zusammenhänge der Friedensarbeit auf. In diesem Zusammenhang begrüßte er die Haltung der Bundesregierung zum Libyenantrag in der UN.  Es sei allerdings bedauerlich, dass die Regierung zu den Gründen ihrer Stimmenthaltung geschwiegen habe: „Sie hätte gute Gründe anführen können: Zuletzt haben zwischen 1941 und 1943 deutsche Truppen, die Panzerarmee Afrika, in Libyen gestanden, damals wurden 30 000 Juden aus Afrika in KZs verschleppt.  Deutschland hat noch 2009 Kommunikationssysteme nach Libyen verkauft, 2010 noch Mercedes-Panzertransporter.“

Die Wahrheit über den Libyen-Einsatz sei: 10 000 Luftangriffe wurden geflogen, es gab mindestens 30 000 Tote und über eine halbe Millionen Flüchtlinge, von den die BRD bisher 150 aufgenommen hat. Kingreen regte an, in Hagen die kommunale „Save me“-Kampagne zur Aufnahme von Flüchtlingen zu unterstützen.

Ein großer Teil der Vereinsaktivitäten galt 2011 der Reaktorkatastrophe in Fukushima. Hier habe sich die Chance eröffnet, einem friedensschaffenden  neuen Energiemodell zum Durchbruch zu verhelfen. Untrennbar mit der industriellen Nutzung der Atomenergie sei die Frage der Atomwaffen. „Hier gab es 2011 keine erkennbaren Fortschritte. Selbst der Forderung, die Atomwaffen aus der BRD abzuziehen, scheint kein Erfolg beschieden“, so Kingreen. Konsequente weltweite atomare Abrüstung sei ein wichtiger Beitrag zur Entschärfung des Konflikt zwischen dem Iran und Israel, der die Anwesenden mit großer Sorge erfüllt.

Zu den traditionellen Aktivitäten des Vereins gehört die Unterstützung bosnischer Kriegsflüchtlinge. Seit Mitte der 90er Jahre fühlen sich Mitbürger verpflichtet, heimgekehrte Kriegsflüchtlinge zu unterstützen. Weiterhin ist die soziale Situation in Bosnien völlig indiskutabel und die Unterstützung über das Friedenszeichen sehr wichtig.

Für die Zukunft plant das HAGENER FRIEDENSZEICHEN in Zusammenarbeit mit terre des hommes Aktivitäten zu den Werbeveranstaltungen der Bundeswehr an Schulen. Unter dem Titel „Zwischen Kriegs- und Friedensarbeit 1914 – 2014“ soll zusammen mit den Friedensfreunden im märkischen Kreis unter der Federführung von Matthias Wagner, Lüdenscheid, eine Ausstellung entstehen. Die Vorbereitungen laufen schon.

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